Aktuell 12. Juli 2016

Liebe Leute nah und fern

Viele von euch haben unsere Seereise mitverfolgt – einige haben uns auch Feedbacks gegeben, Mut gemacht, Bedauern ausgedrückt, fast immer aber Bewunderung  gezeigt – dabei ist das was wir gemacht haben einfach etwas anderes, etwas abseits des normalen Landlebens, das ja auch oft verrückte Wendungen in sich birgt…

Wir sind einfach froh und dankbar dass wir die vielen Höhen und einige Tiefen der Seefahrt erleben und erfahren durften (ohne Tiefgang keine Höhenflüge) und dabei freudig auf die intensive Zeit zurückblicken können.

Nun ist das Ende dieser Geschichte nahegerückt – die oft gestellten Fragen lauten

– wo hat es euch am besten gefallen?

– hattet ihr Probleme wegen Piraterie?

– seid ihr in Stürme geraten?

– weshalb geht ihr zurück?

– und was macht ihr dann zu Hause?

Ja darüber gibt es sehr viel zu berichten – hoffen natürlich einiges über euch zu erfahren, wo dies nicht bekannt ist und es gelegentlich mit euch auszutauschen…

In den Letzten Wochen ging es Schlag auf Schlag

– Rücknahme der Nicone in Phuket nach deren Überführung durch eine professionelle Crew von den Malediven nach Phuket, Thailand

– diverse Erledigungen an Mensch (u.a. Zahnarzt) und Boot (Vorbereitungen für Verkauf der Nicone)

– Check out Thailand – Fahrt in Etappen nach Langkawi, – Check in Malaysia und Stationierung des Bootes am Steg in der Rebak-Marina (sog. Perle von Langkawi )

– Ausschreibung durch Broker zum Verkauf der Nicone

– gefolgt von 10 intensiven Tagen mit ausmisten, sortieren, ordnen, reinigen, wegwerfen, verkaufen, verschenken, besonders Bücher nach Hause schicken, Boot herrichten etc. – jedenfalls liegt die Wasserlinie nach der Entschlackung wieder etwas höher als mit unserer persönlichen „Vollpackung“

Bald Landluft

Wir sind willkommen in unserem Ex-Haus – dann auf Wohnungs-, Haus-Suche (möglichst am oder Nähe Wasser (;-) – Falls jemand Tips hat sind wir dankbar.

Jedenfalls sind wir ab Freitag 15. Juli 2016 wieder erreichbar bei

Miriam & Marc Rauber mit Kindern Sanna & Ari
Schwalbenweg 15
2556 Schwadernau

079 – 333 66 07 oder wie bisher peter.baeni@gmail.com

Aktuell Mai / Juni 2016

„Alles neu macht der Mai“ – im erwarteten frohen Sinn?

Unsere Lieben
… endlich der nächste Bericht – daraus erseht ihr, dass wir etwas stark  mit uns selbst beschäftigt waren und deshalb  neben einiger Müdigkeit und gewissen Überraschungen in stürmischen Zeiten keine Energie blieb für Fotos und Berichterstattung … aber lest selber

Malediven adieu…  aber nicht so schnell…

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Turbulenzen (letzter April-Bericht) gehen weiter

Noch im April-Bericht konnten wir vermelden, dass es uns erstaunlich gut geht und wir mit Ausnahme eines kurzen Sturmes auch noch nicht besonders gefordert wurden – tempi passati – die letzten  Wochen waren in jeder Beziehung anstrengend…

In der Rückschau vor nahezu einem Jahr erklärten uns die Ärzte, dass es mit dem Segeln aus Risikogründen wegen der Schulteroperation (Handycap Bewegung und kräftemässig) zu Ende sei – ich konnte es nicht so recht glauben – andere Cruiser machten uns ebenfalls Mut und die Bordfrau sah es auch so – „wir werden etwas weniger Segel setzen als bisher“, so ihr Echo – also beschlossen wir uns relativ sorgfältig an die neue Situation heranzutasten – waren ständig auf der Hut ob da nicht ein Härtefall eintreten könnte – die Bordfrau half tatkräftig mit beim Winschen, Lasten an Bord hieven etc. und assistierte bei vielen Situationen die mehr Mühe bereiten als früher – rechneten im schlechteren Fall damit, dass wir u.U. abbrechen müssen – sie ging für diesen Fall im Internet schon mal auf Wohnungs-Suche (;-) in der Umgebung unserer Liebsten – aber alles ging mit ein paar Abstrichen in Bezug auf physische Belastung und längere Erholungszeiten soweit gut und so ging es seit letztem November weiter und weiter, von Langkawi, Malaysia nach  Phuket Thailand, nach Sumatra, zurück nach Thailand, dann Sri Lanka bis und mit Malediven – was auf entsprechende Fortsetzung hindeutete.

Jetzt vor uns ca. 1300 – 1400 Seemeilen etwas schwierig zu berechnende Route nach Rodriguez

Treffen Vorbereitungen für die lange Weiterreise südwärts – auf der Plus-Seite ergab sich ein gemeinsam geplanter Start von drei Booten – dies wegen Visas, Ausklarieren, ein Boot hat auf Teile gewartet, welche eingebaut werden mussten, sowie aus Sicherheitsgründen – andererseits können wir wegen der unsäglichen Vorgeschichte (Britische Behörden) keinen Zwischenhalt, lies Pause auf Chagos einlegen und die Route im Seegebiet gilt in Bezug auf Wetter als schlecht berechenbar, was im vergangenen Jahr bei mehreren bekannten Segelbooten zu Schäden an Crew und Booten führte – gilt wohl kaum für uns…

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Es sollte anders kommen

Am 30.April, dem ersten Abend nach unserem Start mit Schwachwind fiel der Autopilot aus – der Defekt (mechanisch? , elektronisch?) war nicht auszumachen – steuerten über die Nacht  noch 11 Stunden von Hand weiter – für die Alternative, Windfahnenpilot gab es zu dieser Zeit ironischerweise

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nicht genug Wind – mussten einsehen, dass eine Weiterreise unter diesen Umständen nicht in Frage kam – wir kehrten frustriert um – weil müde, begannen wir an Planänderungen zu denken – nicht ganz einfach in Mitten des Indischen Ozeans und eigentlichem Wunsch noch etwa 2 Jahre zu Segeln – konnten mit Hilfe eines Seglers (Marine-Ingenieur) in der Folge mit eigenen Mittel den Fehler am Autopilot beheben.

7.Mai: frisch gebunkert – Neustart südwärts wie gehabt

noch nie ist uns ein Start schwergefallen – immer war da das gewisse Kribbeln, Freude und Neugier dabei – nicht so diesmal – Vorahnungen? – Wetteraussichten so, so, la, la.

Kommen hart am Wind bei stark setzender Ost-Strömung trotz 15 – 20 Knoten Wind aus SW nur mässig gut voran – Das Wetter verschlechterte sich drastisch – der Westmonsun schien sich nun durchzusetzen – es gab viele Aktionen an und mit den Segeln mit Wechsel und Reffen wegen Regenböen und kabbeliger See.

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Nach 5 Tagen/Nächten meist beschwerlichem Segeln gerieten wir entgegen Wetterprognosen an den Rand eines Sturmtiefs, das sich noch verstärken sollte und sich aus Südwesten schnell gegen uns ausdehnte, also aus der Richtung wo unser Ziel lag.

