Von Providencia Island nach Panama

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Nach einer ausgefüllten Zeit, oft mit andern Yachties zusammen, beschliessen wir zu dritt, die Fahrt nach Panama zur Shelterbay-Marina, in der Nähe der Schleusen zum Pazifik anzutreten.

Mit der Morgendämmerung, am 14.4. legen wir, die 3 SY „Genesis“, „Forty-Two“, beide BRD und die „Nicone“ ab. Bei der Buchtausfahrt taucht eine Schildkröte auf und ab Südspitze der Insel begleiten uns lauter kleine Delfine fast eine Stunde lang. Die seit Tagen schwachen Winde aus Nord-Ost bleiben uns, vorerst wie erwartet bis Mitternacht des 2. Tages erhalten. Dann gibt es ein paar Knoten mehr Wind, jetzt 10 – 14 Knoten sowie etwas Mitströmung und kaum Welle, so dass wir die letzten 70 der 260 Seemeilen, entgegen Wettervorhersage, mit unerwarteten 6 – 7 Kn Geschwindigkeit zurück legen können. Unsere persönliche Taktik erübrigte sich deshalb: Gemäss Prognosen hätte der Wind vor der Küste Panamas weiter abnehmen sollen, weshalb wir einen mehr östlichen Kurs einschlugen, um dann das prognostizierte windarme letzte Drittel mehr räumlich und unter Spi zu segeln.

Unterwegs hatten wir zu bestimmten Zeiten Funkkontakt und wussten somit Position und spezielle Vorfälle von jedem der 3 Boote. Bei der „Genesis“ ist der autom. Pilot „ausgestiegen“, benützte dann die ebenfalls vorhandene Windfahnensteuerung – Die „Forty-two“, welche ebenfalls über AIS (Autom, Identifikations System) verfügt, beobachtete, dass wir uns mitten in der ersten Nacht in kritischer Position befanden, als uns ein Tanker in nur 0.4 sm achtern mit 19 Kn Speed, sowie ein Frachter 5 Min später in 1 sm Distanz mit 14 Knoten Speed, vor dem Bug passierte,. War kein Problem, wir hatten genaue Kontrolle, dennoch sind es etwas mulmige Gefühl, wenn man sich zwischen den mehr oder weniger beleuchteten Riesen befindet. Andererseits meldete die „Genesis via Funk“, dass wir der „Forty-Two“ ein paar Delfine von den ca 40 Stück! abgeben könnten welche die „Genesis“ und die „Nicone“ (zu diesem Zeitpunkt nur ca 300 m voeinander entfernt) begleiteten – sie selber sahen keine.

 

Shelterbay-Marina / am Tor zum Pazifik:

Bei der Anfahrt zum Panamakanal bzw den Wellenbrechern und der dahinter liegenden Marina, konnten wir im Dunst, in 6 sm Distanz voraus, 2 grosse Pötte ausmachen – Das AIS zeigte zu diesem Zeitpunkt 34 Tanker und Frachter, welche sich ausser- und innerhalb der Anfahrt zum Panamakanal befanden und auf ihre Abfertigung warteten – die meisten am Anker.

Alle 3 Boote erreichten im Laufe des 3. Tages die Shelterbay-Marina. Sie befindet sich innerhalb der langen Wellenbrecher nahe der Zufahrt zum Panamakanal mit den Gatunschleusen. Ein emotionaler Moment am Tor zum Pazifik zu sein, obwohl wir noch nicht durch den Kanal fahren werden. …und wen treffen wir hier wieder nach Guadeloupe – unsern Freund Roland aus dem Nachbardorf in der Schweiz! Er hat alles arrangiert und kann in 3 Tagen durch den Kanal in den Pazifik fahren – er sucht noch nach Linehandlers , die für die Passage vorgeschrieben sind – gerne melden wir uns.

Dass die Marina unmittelbar vom Dschungel umgeben ist, merkt man vorerst vor allem morgens und abends wenn die Brüllaffen ihr dumpfes Herdengeschrei von sich geben.

Wir geniessen den Luxus der Marina mit wunderbaren Douchen, einem Pool, der geschützten Lage, Gratisbus nach Colon etc.

Impressionen – Von Providencia Island nach Panama:

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Woche 16 / 14. – 20. April 2008

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Golf von Patras – Korfu – Griechenland adee – bella Italia wartet
Vielfältiger Tag nach Levkas / Vlichon Bay: vorerst wenig, dann viel Wind, dann Böen. Werftbesuch: muss eine Einspritzleitung ersetzen. Fahrt mit Dingi nach Tranquille-Bay und Nydrion. Stürmischer Regen. Yacht neben uns driftet.

Beim Ankerheben anderntags stellen wir fest, dass dieser im tiefen Schlick nicht nur unheimlich hielt, nein Kette und Anker mussten mühsam vom gut haftenden „Lehm“ gereinigt werden. Mit rassiger Fahrt  geht’s vorbei an Prevezza, wir machen einen Abstecher in den Ambarkischen Golf nach Vonitsa – Hafen zu unsicher – gehen hinter entfernter Insel im Lee vor Anker – es gab Schwell bzw. eine unruhige Nacht..

Anderntags werden wir nicht eben verschont: Kurz nach Start heftiges Gewitter, starke Gegenströmung nach Ausfahrt aus der Seestrasse von Prevezza, dazu Wind auf Nase, hohe Kreuzwellen – was tun? – wir wollen morgen in Igoumenitsa sein – Herbert und Arja kommen dort an Bord – wir entscheiden uns für’s Aufkreuzen – es war hart aber schön – nach 40 sm Aufkreuzen von total 60 sm legen wir längs am Kai mitten im schönen Gaios / Insel Paxos an.

Von Gaios nach Plataria via Igoumenitsa feines Segeln mit Wind von 3-5 Bf aus SE.

Herbert und Arja kommen am Freitag an Bord – für ein paar Tage sind wir zu fünft –  Fahrt nach Korfu – Ausklarieren bei der Coastgard: 2 Damen erledigen dies rassig  (fühlen uns zwar als Illegale, weil wir erst ein Tag später Griechenland verlassen wollen…) – dann Boot verholen – wir sind beim Segelclub unter der Burg an Vorzugslage gratis zu Gast! Herrlicher Ort. Stadtbummel. Bei Vollmond feines Nachtessen à la Leena auf dem Boot.

Weiterfahrt nach Insel Othonoi – dabei erreichen Leena und ich unsere ersten 1000 sm in diesem Jahr – bei starken Winden aus SE machen wir gute Fahrt und gehen im Lee der Insel in der offenen Bucht vor Anker. Starke Fallböen, setze Besan zum Stabilisieren, dennoch…

Verlassen Griechenland und stellen uns auf windige Überfahrt nach Italien ein, werden aber diesbezüglich enttäuscht: kaum Wind, dafür Wellen und Rollbeweg-ungen, müssen Grossteil der 56 sm nach Santa Maria di Leuca motoren.
Natürlich gibt’s Pasta und Rotwein.

Impressionen – Woche 16 /  14. – 20. April 2008:

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Von Cayman Island nach Providencia Island

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Einfach weil es sehr schön sein soll, wie uns ein in Grande Cayman Island auslaufender Schotte fast beiläufig sagte, nehmen wir am 23.3.210 Kurs auf das 350 Seemeilen im Süden gelegene Providencia Island – zu Kolumbien gehörend.

Bei trübem, regnerischem Wetter, aber dem richtigen Wind mit 18 Kn aus NNE, legen wir an der Südküste von Grande Cayman Island ab und Segeln nur mit Genua südwärts, zudem gut ausgerüstet und voll gebunkert.

Ein kleiner Vogel setzt sich neben mir auf die Reling und fährt eine ganze Weile mit.

Leena näht – weil wir keine besitzen – eine Kolumbianische Gastlandflagge.

Wegen unsicherem Wetter gehen wir die erste Nacht langsam an – später klart es auf und Mond und Sterne füllen den Himmel.

Am nächsten Tag und in der folgenden Nacht hatten wir es mit einer stark nach NNW setzender Gegenströmung von < 2 Kn > zu tun, d.h. ca. 40 Seemeilen weniger Tagesetmal.

Tag drei ist in jeder Beziehung ein Prachtstag: Segeln sozusagen über ein Hochplateau – die Meerestiefe stieg von 3000 m auf plus minus 30 m an – Wind hat auf Ost gedreht – weiter mit Halbwind. Nach dem Frühstück mit Filterkaffee (wegen Kippgefahr des Filters benötigen wir 4 Hände) etwas abfallen, neu trimmen – Logbuch nachführen – ausgefranste Finnenflagge auswechseln – Fischen: nach langer Zeit wieder mal ein Fisch am neuen Spezialköder, den uns Stefan vom Cat Baju aus einem Stück Schlauch anfertigte. Ein relativ kleiner Thuna, dafür kurze Zeit später gleich ein zweiter von gleicher Grösse ging uns an die Angel.

Am Mittag des dritten Tages, nach 353 angenehmen Seemeilen, ankern wir auf Providencia Island. 6 andere SY sind ebenfalls hier in der von Grün und von Bergen umgebenen grossen Bucht. Es gefällt uns auf Anhieb hier, was dann noch verstärkt wird als wir unseren ersten Landgang machen und es mit ausserordentlich freundlichen und hilfsbereiten Menschen zu tun bekommen.

Vorerst war es unsere Absicht nur ein paar Tage zu bleiben und um Ostern weiter zu segeln. Nun es kam wieder mal anders. Es ist bereits die dritte Woche seit wir vor Anker gingen. Inzwischen ist uns die Insel mit der Schwesterinsel Catalina (mit einem Steg verbunden) ans Herz gewachsen. Es ist die freundliche Art der Insulaner, die ursprüngliche Landschaft, die Lebensart, schöne Strände, wenig Tourismus (die Insulaner haben grosse Hotelprojekte etc per Abstimmung abgelehnt), keine Kriminalität, was das Leben hier angenehm macht. Die Seglergemeinschaft ist wie eine Familie.