Ist denn alles gegen uns? – der verdrängte Härtetest trat ein:

Die wachsenden Kräfte der See mit Starkwind, hohen, rel. kurzen Wellen schmissen Wasser an Bord – in kabbeliger See knallte das Boot in die Wellentäler, ein Reff zerriss und gefährdete das Segel und nicht genug, später wurde als gravierendes Ereignis auch noch eine Unterwant aus dem Deck herausgerissen – nicht zu reparieren und sowieso nicht auf stürmischer Hochsee – zum Glück war das Backstag gesetzt und verhinderte, dass dadurch möglicherweise der Mast herunter kam…

… zu diesem Zeitpunkt hatten wir weitere 10 – 12 Tage vor uns – das Risiko das Boot und uns gut über die Runden zu bringen war gewachsen – mühsam konnten wir zwar ein Notreff fixieren, aber die defekte Unterwant … ohne diese in anhaltend stürmisches Wetter weiter zu segeln wäre eine Schicksals-Herausforderung – es galt nun uns möglichst schadlos zu halten… aber wie?

Nochmals zurück auf Feld eins nach Gan, Malediven

Mit meist räumlichem Wind segelten wir bei Regen und Böen in 4 Tagen wieder 450 Seemeilen nordwärts nach Gan zurück – wir outen uns hier neben den technischen Daten des Logbuches mit dem Erlebnis-Eintrag am 7.Tag:

„Müde und nass fetzen wir nur mit Stagsegel und Besan (geborgenem Gross) mit 8.0 bis 9.5 Knoten Speed über die aufgewühlte See – bei Regen, dunklem Himmel und garstigen Winden – wir schaffen das schon – aber weil es auch noch Freitag der 13. Ist (unter Seeleuten gefürchtet), gibt es zu denken – soll noch jemand etwas von Aberglauben sagen“…

Uns kommt der Spruch in Leuchtschrift in einem panamesischen Bus in den Sinn: „Herr wenn dies unsere letzte Fahrt sein sollte, mach bitte dass sie direkt zu Dir führt“ (;-(

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Erleichtert, aber gezeichnet von den Ereignissen erreichen wir das Addoo-Atoll und Gan wo es bezüglich Wellen ruhiger wird

Zur eigenen Überraschung stellen wir bei unserer Rückkehr fest, dass es auf den Tag genau 9 Jahre her sind seit wir 2007 in Kroatien zu dieser Seereise gestartet sind – feierten dies trotz grosser Müdigkeit mit anderen Seglern

Die Rückkehr wird uns von Seglern und den freundlichen Behörden als richtiger Entscheid attestiert – schön, aber damit beginnen neue Probleme und eine sehr mühsame Zeit – wir erhalten einen sog. Not-Aufenthalts-Status.

2 andere Segelboote die etwas voraus waren verzeichneten fast zur selben Zeit ebenfalls Schäden in diesem Seegebiet: das eine mit einem Ruderbruch und das andere Boot mit zerrissenen Segeln wie sie uns meldeten – die eine Yacht berichtete von bis zu 7 m hohen Wellen (scheint uns etwas hoch)…

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Nun wollen wir „neue Marksteine setzen“ – wir betrachten es als Glücksfall wie es gelaufen ist – zufrieden dass wir mit dem  Weitersegeln seit November 2015, zwar entgegen guten Ratschlag der Ärzte, es trotzdem versucht haben und dabei dadurch belohnt wurden, dass wir mit weiteren 3800 Seemeilen auch noch Sumatra, Sri Lanka und die Malediven besuchen und erleben konnten. 

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In der Lagune warten 3 Segelboote auf besseres Wetter für die Weiterfahrt – sie sind im Paket an der Lagunenmauer vertäut – wir gehen vor Anker – tagsüber ist es einigermassen schön aber in den folgenden 3 Nächten gibt es Regengüsse vom Gröbsten und heult der Wind mit 35 – 40 Knoten über die sonst liebliche Lagune – statt lang ersehnter Schlaf wartet teilweise Ankerwache z.T. mit laufendem Motor, um sofort ablegen zu können, sollte der Anker nicht halten – zu driften würde bedeuten, innerhalb von 1 – 2 Minuten gegen Mauer und Boote geworfen zu werden – der Anker hält jedoch gut im feinen schlickartigen Sand

Reparatur Wante als Voraussetzung für neue Pläne

Sofort versuchen wir mit dem Agenten (alles läuft über ihn) abzuklären, ob hier jemand im Stande ist eine solche Reparatur (Wanten-Verankerung im Deck, Schweissarbeiten etc.) vorzunehmen – voraussichtlich ja, aber… es gibt auf den 4 Inseln des Atolls gerade mal eine mech. Werkstätte, die in Frage kommt, und…  hier herrscht „Inselzeit“, heisst wenn dir jemand verspricht Morgen 9:00 da zu sein, bedeutet dies nichts… endlich nach 5 Tagen kam ein Handwerker um einen Augenschein zu nehmen – 2 Tage später wurde die Arbeit an die Hand genommen und schliesslich nach weiterem Warten gut zu Ende geführt.

7 Haltelasche aus Deck ausgerissen  8
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Vieles geschah in der Zwischenzeit

Mit dem Wetter scheint es in diesem Teil des Indischen Ozeans unberechenbarer zu laufen als in den  letzten 2 Jahren – praktisch alle Segler beklagen grössere und kleinere Schäden und als Folge davon, ungeplante Aufenthalte mit langen Wartezeiten für Reparaturen oder weil Neuteile eingeflogen und eingebaut werden müssen – so gesehen sind wir mit Warten nicht allein – im einen Fall flog die Frau eines Seglers nach Singapor um Teile selber zu besorgen, während ihr Mann hier das Boot hütete.

Eine knappe Woche nach unserer Rückkehr trat relativ beständiges heisses Schönwetter ein – 3 Yachten legten nach Chagos ab – 3 andere kamen von Norden her nach Gan – alle drei verzeichneten vor ein paar Tagen unerwartete stürmische Fahrten.

– eine US-Yacht konnte erlittene Schäden am Rigg selber beheben

– eine franz. Yacht mit 2 Kindern an Bord wartet und sucht ob jemand das zerissene Stagsegel reparieren und was mehr ins Gewicht fällt, dringende Schweissarbeiten an Bord der Stahlyacht durchführen kann.