Die Insel hat 1992 denn auch eine sehr moderne Verfassung erhalten, die in den grossen Zügen folgendes aussagt: „Ein neues Paradigma wird gelegt auf Humanität, auf erhaltende Entwicklung, welche den Zyklus der Natur respektiert und setzt die „Rechte der Natur“ über diejenigen von vernichtender Akkumulation, bzw. Ziele setzt, welche es möglich machen, dass eine produktive Realisation zwischen Mensch und Natur statt finden kann, ohne den Grossteil der Bevölkerung in die Armut zu verbannen“.

Aus unserer (beschränkten) Sicht kann gesagt werden, dass dies hier spürbar und von der Bevölkerung mitverantwortlich gelebt wird. Verständlich, wenn man einen Blick zurück in die Geschichte praktisch aller Karibikinseln macht.

Wer mehr darüber, am Beispiel von Providencia Island (und Nachbarsinsel San Andres), erfahren möchte, dem sei das interessante Buch: „The Hystory of the settling process of the Archipelago of San Andreas, Old Providence and St. Catherine“ empfohlen – Spanisch und Englisch, ISBN: 958-628-129-9.

Logbuch-Auszüge von Providencia in Kürze:

– Elektronische Seekarten und Bojen stimmen nicht überein – Versetzung um 150m! Kann eine französische SY mittels Horn gerade noch vor dem Auffahren auf ein Riff warnen – er bringt uns später dafür harpunierte Fische.

– Arbeit hier und dort bzw.: Check def. Ankerwinsch und Auswechseln zweier angerissener Wanten auf der Genesis – undichtes Fenster demontiert und neu abgedichtet, suche nach Leck für Ansammlung einerseits von Süss- andererseits von Salzwasser unter Pantry – Süsswasser rührte von Boilerüberlauf her – woher Salzwasser kam fanden wir erst Wochen später heraus – es war die leckende Fusspumpe, welche unter dem Wasserlevel liegt! Das Dingi leckt wieder – muss bei jeder Fahrt ein paar Liter schöpfen – Rep. wenig Erfolg versprechend

– Gegenseitige Aushilfe mit Computerknowleage, Programme, Seehandbücher, Karten, Infoaustausch über Orte und Spots wo man gewesen ist oder hingehen will – wir können einiges weitergeben über Kuba und Cayman Island und erhalten spez. Von Renée und Bob einem amerik. Ehepaar, solche über die Küste Panamas und besonders über Colon, der äusserst kriminellen Stadt. Beide leben seit 15 Jahren auf einem 36-Fuss-Boot, 7 Jahre davon an Panamas Küste und wollen diese Saison via Kuba (für Amerikaner etwas delikat) zurück in die USA.

– Infos wo was erhältlich ist werden zunehmend wichtiger, weil beschränkter und betreffen Ausrüstungsgegenstände, Werkstätten, Ersatzteile, Wasser, Diesel, Benzin, Gas (System), Lebensmittel etc – Heute ist ein Versorgungsschiff mit frischem Gemüse und Früchten eingetroffen, also gilt es die Gelegenheit nützen.

– Ein Busausflug bringt uns zur South-West-Bay – Bilderbuch-Strand – es werden auch Zuchtpferde betreut und ein Einheimischer schwimmt mit einem Pferd im tiefen

Wasser. Die Insel hat 17 Km Strasse rundherum und der Bus benötigt 1 Std. Auf der Rückfahrt – es gibt im offenen Bus gute Musik – frage ich den Chauffeur ob er den Namen der Sängerin wisse – er ergreift 2 CD’s, überreicht sie mir und sagt ich solle sie probieren und falls sie mir gefallen, soll ich sie bei Gelegenheit bezahlen! was ich dann auch gerne tue.

– Etwas später – der Buschauffeur strahlt – er macht eine Extrafahrt mit uns – wir gehen mit kleiner Gruppe und einem Guide auf Bergtour mit unerhörtem Ausblick auf die „Paradies-Insel“ und die See – wir hätten diese Tour auch ohne Guide machen können, aber er lieferte uns interessante Infos zum Leben auf der Insel – im Gegensatz zu uns hatte er nichts bei sich (wir Getränke etc.) – er liebte unser Tutti-Frutti, aber als ihm Beate Wasser anbot, lehnte er ab – sie erklärte ihm, dass es gutes Watermakerwasser sei – er hatte noch nie etwas von Süsswassergewinnung aus Seewasser gehört und versicherte, dass er nie in seinem Leben so etwas trinken werde… später erklärte er, dass es mit Arbeit schwierig sei, aber er wolle nicht fort von hier – er sei mal in Bogota gewesen, hätte dort Kriminalität gesehen – nein, er werde sicher auf seiner Insel bleiben und hier sterben. Nach dem „Abstieg“ lud uns abschliessend in sein einfaches und unmöbliertes Haus ein (1 Stuhl, 1 def. Motorrad und 1 TV.Apparat im Wohnzimmer), wo wir auf dem Boden sassen und er uns noch ein Video über einheimische Musik zeigte.