– die zuletzt eintreffende kanadische Yacht traf rabenschwarzes Pech hier im letzten Atoll: wir kamen gerade vom Einkaufen und waren mit dem Dingi unterwegs zu unserem Boot zurück – sahen dass das Boot die Lagune zu weit seitlich ansteuerte – winkten noch  verzweifelt weil die Folgen abzusehen waren – im nächsten Moment sahen wir wie das Boot angehoben wurde und aufs Riff setzte – zu diesem Zeitpunkt war noch unklar ob es selber frei kommen würde – in kürzester Zeit war ich mit dem Dingi beim schockierten Paar – es stand fest dass die Yacht nicht ohne weiteres frei kommen würde – sie rummste auf das Riff – Defekt am Ruder war zu erwarten – mit dem Dingi wegzustossen brachte nichts – ich orientierte die nur 200 m entfernten Coastguard-Basis, wo ein unsägliches Trauerspiel sondergleichen begann – statt sofort mit einem ihrer dort vertäuten 4 Boote in 1 – 2 Minuten! um die Ecke zu fahren und Hilfe zu leisten, wurde am Tel palavert… unsägliche Diskussionen… Unfähigkeit… etc. –  bei (See-) Not soll man die Coastgard sofort verständigen… sie würden sofort ausrücken – dies das Credo – eine totale Farce! – unterdessen bestand Gefahr dass die Yacht einen Wassereinbruch verzeichnete… im Moment als ich zum dritten Male zur Yacht ging, kam diese mit der Tide nach 1 Std gerade selber frei vom Riff – inzwischen war es Nacht geworden – 15 Min später kamen 4 Mann von der Coastguard angebraust und stellten dumme Fragen…

Früh am nächsten Morgen tauchte ich (weil die beiden Crew aus Gesundheitsgründen nicht selber konnten) um festzustellen, dass ein Teil des Skegs mit dem Ruderlager abgebrochen war… – wie sich zeigte, dürfte es ausserordentlich schwierig werden, das Boot wegen fehlender Infrastruktur zu reparieren…

Wie geht es jetzt weiter

wir sind auf Grund unserer Erfahrungen zugegebener Massen etwas angeschlagen – am Anfang standen viele Fragen… nach dem Motto das uns unsere geistig mitsegelnden Kathrin & Alois – Freunde in Berlin, zu dieser Zeit sandten „entweder wir finden einen Weg oder wir machen einen“, entwerfen wir einen Plan und beginnen ihn umzusetzen:

Eine Fortsetzung unserer Reise nach Südafrika legen wir schliesslich ad acta – spielten noch mit dem Gedanken via „leichtere“ Seychellen-Route“ (ist nicht gewährt wie von 2 Booten bekannt) weiter zu segeln – verwarfen ihn weil dann noch eine lange ungewisse Zeit (2 Jahre) bevorstehen würde – sehnen uns nach ruhigeren Zeiten… und setzen neue Prioritäten:

das Boot soll in etwas ruhigere Gewässer geführt werden – wir selber haben z.Z. keine Lust auf lange Törns mit Tag-Nacht-Fahrten – werden eine „professionelle Crew“ anheuern, die von Phuket einfliegt, welche das Boot nach Thailand (1600 sm) zurückführt, wo wir es dann wieder übernehmen – in der Zwischenzeit machen wir eine Rundreise, um uns abzulenken und um uns nicht mit Warten ständig Sorgen zu machen – wer gibt „sein Baby“ schon gerne in fremde Hände – hoffen dass wir die Crew (3 erfahrene Männer, wie uns scheint) und das Boot wohlbehalten wieder in Phuket treffen werden und wir alsdann  voraussichtlich in Tagesetappen nach Langkawi, Malaysia segeln…

9 Jahre Seenomadenleben sind genug

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Nach 9 Jahren zur See mit knapp 50‘000 nautischen Meilen und über 50  Länderbesuchen haben wir, unglaublich vieles erlebt und gesehen – nichts davon möchten wir missen – auch nicht gemachte schlechte Erfahrungen – sie waren das Salz in der Suppe – es war eine Zeit des Lebens mit  andersartigen Herausforderungen, die uns beide reizten und uns so viel gaben – doch alles hat ein absehbares Ende – die täglichen Anforderungen des Seenomadenlebens können hart sein für ältere werdende Seefahrer/Innen – nicht zuletzt, dies soll nicht verschwiegen werden, sind Alters- und Gesundheitsfragen ein mitbestimmender Faktor – dabei spielen immer mehr auch Gedanken an unsere Enkelkinder, unsere Liebsten, Freunde und Bekannten zu Hause eine wichtige Rolle –– kurzum wir beide freuen uns auf etwas ruhigere Zeiten (;-) und ein Land-(Cruiser)-Leben im Kreise  von euch.

In absehbarer Zeit haben wir die Absicht endgültig in die Schweiz zurück zu kehren.

Was geschieht mit der NICONE

 … sie behalten für gelegentliches Segeln mit Familie, Freunden… Ausgangshafen wo… Unterhalt, Kosten, Verkauf etc – dies die offenen Fragen im Moment.

Tendenz: mit einem lachenden, aber mehr weinenden Auge werden wir die NICONE mit allem Drum und Dran wahrscheinlich verkaufen und damit ein geliebtes, lang gehegtes und verfolgtes Projekt abschliessen.

Vorerst wollen wir sie von den Malediven nach Thailand – überführen lassen.

Heute 11. Juni

Heute am 11. Juni ist unser Boot seit 10 Tagen unterwegs mit Johan – Holländer, Skipper – freute sich auf der Nicone (mit gleichem Stammesland) zu sein, – und mit Francois – Co-Skipper aus Südafrika – sowie „Hans“ – Koch und Deckhand – Malaye mit Ellen langem Namen und zufrieden mit dem Rufnamen Hans – alle aus Phuket.

Mit der Kommunikation happert es – hoffen dass Crew und Boot in ein paar Tagen wohlbehalten in Phuket, Thailand zurück sind.

Wir haben die Malediven fast gleichzeitig auf dem Luftweg endgültig verlassen – die Atolle und Inseln sind auch aus der Vogelperspektive sehr eindrücklich – „aha, ja, da unten sind wir gewesen“ (;-)

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Wir befinden uns unterdessen auf einer Rundreise in Malaysia – diese starteten wir nach Rückflug von den Malediven nach Kuala Lumpur: mit Bus an die Ostküste dann Nationalpark mit dem ältesten (Regen-) Wald der Erde – und bald geht’s mit dem Bus zu den Cameron-Highland, – wieder mal Berge und etwas kühler statt immer nur Sand, Stand, Palmen und heiss (;-)

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Aktuell April 2016

Vom Mittelteil der Malediven (Ari-Atoll) zum letzten Atoll im Süden

1 Karte Malediven Route
Am 24. März ankern wir, nach absolut windlosen Stunden und einer Seeoberfläche wie Oel, im Ari-Atoll neben dem Schweizerboot „Mabuhay“ – schönes Wiedersehen nach letztmaligem Treff in Sumatra.

2 Dhigurah
Dhigurah ist, wie sich herausstellt, ein Top-Ankerplatz (Note 9-10 (;-)) – ankern auf grosser Sandfläche in 6-8 m Tiefe – gut geschützt – unglaublich klares Wasser – ruhiger Ort mit einem Dorf auf der kleinen Insel mit sehr freundlichen und interessierten Bewohnern – nur der Muezin ist zu Gebetszeiten zu hören.

Während dem Check von Anker und Schiffsrumpf-Unterwasser passiert ein Stachelrochen – sie sind ungefährlich – ich schwimme eine Weile mit ihm und bin plötzlich umgeben von vielen kleinen Fischen

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Auf dem Weg durch den Dschungelpfad begegnen wir diesen Muslim-Frauen des Dorfes, welche Palmwedel schneiden, welche dann weiter in Handarbeit zu Matten, bzw. Isolierschutz der Häuser verarbeitet werden – einige der Frauen sprechen englisch und sind neugierig über unser, woher, wohin, ob verheiratet, Enkel und u.a. ob wir Muslims seien…

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An Ostern ziehen wir 33 sm weiter – schon fast gewohnt bei schönsten Wetterbedingungen, leider ohne Wind – sehen unterwegs Schwärme von fliegenden Fischen – im nächste Atoll gelangen wir zu  einem weiteren Traumort – das Boot ankern wir über Sand und  schwojen über Korallen in ca 6m Tiefe – Foto von Boot aus aufgenommen:

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Von Weitem winkt ein Mann am Ufer – er kommt mit einem Boot um uns mit Kokosnüssen zu empfangen und fordert uns auf zum Dorf zu kommen.

 

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Im gepflegten 800-Seelen Dorf gibt es ein Spital mit 6 Krankenschwestern und einem Pfleger – der Spital-Verwalter, welcher uns freundlich ansprach, wir vermuten dass er in seiner Eigenschaft auch der „Fremden-Führer“ des Dorfes ist,  zeigte und erklärte uns u.a. das gepflegte Spital – zur Zeit war nur ein Junge mit vererblicher Blutarmut hier, welcher hier alle 2 Wochen für ein paar Stunden „Gast“ ist – schwere Fälle werden per Boot zu einer anderen Insel oder direkt zur Hauptstadt Male transportiert

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Am Anlegesteg (nicht für Segelyachten)

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Schön aber heiss wie immer ist es (Foto mit Erlaubnis der Dame)

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wir essen im Dorfrestaurant und werden mit einem Frucht-Drink willkommen geheissen – in einem Dorfladen machen wir Einkäufe und können auch unseren Internetkredit aufladen – praktisch auf allen bewohnten Inseln gibt es Internet-Empfang – Handys sind gang und gäbe

Unterdessen beschäftigt die meisten Cruiser die Frage wie weiter nach den Malediven – eigentlich ist es klar und logisch, dass südwärts segelnde Boote bei dem  300 sm entfernten Chagos – Traum-Atolle und Inseln – einen Zwischenhalt einschalten wollen.

Der Besuch von Chagos ist ein von uns lange vorbereitetes Projekt auf der Route durch den Indischen Ozean – die englischen Behörden wollen im Voraus vieles wissen, was mit einem Antrag zu bewerkstelligen Ist – dabei geht es um: Persönliche Daten, Schiffsdaten, Zeitpunkt (max Aufenthalt 4 Wochen), Bootsversicherung (u.a. allfällige Wrackbeseitigungskosten), Krankenversicherung (inkl. medizinische Ausschaffungskosten), zu bezahlende Gebühr…

Irgendwie verständlich, haben doch in früheren Zeiten dem Vernehmen nach einige Inselbesucher in dieser einmaligen Natur unrühmliche Partys gefeiert, Abfälle und Verwüstungen hinterlassen.

Ende März haben wir noch 10 Tage bis zum vorgesehenen Ausklarieren in den Malediven – daraus wird vorerst nichts – …. noch immer haben wir keine Bewilligung erhalten für die vorgesehene nächste Destination Chagos (die engl. Behörden in London lieben mehr den Ausdruck BIOT für British Indian Ocean Territory) – es handelt sich um eine  Atollgruppe mit kleinen Inseln ca 400sm südlich der Malediven, welche völlig unbewohnt ist und daher für Segler natürlich speziell reizend.

Über das Funknetz ist zu vernehmen, dass es viele Absagen mit fadenscheiniger Begründung und noch nicht beantwortete Anträge gibt und als Ergänzung über E-mails (keine „Schmutzwäsche“ via Funk!) ist zu erfahren, dass die Behörden offensichtlich überlastet, unfähig und arrogant sind, dabei wiederholte Anfragen nicht oder zu spät beantworten oder weitere Dokumente (die sie bereits haben) nochmals verlangen… ein für eine Regierungsstelle unwürdiges Verhalten.

Bei den Cruisern herrscht die Meinung vor, dass die Behörden nicht ehrlich sind – sollen sie doch klar sagen was Sache ist – es sieht so aus, dass sie zur Zeit in Verzögerungstaktik machen und keine Yachten auf Chagos haben wollen – merkwürdig, dass eine englische Segelyacht (der Eigner war bei der Marine) eine Bewilligung erhalten hat.

In unserem Fall, beschliessen wir auf den Besuch von Chagos zu verzichten, falls auf weitere Anfrage keine Bewilligung oder Antwort erfolgen sollte – immerhin haben wir fristgerecht auch alles geliefert, inkl. die Gebühren bezahlt …

Weiter unterwegs in einmaligen Gefielden

Inzwischen sind wir weiter südwärts unterwegs – etwas Vorsicht ist bei der Einfahrt eines Atolls wie hier geboten – es entstehen Wasserstaus bei den Riffen, u.U. Wirbelbildung und z.T. starke Strömungen – sowieso herrscht in den Malediven ständig Weststrom der uns wie hier versetzt und wir dagegen halten müssen.

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Bei der Atolldurchfahrt haben wir es mit vielen Miniatolls (alle reichen knapp unter die Wasseroberfläche) zu tun…

16 South Nilandhe-Atoll
… sowie  mit mehreren Regenböen, denen wir knapp entwischen

17 bei einem der vielen Mini-Atolls
mit SY Mabuhay sind wir zum Kolhumadulu-Atoll unterwegs – damit haben wir ca. drei Viertel der Malediven-Route hinter uns – unsere Freunde nehmen einen andern Kurs, teils ausserhalb des Atolls – wir innerhalb – wollen uns in zwei Tagen am Südende wieder treffen – vermehrt gibt es zeitweise etwas mehr Wind wenn auch oft in Verbindung mit Regenböen und unregelmässigem Windgebahren.

18 Beispiel drehende Winde  19 Regenbîen
Generell durchzogenes Wetter begleitet uns in der Folge – die Hitze bleibt und macht uns ab und zu, zu schaffen – Abkühlung gibt’s im Wasser, das aber auch 31°C aufweist! – ein kurzer Haarschnitt den die Bordfrau dem Käptn verpasst bringt leichte Linderung.

Haarschnitt

Wir bleiben vier Tage in der geschützten Lagune von Veymandhoo – gehen an Land und ins Dorf für Einkäufe, machen Spaziergänge, – in der einfachen Werft zeigt man uns wie die eleganten 30m langen und hier typischen Fischerboote gebaut werden – unterhalten uns mit Leuten und besonders mit den Fischern – vier von ihnen kommen eines Abends um 23:00 (wir sind am Lesen im Cockpit) mit einem Fischerboot bei unserem Boot vorbei und fragen ob wir Lobster wollen die sie soeben gefangen haben – wir wollen aber nicht – sie stecken noch in Tauchanzügen – die Szene hat bei kargem Licht etwas Gespenstisches an sich.

20 Werft Veymandhoo - 21 Werft 22
Wir machen Pläne für die verbleibende Zeit und Route – die Mabuhay will in zwei Nachtfahrten direkt zum letzten Atoll fahren – wir dagegen wollen noch das zweitletzte Atoll und dort zwei Orte besuchen – treffen uns dann wieder im letzten, dem Addu-Atoll –  in einer Nachtfahrt erreichen wir unter Segel langsam aber stetig das zweitletzte, 83 sm entfernte Atoll über den sog. „One and Half Degree Channel“, ein und ein halb Grad vor dem Äquator.