– Zu einem typischen einheimischen Essen im „Bamboo-Restaurant“ kommen 35 Yachties – inzwischen sind 18 SY vor Anker – es gibt: Fisch, Muscheln, gekochte Bananen und „eine Art Knödel“ – dazu spielt eine Band auf, wobei als Ratsche das Skelett eines Pferdekiefers dient.

Impressionen – Von Cayman Island nach Providencia Island:

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Karibik – von Kuba nach Grande Cayman Island

(vom diktatorischen Sozialismus zum Konsumer-Kapitalismus)

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Eigentlich wollten wir die Strecke von Kuba nach Panama, ca. 780 Seemeilen ohne Zwischenstopp absolvieren. Aber weshalb eigentlich nicht einen Zwischenhalt machen und versuchen, ob wir dort unterwegs allenfalls auch Spi und Windgenerator (Halterung und Windflügel) wieder in Stand stellen können.

Segler meinen zwar, dass Grande Cayman Island nicht unbedingt interessant sei, aber niemand wusste es so genau. Da es praktisch auf unserem Kurs nach Panama liegt, wollen wir diese unter britischer Flagge stehende Insel anlaufen.

Also Kuba adee – es hinterlässt bei uns interessante wie auch einige zwiespältige Gefühle. Wir planen die 180 Seemeilen gemächlich anzupacken – vorher Marina bezahlen, noch etwas Diesel tanken, dann kommt der Immigrationsoffizier an Bord und füllt mehrere Papiere aus, schaut sich im Boot um und in die Kästen (haben keine Schwarzfahrer versteckt).

Geben das verbliebene Restgeld bei der Buchtausfahrt einem Fischer und geniessen das Farbspiel der untergehenden Sonne hinter den Wolken über einer relativ ruhigen See. Bald übernimmt der Windpilot den Kurs südwärts.

In der Nacht nimmt der Wind zu – wir drosseln unsere Geschwindigkeit. Segeln nur mit gereffter Genua und ebensolchem Besan, um nicht am übernächsten Morgen zu früh noch in der Finsternis unser neues Ziel anzulaufen. Ein Boot mit „komischem „ Licht ist lange zu sehen und weckt ebenso komische Gefühle… Wir löschen unsere Lichter… nach 4 Std ist das Boot verschwunden. Wahrscheinlich war’s ein harmloser Fischer. Wir haben beide seit unserem Besuch in Havanna Magen- Darm- Probleme und Unwohlsein, welche wechselnd mehr oder minder auftreten und welche es im Zusammenhang mit den Navigationsanforderungen laufend zu berücksichtigen gilt.

Der auch noch trübe Tag und die folgende Nacht gehören zur Kategorie „nicht besonders erwähnenswert“. Kam noch dazu, dass das Boot wegen Kreuzseen gierte und manchmal schien es so, dass man stöhnende Stimmen zu hören glaubte…

Bei Tagesanbruch fahren gleich 4 Kreuzfahrtschiffe nach George Town auf Grande Cayman Island – wir müssen mit einem davon bei der unmittelbaren Anfahrt wegen Kollisionsgefahr aufpassen.

Über Radio werden wir von der Port Security freundlich angewiesen zu einer bestimmten Mooring zu fahren und dort fest zu machen und auf weitere Anweisungen für das Check In zu warten. Unterdessen werden die Cruiserpassagiere mit Transportbooten ans Ufer gebracht, dann werden sie zu tausenden die Stadt überschwemmen, um Abends zurück an Bord zu gehen und die Reise in der Nacht fort zu setzen.

Unsererseits nehmen wir zuerst ein Bad im glasklaren Wasser, dann 2 Std Schlaf nachholen, später mit dem Boot zum Zollpier und Einklarieren. Erfahren von den sehr freundlichen Beamten, dass sich die Marinas, wo wir unbedingt hin wollen bzw. müssen, nicht hier sondern im „quite a bit“ entfernten Nordsound befinden und es dort sicher möglich sei unsere Anliegen zu erfüllen.

Bleiben an Mooring und gehen am nächsten Tag auf Erkundungstour mit dem Dingi in die Stadt – es gibt nicht mal ein „Dingi-Dock“ oder etwas ähnliches wo man anlegen könnte – überhaupt ist die westliche Seaside für Yachties umständlich – man muss hier einklarieren – was besonders bei auflandigen Winden, sowie Untiefen und Wracks (z.T. sichtbar) unangenehm werden kann!

Dass Georg Town ein riesiger Offshore Finanzplatz mit echten und vielen Briefkastenbanken ist, wussten wir bereits, ansonsten ist neben dem Sieben- Meilen- Beach mit weissem Sand und glasklarem türkisfarbigen Wasser und ebenso viel Privat Property, Villen, Hotels, Souvenierläden nichts besonderes zu sehen. Alles ist sehr neu, hat doch Hurrikan Ivan 2004 die Insel praktisch zunichte gemacht…

Nun, hier kommt es uns vor wie im Schlaraffenland – natürlich nach Kuba – wenn das die Kubaner sehen würden – aber alles hat auch seinen Preis! Wir lassen uns von dem Angebot im Supermarkt etwas anstecken, können seit Sint Maarten hier wieder Dinge, wie feinen Käse etc. kaufen, die das Herz bzw.der Magen begehrt.