Wieder haben wir Glück mit dem Ankerplatz bei drei kleinen Inseln und einem Dorf in der Nähe – wir bleiben 3 Tage an diesem phantastischen Ort weitab von Hektik

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das Riff lädt zum Schnorcheln ein – ein paar Impressionen:

 

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Mit Wind um 15 Kn aus West-Nord-West segeln wir unter Volltuch am Wind 31 sm zum Hauptort des Atolls, wo wir in der Lagune vor der Stadt Thinadhoo vor Anker gehen

Ein geschäftiger Ort mit Industrie und viel Schiffsverkehr – grosse Fischerboote bringen ihren Fang zur Weiterverarbeitung zur hiesigen Fischfabrik – Personentransportboote bringen Leute von und zu andern Atollen und Inseln, dazwischen auch Schnellboote, so dass Tag und Nacht auf- und abflauender Motorenlärm so wie Generatoren am Ufer zu hören sind.

Die Stadt hat eine beeindruckend schöne Wasserfront, wo sich Fischer und Boote aufhalten, Versorgungsschiffe be- und entladen werden

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Thinadhoo selbst bietet sonst nicht viel – wir bekommen aber alles was wir für den täglichen Bedarf benötigen und eine Besichtigung ist jedoch allemal ein Erlebnis

in den Strassen halten sich die wenigen Leute im Schatten unter dichtem Laubwerk von Bäumen auf – Parteien werben an Mauern für ihre Zwecke

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Als wir in einem Restaurant etwas essen wollen, werden wir von Gästen; es sind nur Männer im Raum, darauf hingewiesen zum nächsten Eingang zu gehen – dort sind nur Frauen – also getrennte in sich abgeschlossene Räume für Frauen und Männer – Muslimland halt – wir gehen in ein Café wo es im selben Raum einige Frauen und Männer gibt.

Die Wasserpfeife rauchende Frau erlaubt uns ein Foto zu machen und freut sich sichtlich darüber

 

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Über den Äquator zum Addu-Atoll, dem letzten Malediven-Atoll

Am Nachmittag 12 .April segeln wir mit guten Winden aus der Lagune und eine Stunde später aus dem Atoll wo uns 2 Delfine zum Abschied begleiten – wunderbar, hatten lange darauf gewartet wieder mal Delfine zu sehen – dann geht es in die Nacht hinein – gegen Mitternacht werden wir uns dem Äquator nähern – um 23:57 Uhr ist es soweit – Sternenhimmel mit Kreuz des Südens, einem Viertel Mond und unter Segel – unsere Instrumente zeigen eine Breite von 00°00.000‘ (bisher N) und eine Länge von 073°02.44‘ E – die Querung ist schon fast Routine – trotzdem sind wir beide für diesen Moment auf Wache – schliesslich überqueren wir mit der Nicone insgesamt zum 5. Mal den Äquator , dabei zum 3. Mal von Nord nach Süd.

Am nächsten Vormittag, nach 75 sm unter Segel ankern wir im letzten Malediven-Atoll, wo wir wieder auf die Mabuhay treffen, die ja bereits früher hier ankam. Etwas südlicher liegen auch Caduceus und Flomaida vor Anker.

Das Schnorcheln am nahen Riff offenbart wiederum phänomenale Eindrücke – sich schwebend mit leichter Strömung über die artenreichen Korallen, Fischen, Rochen, Schildkröten ruhig treiben zu lassen – es ist wie das Vergessen in Zeit und Raum – das Dingi wird an kurzer Leine gleich mitgeführt – hier der Versuch etwas von dieser Unterwasserwelt (mit einfacher Unterwasserkamera festgehalten) „hinüber zu bringen“

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Turbulente Zeiten zum Schluss hin

Endlich kommt bezüglich unserem Chagos-Antrag ein Mail –  die inzwischen bekannte Mary entschuldigt sich wegen Überlastung und man benötige weitere Angaben (die sie alle bereits erhalten haben!) – die Planung mit Ausklarieren, Visa, Wetterfenster, Vereinbarungen mit andern Yachten aus Sicherheitsgründen, Bunkern etc. ist längst über den Haufen geworfen worden und musste neu angegangen werden.

Wir haben das „BIOT-Theater“ satt und daher keine Lust mehr Chagos zu besuchen – das wird nicht das Ende der Story sein – verlangen einerseits Geld zurück und….

Somit werden wir etwas länger als geplant auf den Malediven bleiben und beabsichtigen auf der Weiterfahrt südwärts, wie ein paar andere Yachten auch, Chagos an Steuerbord zu lassen und die 1350 sm ohne den geplanten Zwischenhalt bis Rodriguez durchfahren – kommt dazu, dass wir aus versicherungstechnischen Gründen den 8. Breitengrad (unterhalb Chagos) wegen Zyklongefahr nicht vor 1. Mai passieren dürfen – gerade in diesen Tagen macht der schwere Zyklon „Fantala“ der etwas unberechenbar bei Madagaskar herumturnt, von sich reden – mit ihm möchte kein Segler etwas zu tun haben (;-)

Wetterkapriolen mit Folgen

Das Wetter ist unstabil geworden – schöne Tage wechseln sich ab mit teilweise stürmischen und regnerischen Tagen und Nächten.

Eines Abends setzen anhaltend starke Regenfälle ein – der Wind dreht ostwärts und ist somit auflandig – das Boot schwoit dadurch – das Riff ist nahe – die Nacht wird ungemütlich mit Wellen, Windböen, Regen – Ankerwache ist angesagt – am nächsten Morgen stellen wir fest, dass das Dingi voller Regenwasser ist – ich vergass den Ablaufzapfen heraus zu ziehen – die Aufhängung (Davit) vermochte das zusätzliche Gewicht (300 – 400 Kg) nicht zu tragen und knickte unbrauchbar ein…

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… der Regen hört am Morgen auf, für kurze Zeit wird es ruhig (vor demSturm), dafür setzt ein immer stärker werdender Nordwestwind mit Böen und Wellen ein – fast gleichzeitig beginnen 3 von 4 Yachten (wir sind dabei) zu driften und flüchten in den freien Seeraum – wir versuchen vorher nochmals neu zu ankern, jedoch ohne Chance – verbleiben „draussen“ in der Hoffnung, dass der Sturm nicht allzu lange dauern wird – er gibt bereits nach anderthalb Stunde leicht nach – dies Zeitspanne genügte aber, dass bei uns das Verdeck halbwegs weggerissen wurde, sich aufblähte wobei Nähte platzten und notdürftig mit einigem Aufwand befestigt werden musste – danach auf 22m Tiefe neu ankern bei einer Kettenlänge von 75m / ok – die andern beiden Yachten gehen ebenfalls neu vor Anker.

Noch gleichen Tags kann ich den demontierten, defekten Davit und das Verdeck zur Reparatur an Land bringen – unser Agent ist dabei Gold wert und veranlasst beim Sattler und einer mechanischen Werkstätte, dass die Reparaturen bis nächsten Tag erledigt sind

Hundstage

Eine weitere Yacht kommt ins Ankergebiet – sie haben einen Miniaturhund an Bord – man muss wissen, dass auf den Malediven keine Hunde erlaubt sind – sie dürfen auf Yachten gehalten aber nicht an Land gebracht werden – nun, die Bordfrau dieses Bootes fuhr mit Paddelboot und Schosshund an Land für einen Hunde-Pippi (evtl mehr) Landgang und löste damit bei der Bevölkerung einen Sturm der Entrüstung aus – jemand machte Aufnahmen und setzte diese auf Youtube mit der Überschrift „Hund auf Addu-Atoll“

Als es bereits dunkel war kam ein Coastguard-Boot zu den Yachten und setzte sie in Kenntnis, dass der Ankerplatz morgen zu verlassen sei, man werde um 07:30 die Boote zu einem andern Ankerplatz eskortieren! – vage Begründung: es sei nicht erlaubt hier zu ankern – was soll das? – wir waren bereits 4 Tage dort und der Agent hatte nichts einzuwenden – das kann nur wegen der Hunde-Story sein – Kollektivstrafe für alle Yachten? Coastguard fotografiert uns – wir sie auch

40 Coastgard fotografiert uns ich sie auch
Man eskortierte uns ein paar Seemeilen nordwärts wo ein Ankerplatz zugewiesen werden sollte – es dämmerte allen, dass der Platz hinter Riffdurchfahrt über 3m Korallengrund mit vielen Bumps und in der Prärie weit ab vom Ufer zu viele Risiken barg – wir weigerten uns alle weiter zu fahren und verlangten die Rückkehr zum alten Platz – auf dem Coastguardboot wurde heftig diskutiert und mit den Chefs telefoniert – nach dreiviertel Stunden erlaubte man uns die Rückkehr, aber zu einem andern Ankerplatz unweit des vorherigen, wo jedoch die Coastguard ihre Boote hat und uns wohl jederzeit kontrollieren kann – weitere Schikanen folgten später für ausklarierende Boote…

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Die Hundebesitzer waren sich keiner (grossen) Schuld bewusst, obwohl sie die Gesetzeslage genau kennen – sie wurden von den andern Yachties geächtet – ebenso wurde das unangemessene Verhalten (Exempel statuieren?) der Coastguard bemängelt.

Matthi der Agent litt unter der Situation, stand er doch zwischen den Fronten – offenbar ist der Vorfall – alles wegen eines Schosshundes – wohl einmalig in den Malediven und hat wohl noch eine Folgegeschichte.

Bald verlassen wir die Malediven

Irgendwie gelingt es uns die „Hundstage“ gelassen zu nehmen, derweil sich andere masslos ärgern – bleiben hier am Anker, nehmen einige ständig wiederkehrende Unterhaltsarbeiten an die Hand und erledigen sonstige To do’s soweit wir das Material selber in Reserve haben oder kaufen können

Täglich sehen wir grosse Schildkröten auf- und abtauchen…

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… und am Ufer neben der Strasse zum Dorf sehen wir fast jedes Mal Muränen, darunter eine grosse rosarote, sowie kleine Haie von 50 – 70 cm Länge (für Menschen ungefährlich) welche in allernächstem Uferbereich Fische jagen.

Es wird nicht langweilig und die Zeit läuft wie verrückt – beobachten das Wetter für das Seegebiet südwärts – kalkulieren die Abreise und die bevorstehende Strecke – treffen Absprachen mit anderen Booten – da alle gleiche und ähnliche Anliegen und Bedürfnisse haben findet man sich schnell zurecht in der „Segler-Szene“ – und berät und hilft einander soweit es geht.

Kaum habe ich diese Zeilen geschrieben ist über Funk zu hören, dass eine Yacht hierher unterwegs ist  und Probleme hat – (neuer) Motor kann nicht mehr gestartet werden und wie es scheint funktioniert auch die autom. Windsteuerung nicht mehr – das ältere Paar ist etwas ratlos und müde – ein Segler neben uns bemüht sich, um sie mit technischen Anweisungen zu versorgen aber auch mit Beratung falls „wenn-dann-Situationen“ eintreffen – inzwischen wurde auch Schleppen diskutiert via Agent mit einem Schleppdienst der vorerst 3400.-US$ verlangte und hernach sagte, der Einsatz sei doch nicht möglich – letzter Beschluss geht dahin, dass die Yacht entsprechend Wind versucht in einer weiteren Nacht hierher zu gelangen…wir hoffen auf gute Winde und gute Fahrt für die Crew…

… bei Tagesanbruch gibt der Schiffingenieur und Segler über Funk weitere Anweisungen – das Boot muss nun gegen den Wind aufkreuzen und wegen der Bootsneigung auf den nächsten Kreuzschlag warten um eine letzte Anweisung am Motor ausführen zu können – „dann sollte es ok sein“ so der zuversichtliche Schiffsingenieur – und so war es – Motor läuft wieder – aufatmen – beim Eintreffen konnten wir die erleichterte Crew wohlbehalten mit 2 Dingis in die Lagune hinein begleiten.

Kurz-Rückblick auf unsere Reise durch die Malediven aus Seglersich

Es liegt natürlich an der Sache, dass Segler mit längerem Aufenthalt einen anderen Blickwinkel haben als die meisten Touristen, welche ihre bemessenen Ferien in einem Resort verbringen, wo alles für den Gast organisiert ist.

Einiges über spezielle Anforderungen beim Segeln in den Atollen, mit vielen Miniatollen und Untiefen, habe ich bereits im Märzbericht erwähnt

Im strengen Muslimland steht man als (weisse) Segler praktisch unter ständiger Beobachtung, wobei uns die Bevölkerung immer offen und freundlich begegnete, auch aus Interesse und eher scheu auf uns zukam, ohne dass sofort ein Gefühl aufkam, dass man uns etwas „abknöpfen“ will.

Dagegen kam es uns oft vor, als seien die Malediven eine einzige Baustelle – überall wird gebaggert, Inseln erweitert, Flugplätze ausgebaut, viele (Luxus-) Resorts gebaut, in der Regel gesamte Inseln, werden z.T. weit ins Wasser hinaus über Riffe verlängert und mit Bungalows überbaut… wie es scheint Natureingriffe der gröberen Art.

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Wir wichen aus auf Nebenschauplätze, teilweise bei unbewohnten Inseln und Ankerplätzen weit ab von „Gut und Böse“ und erlebten oftmals eine wunderbare Wasserwelt bei Inseln und kleinen Dörfern mit intakten Riffen und phantastischer Tierwelt – vielerorts, besonders mit den Resort-Überbauungen geht dieser Charm, der die Malediven so bekannt macht, offenbar je länger desto mehr verloren.

Der (Tauch-) Tourismus und die Fischerei sind die hauptsächlichen Standbeine der Malediven

Die Malediven sind kein typisches Segel-Revier und mit diesbezüglichen Nachteilen behaftet – die Segelsaison ist praktisch beschränkt auf die Ost-Monsun-Zeit von Dezember bis April, in welcher es aber nur wenig oder kein Wind gibt – offenbar bekennt man sich zur Förderung des Yachtwesens, jedoch ist von Regierungsseite wenig davon zu spüren oder man ist verunsichert – hingegen lässt man sich die Bewilligung für das Segeln gut bezahlen, was jedoch auch einige Segler abhält hierher zu kommen und wobei der Gegenwert von vielen Seglern in Frage gestellt wird.

Die Malediven werden von Seglern kaum wegen des Segelns besucht – schon eher wegen der grandiosen Natur und weil sie für viele Segler auf der Route durch den Indischen Ozean liegen – der Agent fragte mich nach Bedürfnissen der Segler und Festhalten derselben in einem Grobkonzept, was ich gerne tat.