Vom freundlichen Port Security Chief erfahren wir einiges über wie, was und wo um unsere To do’s zu erledigen – er empfiehlt uns morgen zur Harbor House Marina im Süden des Nord-Sounds (grosse untiefe Lagune) zu segeln, weil es am Samstag evtl etwas schwierig werden könnte, sei doch eine auf NW drehende Front angesagt.

Diese kam jedoch ein Tag früher – am nächsten Morgen um 07.00 gab es immer höhere Wellen – die 5 Segelboote an den Moorings tanzten arg – alle Kreuzfahrtschiff-Operationen wurden eingestellt und die Riesenboote abgewiesen – und natürlich ist wieder mal Freitag, zum Glück nicht der 13. (;-)

Was tun? An relativ sicherer Mooring mit übermässigem Geschaukel bleiben oder wegfahren in den Nord-Sound, mit unsicheren Vorzeichen wie raue See, Wind, Riffdurchfahrt, Untiefen, Anfahrt zur Marina… Momente wo man sich sagt, was tun wir eigentlich hier, es könnte doch zu Hause in der warmen Stube und draussen Schnee, so schön sein…

…wir legen ab und haben ca 20 Seemeilen vor uns – gut unterwegs mit 2fach gereffter Genua – am NW-Kap 35 Kn Wind – entlang Riffs – dann die heikle, betonnte

enge Riffdurchfahrt beim „Fishermansrock“ – etwas aufatmen, aber nicht lange – haben ständig 0,2m, dann 0,1m und 0.0m unter dem Kiel – ein Stück zurück – Radioanruf bei der Marina – wir müsssen entgegen vorheriger Infos bis am Abend warten bis Tide (hier nur 10 – 30 cm) gestiegen ist – ein Motorboot würde herausfahren und uns dann hinein begleiten. Also Ankern – dies 3x weil der Anker trotz viel Kette nicht halten will. In nächster Nähe findet eine Segelregatta mit J-22 -Booten statt – interessant, wir haben Zeit – Nach 4 Std kommt ein Guideboot der Marina, geleitet uns zum Zufahrts-Channel zur Marina – fahren unter Anleitung auf Grund (;-) – retour und noch 1 Std warten – sie haben sich verrechnet – es steigt noch ca 5 cm – später rutschen wir regelrecht in die Marina hinein und werden an den Pier geschoben, wo wir bei fallender Tide aufsetzen werden, aber das mache nichts es sei weicher Untergrund. Sitzen wir in der Falle?

Nehmen um 19.00 – es ist stockdunkel unterdessen – einen Sundowner. Leena: „die Sun ist längst verschwunden und wir down“! Recht hat sie!

Machen uns am Samstag sofort daran um nötige Arbeiten zu org. bzw. zu fragen in welcher Zeit was möglich sei etc. Alle sehr hilfsbereit. Bereits 10 Min später ist Monica die Segelmacherin da – sie wolle sich den Spinnaker ansehen und sei wohl machbar (wir können es fast nicht fassen) – später meldet sie sich und sagt uns Preis und dass sie sofort mit der Reparatur beginnen wolle. Vincent kommt vorbei und meint er komme morgen (Sonntag) mit Spezialist zum Schweissen unserer Halterung für den Windgenerator vorbei – er hatte uns gestern früh noch an Mooring in Georg Town gesehen und ist erstaunt uns nun hier zu sehen; ob die Fahrt bei dem stürmischen Wetter gut gegangen sei?

Am Sonntag geht es Leena gar nicht gut und ich selber bin auch noch „angeschlagen“ seit Magen-Darm-Problemen ab Havanna – starten Antibiotika-Massnahmen.

Wie verrsprochen kommt Vincent mit Cain vorbei, welcher morgen unsere Halterung machen könne, die Fixation der 24 Maststufen könne sofort in Angriff genommen werden. Man merke es ist Sonntag! Um 09.00 bringt Monica den rep. Spinnaker! Ja, weil 2farbig und arg zerrisssen sei es schon etwas ein Puzzle gewesen; sie hatte 8 Std genäht! Wir sind glücklich, ist doch der grosse Spi so etwas wie das Wahrzeichen unserer NICONE.

Um 16.00 sind auch alle Maststufen montiert – während der junge Schwarze Kingsley im Seemansstuhl, die Bohr- und Befestigungsarbeiten vornahm, sicherte ich ihn. Endlich nimmt diese endless story ein gutes Ende, hat es doch früher immer wieder am Willen der Firma, an der Zeit bzw. fehlenden Nieten etc. gefehlt.

In den nächsten Tagen kann ich noch die Montage der geschweissten Halterung und des Windgenerators vornehmen – die Windflügel waren in knapp 3 Tagen da (wurden von den USA eingeflogen). Monica näht noch 120 Cones (kl. Treibanker, welche auf Leine gespleisst werden), die ich in mehrstündiger Arbeit aus feinem Nylon ausschneide und mit Leena 360 Bänder (3 Stk pro Cones) zuschneide und markiere – Leine kaufen und Spleissen folgen später – damit sind wir in Zukunft mit unserem „Jordan-Series Drogue“ auch für sehr schweres Wetter, wie es eben auf Langfahrt auftreten kann vorbereitet.

Wir luden Vincent mehrmals zum Abend-Bier ein – er ist wohl knapp 70jährig und bereitet sich aufs Segeln zur See vor – hatte früher eine eigene Bootsbaufirma und betrieb Tauchcharter und kennt alles und jeden hier – er weiss Interessantes zu Hurrikans, Seefahrt, Kriminalität, Drogenschmuggel etc zu berichten und fragt uns nach dem Befinden und wünscht sich seine alten Tage mit interessanten Leuten zu verbringen.

Nach einer spannenden und effizienten Woche verlassen wir die Marina – bleiben bei der kritischen Sandbank stecken – auch ein Motorboot mit 125 PS vermag nichts zu bewegen – erst ein etwas grösseres mit 3 x 275 PS-Aussenbordmotoren bringt uns, nachdem die Trosse gerissen und eine andere montiert war, in tieferes Wasser!

Segeln zum Governors Harbor, einer Lagune die mit Villen und Golfplätzen sowie Sumpfgebiet umgeben ist, und wo wir gut geschützt vor Anker liegen.

Ausgesprochene Gedanken beim Sonntagsfrühstück:

Wir sind in komfortabler Lage – rel. sicherer Ankerplatz – Boot und wir ok – können Pläne schmieden…

Haben in bald 3 Jahren viele schöne (auch weniger schöne) Orte gesehen und interessante Menschen kennen gelernt – haben aber nie den Drang verspürt, irgendwo sesshaft sein zu wollen – fühlen, dass unsere Wurzeln dort sind wo wir herkommen – wägen Pläne für Weiterreise ab – müssten uns bereits auf die Socken machen, falls wir durch den Panamakanal fahren möchten (Durchfahrt, Zeit, dann …

günstige Winde und Wetter) – hätten noch nichts von San Blas, den Kuna-Indianern und den 300 Inseln Panamas erlebt, die man als Segler um keinen Preis missen dürfe… evtl. noch auf der Atlantikseite bleiben? Noch Landreisen machen? Im nächsten Winter nach Hause gehen, Haus hüten wenn Miriam und Marc auf Reisen gehen? Frühzeitig im 2011 in Pazifik starten?

Andern Tags segeln wir nach Georg Town zurück – klarieren aus und verlegen uns an die Südküste, was alle Segelboote wegen der neuen nahenden Schlechtwetterfront ebenfalls tun und verlassen einen Tag später Grande Cayman Island mit Ziel Providencia Island, einer kleinen Insel, die ausserordentlich schön sein soll.

Impressionen -Karibik – von Kuba nach Grande Cayman Island:

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Karibik – von den kleinen zu den grossen Antillen – von Sint Maarten nach Kuba

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10.02.2010

Start nach Kuba – zuvor noch Hektik – Kabelsalat der neuen Ankerwinsch „büschelen“, Liegeplatz und Arbeit bezahlen, letzte Einkäufe, Ausklarieren, Brückenzoll (Lagune) bezahlen – dann Ausfahrt aus Lagune – gehen vorerst an Anker; baden, es kommt noch Besuch eines Finnischen Bootes (sind auf dem Weg gegen Wind und Strömung nach Brasilien – so verrückt können fast nur Finnen sein)

Dann sind wir startklar – Boot gebunkert – (fast) alles erledigt was wir wollten – Wetter findet statt… Route südlich Puerto Rico, Dominikanische Rep. nach Kuba passt zur Zeit besser zu den vorherrschenden Windprognosen der nächsten 5 – 7 Tage als nördlich davon.

Mit sanften Winden starten wir in die Abend- und Nachtstunden

Am Tag 2 haben wir auf der Höhe von St Croix „Spinnerwind“ und müssen entgegen „aller Regeln und Prognosen“ mühsam aufkreuzen (ob es mit dem Namen zusammenhängt?…)

Am Tag 3 segeln wir an der Südküste von Puerto Rico entlang und können für einige Stunden den Spinnaker setzen: Etmal bei leichtem ESE-Wind 120 Seemeilen

In der Nacht auf Tag 4 gierte das Boot wegen Fetch aus Süd und Windsee aus E (Ost) relativ stark; in den Morgenstunden dann angenehme Bedingungen bis Abend, dann kein bzw. Schwachwind aus versch. Richtungen; mühsam; Nachhilfe mit Motor. Haben unterdessen die Südküste der Dominikanischen Republik erreicht

Um 0830 des 5. Tages setzen wir bei Schwachwind erneut den Spinnaker und segeln gemächlich in den Tag hinein; dazwischen überschütten wir einander mit einer Salzwasserdouche auf dem Vordeck. Über Satellitentelefon erfahren wir dass Alinghi verloren hat, in Montserat, das wir vor einiger Zeit passiert hatten, ein Vulkanausbruch statt fand mit Aschenregen über Guadeloupe; können Hans der uns mit Wetterinfos bedient durchgeben, dass bei uns alle und alles ok ist; Segeln „wie auf Schienen“ unter Spi in die Nacht hinein.