Anfänglich dachten wir, dass die vorgesehene Zeit von 6 Wochen nicht enden werde und schwupps sind 2 Monate seit unserem Einklarieren vergangen

Abgesehen von einem Motorenproblem (Märzbericht), das sich glücklicherweise in Minne auflöste, hatten wir keine grösseren Sorgen – konnten das Seehandwerk ruhig angehen – angespannte Momente gab es praktisch nur bei der Wahl und Anfahrt der meist heiklen Ankerplätze.

Die Hitze, vor allem wenn es keinen Wind gab, machte zu schaffen – jedoch gesundheitlich  erging es uns erstaunlich gut – wir wurden abgesehen des erwähnten Sturmes auch noch nicht besonders gefordert.

Nun setzen wir Segel für die Weiterfahrt südwärts nach Rodriguez, das von all unseren Kollegen die bereits da waren gelobt wird – haben 1350 Seemeilen über offene See vor uns  und hoffen auf „anständiges Wetter und Winde“

Solches wünschen wir euch ebenfalls – bis später

 

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Aktuell März 2016 

Von Sri Lanka zu den Malediven

Wir wollen weiter – die Bordfrau ist fit – der Schreiber nach 10 Tagen lausiger Erkältung mit Husten und laufender Nase auch wieder – der Papierverbrauch mit etlichen Servietten, Haushaltpapier, Nastücher und Rollen Toilettenpapier nahm ungeahnte Ausmasse an – nach diversen Einkäufen (Lastverteilung) sind wir für die Reise zu den Malediven und die geplante Zeit von ca sechs Wochen in den Atollen vorbereitet.

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Neues Crew-Mitglied an Bord

Einige Tage vor dem Start erreichte John (74 J) mit der „SY Invictas Reward“ UK, begleitet von Mark einem jungen Schweizer auf Weltreise und einem Maledivianer, von den Malediven kommend Sri Lanka – letzterer musste in Colombo einen Arzt aufsuchen – er ist ansonsten gelegentlich Seemann auf Cargoschiffen und will von hier aus wieder zurück – es lag auf der Hand dass er mit uns kommen möchte – sollen wir – sollen wir nicht – ein nicht ganz einfacher Entscheid für uns, die keine Fremden auf Törn mitnehmen und gewohnt sind… – John & Mark äussern sich zurückhaltend über Mohammed (Name geändert) und gewisse Manieren- auf Grund dafür dass die Behördensache einfach ist, stimmen wir schliesslich zu.

Der Deal „Hand gegen Koje“ wurde per Handschlag besiegelt – in diesem Fall hiess das (unter Zeugen): er wird nicht von uns angeheuert / keine Bezahlung – wir übernehmen Kost & Logie – er geht in Uligam wieder von Bord – wir erhoffen uns eine gewisse Entlastung beim Segelhandwerk (meine Schultern werden es allenfalls zu schätzen wissen) und ausserdem angenehmere Nachtwache mit der Aussicht auf 3 Std Nachtwache / 6 Std Schlaf statt Wechsel alle 3 Std.

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Überfahrt von Galle, Sri Lanka nach Uligam im Norden der Malediven – 450 Seemeilen

Seit Tagen checken wir die Windbedingungen für dieses Seegebiet – ca. 450 Seemeilen, eigentlich ein Klacks bei guten Winden – wir rechnen mit 4 Tagen bzw. 3 – 4 Nächten

Am Samstag 27. Februar legen wir ab in der Hoffnung, dass der erste Tag wie so oft etwas mehr Segelwind bereit hält als angekündigt – dem war leider nicht so – hätte ja sein können (;-)

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dafür gab es vorerst viel Grossschifffahrts-Verkehr, sowie Gegenströmung und schier endlosen Schaukelkurs in allen Dimensionen – viele „alte Wellen“ aus allen Richtungen – versuchte lange vergeblich ein Wellenmuster auszumachen – somit unruhige erste Nacht – es folgten andern Tags dafür angenehme Segelverhältnisse – nun haben wir unter Vollbesegelung eine gute Brise aus Nordost – so geht es weiter in die zweite Nacht und den nächsten Tag mit zunehmendem Wind – nun mit langen Wellen und Mitstrom sind wir schnell und stabil wie auf Schienen unterwegs – „Freude herrscht“ (;-) – sollten die Verhältnisse so bleiben, erreichen wir die Malediven bereits morgen Abend – bei Dämmerung vor der dritten Nacht aber lässt der Wind immer mehr nach, sodass wir noch zwei Nächte unterwegs sein werden – auf dem AIS sind zwei rel. grosse Segelyachten zu sehen, welche uns parallel mit rel. hoher Geschwindigkeit unter Motor überholen – sie haben es eilig und wollten eine Nacht weniger opfern, wie zu erfahren war, als wir sie dann in Uligam wieder trafen – selber segeln wir weiter und müssen auch noch verlangsamen um dann Übermorgen bei Morgendämmerung den Ankerplatz anzufahren – wir segeln nur mit gerefftem Vorsegel und erreichen punkt- und zeitgenau während Skippers Wache zwischen zwei Inseln die Anfahrt zum Ankerplatz – zuvor gab es starke Versetzungen durch Nordwest setzende Strömung.

Malediven – eine neue Wasser-Welt

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2. März 2016: Noch eine Seemeile bis zum Ankern: Gastland- und Quarantäne-Flagge setzen – Motor starten – Genua einrollen – sorgfältige Anfahrt über Korallen und sandige Flecken – fünf andere Segelyachten sind schon hier – Anker fallen lassen – wir sind da – im Paradies wie es scheint – gehe gleich ins super klare Wasser (Anker-Check) – bald kommt auch schon der Agent (obligatorisch vorgeschrieben) mit den Behörden an Bord – angenehm und freundlich ist das Einklarieren in 30 Minuten erledigt

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Als wir uns für die effiziente Erledigung bedanken, meint der Agent schelmisch… „ja wir sind nicht Sri Lanka oder Indonesien“…

Für den jungen Agenten haben wir nur ausserordentliches Lob – das deutete sich schon früh mit postwendenden klaren Antworten und beim Empfang mit kalten Getränken und bereithalten von Tel-/ Internetkarten an – er ist bekannt für seine ausserordentlichen Bemühungen, den Yachties den Aufenthalt auf den Malediven angenehm zu gestalten, gibt es doch einiges zu beachten was speziell für die Malediven gilt – dies jederzeit auch nach Bezahlung der Gebühren als wir dann unterwegs sind.