Bei meiner Wachübernahme um 06.00 gibt’s am Tag 6 einigen Schiffsverkehr am Südkap und Übergang von der Dom. Rep. zu Haiti (Frachter mit Ziel Jamaika; Gross-Segler 134 Fuss nach Dom. Rep. ; Tanker und wir selbst nach Kuba); heute ist Genusssegeln mit frei fliegendem Spi: schnell, ruhig und stabil; Etmal 146 Seemeilen; schreiben, schlafen, Wettergribfiles studieren, Zeitberechnungen und E-mails nach Hause.

Tag 7: weiterhin unter Spi; super; zum Frühstück begrüssen uns 3 Delfine! Stellen fest dass wir seit gestern in neuer Zeitzone sind und diese anpassen müssen (UTC – 5h statt wie bisher -4h / Schweiz somit + 6h); meine Wache dauert 1h länger (;-)

Um 03.00 des 8. Tages beschlossen wir, wegen Windzunahme (nicht den Wetterprognosen entsprechend) den Spinnaker zu bergen, er stand zu diesem Zeitpunkt ununterbrochen während 67 Stunden! – leider klemmte der Bergeschlauch, so dass wir ihn unter Motor im Wind seitlich bergen mussten – alles schien ok bis er etwas unters Boot und in den Propeller geriet – Motor stellte ab.

Es stellten sich Fragen: wie sieht das aus unter dem Boot? Können wir noch steuern bzw. den Spi und oder die Leinen aus dem Propeller befreien? Gemäss Windprognosen war für die nächsten 2 Tage weiterhin mit relativ starken Winden aus Nord zu rechnen. Also nichts mit Tauchen und Nachsehen unter dem Boot bei diesem hohen Seegang. Als feststand, dass Segeln und Steuern funktionierte, entschied ich mich für den Umweg ( plus ca 250 sm) via Südküste von Jamaika, um bei Tag unser Glück mit Tauchen im evtl. windgeschützen Inselbereich (Leeküste) zu versuchen – also segelten wir bei rauen Verhältnissen und bei Kreuzwellen (Fetch aus SE und Windsee aus NE) mit 2/3 des Spi an Deck fest gezurrt und einem Drittel unter dem Boot der Südküste von Jamaika entgegen. Die Fahrt war geprägt von mässigem Speed (klar bei der Tuchbremse) und z.Teil heftigen Schaukelbewegungen, welche wohl für das nächste bedeutungsvolle Ereignis verantwortlich waren:

Um 10.00 – 7 Std nach dem Spi-Spizwischenfall ein Poltern am Besanmast – die neue Halterung des Windgenerators war abgebrochen (schlecht geschweisst, wie sich herausstellte) – der Windgenerator hing an den Kabeln herunter und schlug gegen den Radar – also „durfte“ ich bei schwerem Seegang in den Mast und das Zeug herunter holen… dabei noch Glück gehabt, dass die elektrischen Kabel das Gewicht (6 Kg) des herunterhängenden Windgenerators zu halten vermochten, sonst wäre er auf die Sonnenkollektoren heruntergestürzt…

…ja… so eine Seefahrt die ist lustig… gopfredstutz nomol… weitersegeln…

An Tag 9 nachts um 03.00 Uhr machten wir eine Halse, welche es erlaubte von Osten her die Südküste Jamaikas anzulaufen – zu dieser Zeit hatten wir eine 3 fach gereffte Genua und ein 2 fach gereffter Besan – die Südost-Ecke von Jamaika erwartete uns am Kap mit 35 Knoten Wind und 4 – 5m hohen Wellen – endlich können wir ein paar Stunden später bei immer noch heftigem Wind und Wellen unter Segeln ankern. Erleichterung: konnte mit mehrmaligem Abtauchen den Spi (ein Teil zerfetzt) aus dem Propeller befreien – der Motor war wieder einsatzfähig, wurde aber nicht gebraucht, da wir unsere Reise mit gutem achterlichem Wind an der Südküste von Jamaika fortsetzen konnten.

Alsdann flaute es ab und setzte dafür ab Westküste wieder voll ein, so dass wir gut

voran kamen und nach weiteren 2 Tagen und Nächten sowie nach 1254 Seemeilen

unser Ziel an der Südküste Kubas erreichten.

Dort in Casilda / Trinidad war es nicht möglich in die Marina zu fahren (Untiefen) und auch nicht einzuklarieren wie im Küstenhandbuch beschrieben – der freundliche Beamte teilte uns mit, dass wir nach Cienfuego segeln müssten – also ein Kuba Libre und ein schöner Abend am Anker in der Bucht und andern tags bei 35 – 40 Kn und heftigem Gewitter nach Cienfuego… hier verliess uns Pedro von Lanzarote nach 5 Wochen – seine Frau erwartete ihn dort für gemeinsame Kubaferien.

Soweit alles ok – wollen unsere Pläne aber nochmals überdenken – da es ziemlich schwierig erscheint, hier in Kuba in nützlicher Frist den Spinnaker zu rep. (falls überhaupt möglich), sowie die Halterung des Windgenerators wieder in Stand zu stellen und neue Generatorflügel benötigen wir auch – diese müssen beim Erzfeind USA bestellt und eingeflogen werden, was die politischen Lage natürlich nicht zulässt – in ca 2 Wochen möchten wir weiter…

 

Nun sind wir soweit – haben 2 Wochen Kuba erlebt: Speziell war das Einklarieren – 6 Personen kamen (zum Glück nicht alle miteinander) an Bord: Hafenmeister, Polizei, Zoll, Immigration, Veterinärin und Arzt… und alle haben Zeit… nun wir hatten noch Glück, dass sie nicht, wie bei andern mit dem Drogenhund kamen und das Boot „auseinandernahmen“… alles lief sehr freundlich ab!

Von hier aus in Cienfuego haben wir Trinidad und Havanna mit dem Bus besucht: die Hinterlassenschaft von Fidel Castro gibt z.T. zu denken und ist teilweise bedrückend. Schlangestehen vor Banken und Geschäften gehört zum Alltag – Arme Leute und Bettler ebenfalls – Prachtsbauten aus besseren Tagen, wenig Verkehr, alte Amerikanerautos aus den 50iger Jahren sowie Ladas, Töffs und Velotaxis prägen das Strassenbild. Bilder von Che Guevara und „La Revoluçion“ sind allgegenwärtig. Dank UNESCO-Hilfe wird renoviert und die Touristendevisen werden benötigt seit die Freundeshilfe von der zusammengebrochenen Sowietunion fehlt – also wurde einiges gelockert – z.B. dürfen Handys jetzt benützt werden – mein Satelliten-Tel hingegen wurde versiegelt – Angst über Kontrollverlust wenn es via Satellit geht, dürfte wohl die Ursache gewesen sein – Touristen bezahlen mit spezieller Währung die 24x teurer ist als die nationale Landeswährung – jeder will mit Touris ein Geschäft machen – auch wurden wir immer wieder nach Seife und Kugelschreibern gefragt (Mangelware, bzw. nur in Geschäften für Touristenwährung erhältlich – Kubaner können sich dies nicht leisten – günstig dagegen auch für uns die Markthalle (Gemüse, z.T. Früchte und Fleisch wenn erhältlich) wo wir mit billigem Nationalgeld einkaufen konnten.

Ansonsten war Kuba auch beeindruckend wegen den freundlichen Leuten – waren in Havanna in Casa Particulare (Haus mit 2 erlaubten Zimmer für Gäste) sehr gut untergebracht und assen in anderem Haus zusammen mit 1 Tessiner (auf 3 monatiger Reise) einem Ehepaar aus Weissrussland (er Jagdpilot) und 3 norwegischen Studentinnen – das ergab zusammen mit den Gastgebern, welche uns hervorragend bewirteten, spannende Diskussionen und Erlebnisaustausch, jeweils bei Ruhm und Zigarre!

Gesagt werden muss, dass hier in Kuba für alle irgendwie gesorgt ist und alle offenbar zu essen haben… und das Bildungssystem gehört zu den Besten der Welt – u.a. hervorragende medizinische Ausbildung und Versorgung – Kuba sendet auch ständig eine grosse Anzahl Aerzte in Kriesengebiete.

Als sich bei mir ein Stiftzahn lockerte, ging ich zum nahegelegenen Klinikcenter in der Nähe der Marina und wurde auf der Stelle mit Spezialauto, inkl. Assistentin und Chauffeur in die Stadt zum Zahnarztzentrum (6 Behandlungsplätze nebeneinander) gefahren. Dort Röntgenbild (moderne Apparatur in „Folterkammer“) und der Zahn in 15 Min neu einzementiert – dann zurückgefahren und Bürokratie erledigt – dauerte länger als die Zahnbehandlung – anfänglich wurde ich gefragt, ob ich 25 CUC (Kubanische Währung für Ausländer = ca. 30 CHF) bezahlen könne – am Schluss kostete es dann 60 CUC (wohl weil ich Schweizer bin und natürlich wurde für die Administration der Pass verlangt). Aber innerhalb 1 knappen Std war meine Zahnsituation inkl. Autotransport bestens und für mich billig erledigt!

 

Das Wetter war die ganze Zeit über mässig – es wurde kalt – am Morgen 12°C-14° – tagsüber zwar warm aber fast immer Nordwind (wie Bise) – und dies in der Karibik! – die Einheimischen reden von ausserordentlichen Verhältnissen – kommen dazu die vielen Meldungen über Erdbeben, Vulkanausbrüche, Tsunamiwarnung (wurde wieder rückgängig gemacht) „ringsum“ – die nordamerikanische und karibische Erdplatte sind in Bewegung.

Wir haben die Absicht Morgen Kuba nach einer spannenden Zeit zu verlassen und Kurs Grand Cayman Island (UK) einzuschlagen – wie es dann weiter geht bleibt momentan noch offen…

Hasta la vista Peter und Leena

Impressionen – Karibik – von den kleinen zu den grossen Antillen – von Sint Maarten nach Kuba:

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