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Einmalige Erfahrung

Auf der Fahrt hierher stellte sich schnell heraus, dass unser zusätzliches Crewmitglied, eigentlich recht umgänglich, jedoch keine grosse Hilfe war und vom Segelhandwerk entgegen seinen Äusserungen keine grosse Ahnung hatte – die Bordfrau zeigte ihm einiges… er verstand sich offenbar als Guide in Bezug auf Beratung für die Malediven – aus Seglersicht mit z.T. unverantwortlichen Vorschlägen – telefonieren, schlafen und fischen waren seine Lieblingsbeschäftigungen – so gab es auch frischen Fisch – kurzum, wir stellten uns darauf ein, da es ja nur ein paar Tage seien – zwei Mal mussten wir eingreifen weil wir Bedenken hatten, dass er über Bord gehen könnte – es kümmerte ihn kaum, dass er in der Bugtoilette eine Überschwemmung hinter liess – auch sonst stieg der Wasserverbrauch plötzlich unglaublich – ausserdem hatten wir Bedenken wenn er auf Nachtwache war: das Boot wurde u.a. wegen Strömung und Winddrehung massiv versetzt und seine Manieren waren tatsächlich… na ja…etc…

Nach Ankunft schaute er halbherzig wie er auf seine Insel nach Hause kommt – zwei Tage später (er ist Muslim) nach dem er im Dorf beim Freitags-Gebet war, verkündete er, dass er von Bord gehe, es gebe eine Fähre – als er mit dem Koffer in der Hand bereit war, fragte er was wir ihm an Bezahlung geben würden… wir waren perplex… – hatten wir doch eine klare Vereinbarung getroffen und ansonsten nur Kosten sowie Mehraufwand und einige Sorgen mit ihm – hatten ausserdem das Gefühl auch einen Sozial-Beitrag (inkl. Geld für Behörden, Fähre etc…) geleistet zu haben – wir waren masslos enttäuscht – so nicht – ich setzte ihn an Land.

Weil er auf unserer Crewliste stand, besprachen wir die Situation mit unserem Agenten – dieser meinte dass es leider typisch sei für Malediven-Crew, dass sie nicht halten was sie vorgeben und am Schluss noch Ärger bereiten, wie er selber erfahren musste, als er für Cruising-Yachten Crew-Mitglieder vermittelte und sich die Eigner danach bitter beschwert hätten – wir werden’s verdauen und haben jedenfalls unsere Schlüsse daraus gezogen

Bald südwärts zu andern Atollen, Inseln und Lagunen

Vorerst etwas relaxen – das 500-Seelen-Dorf Uligam ist schnell besichtigt – in den 3 kleinen Läden gibt es Basisware – wenn das Versorgungsschiff kommt auch Gemüse

Am Abend nach Ankunft wird von den Locals ein Dinner für die Crews der vor Anker liegenden Yachten organisiert – vielfältig und mit Liebe zubereitet – jedoch, weil mit viel Curry, nicht ganz nach meinem Geschmack – was soll’s, die meisten scheinen es zu mögen und wir lernen die andern Crews kennen aus England und je zwei aus Deutschland und den USA,– an unserem Tisch wird heftig zwischen und mit den Amerikanern über die derzeitigen Präsidentschaftswahlen diskutiert

Bereits hier am Anlerplatz bekommen wir eine Vorahnung von klarem Wasser, weissem Sand und Korallen, sowie Fischen die zum Boot kommen

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In den Malediven zu Gast als Segler

… das bedeutet sich neben den Landes-Regeln auf eine besondere Wasserwelt einzustellen, in welcher wir uns in den folgenden Wochen aufzuhalten gedenken.

Der Islam ist Staatsreligion – andere Religionen sind verboten – die Malediven sind seit 1965 unabhängig und haben entsprechend islamischen Begebenheiten strenge Gesetze: „Allah hat immer Recht!“ – was dem Vernehmen nach schon mancher „Westler“ zu spüren bekam und kurzerhand ausgewiesen wurde.

Während in den Resorts – lies für Touristen – westliche Sitten (Alkohol, Kleidung etc.) gelten, wird in der Öffentlichkeit „gesittetes“ Benehmen, besonders was Kleidung für Frauen anbelangt, erwartet.

Ein Atoll reiht sich eines nach dem andern und nebeneinander von Nord nach Süd über eine Distanz von 850 Km Luftlinie – total 19 Hauptatolle – mit unzähligen kleinen Inseln von Riffen umgeben – nur 220 Inseln sind bewohnt – die wenigsten davon dürfen von Ausländern besucht werden – die Regierung will damit, wie uns gesagt wurde, verhindern, dass die Einheimischen schlechten Einflüssen wie Alkohol (für Muslime verboten) ausgesetzt werden – trotzdem… erst kürzlich wurden wir von einem Coastguard-Angestellten (Muslim) nach Zigaretten und Bier gefragt – was strafbar ist, jedenfalls für uns… – es ist ebenfalls verboten Einheimische an Bord zu lassen…was wir auch gar nicht wollen…

Die Malediver selber sind freundlich und aufgeschlossen – Touristen auf den Hotelinseln leben in den für Ferien eingerichteten Betrieben in einer (andern westlichen) Atmosphäre wo sie wenig vom Alltagsleben mitbekommen – einerseits gibt es neu auf einer bestimmten Insel die Möglichkeit für Touristen das Zusammenleben mit der Bevölkerung zu pflegen, andererseits wird von Regierungsseite her offenbar wieder vermehrt auf islamische Traditionen Wert gelegt wie das Kopftuch tragen…

Nicht alle Resorts wollen, dass Segelboote in ihrem Revier ankern, was problematisch sein kann wenn gegen Abend ein Alternativ-Ankerplatz gesucht werden muss – wegen der Lichtverhältnisse (Sicht und Farben der Riffe und Korallen, werden bei sinkender Sonne oder Gegenlicht grau) ist es angezeigt, einen Ankerplatz zwischen drei und spätestens vier Uhr nachmittags anzulaufen.

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Die vielen Untiefen mit oft unerwartet rasch ansteigenden und bis unter die Oberfläche reichenden Korallen, Riffs und Sandbänke machen das Segeln innerhalb der Atolle (generell 30 – 50m tief) zu einem anspruchsvollen Cruising-Gebiet, während dessen die Tiefe ausserhalb der Atolle sofort auf mehrere hundert Meter abfällt – es ist nicht ratsam, kann sogar gefährlich sein nachts innerhalb eines Atolls unterwegs zu sein.

Ankern in grossen Tiefen hat seine Tücken – Gefahr dass sich Anker dort verhakt – man bedenke Ankertiefen von 20 m (ergibt ca. 60 m Kette) sind eine grosse Belastung für die Ankerwinsch.

Fortbewegung nur am Tag – zw. 09:00 und 15-16:00 wegen Farberkennung Riffe, Korallen – d.h. bei guten Verhältnissen ca 30 Seemeilen Bewegungsraum.

Wir sind ca 6 Wochen in den Malediven und werden etwa 600 sm (Luftlinie 450 sm) zurücklegen – somit durchschnittlich ca 15 sm / Tag als Grundlage – bei Stopps entspr. längere Distanzen vorsehen oder mal in tiefem Wasser ausserhalb der Atolle eine Nachtfahrt einplanen.

Vorsicht wegen Bumps die sich unmittelbar aus 40m Tiefe bis an die Wasseroberfläche erheben können

Karten sind selten genau – oft versetzt – auf Karte fährt man oft über Land – am besten fährt es sich zusätzlich mit Google-Map – mögliche Ankerplätze (Farbe etc) sind damit besser überprüfbar

Die Tide beträgt lediglich 0.5 – 1 m, kann aber entscheidend sein ob z.B. eine Lagune erreicht werden kann oder nicht.

Los geht’s südwärts

8 Karte Malediven
Leider lässt der Wind in den folgenden drei! Wochen zu wünschen übrig – sodass wir wie andere Segler auch, die wir ganz selten sehen, meist das eiserne Segel in Betrieb nehmen müssen, lies Motor, wenn wir ein Tagesziel erreichen wollen.

Oft sehen wir überhaupt niemanden oder weiter weg ein Fischerboot, eine kleine unbewohnte Insel

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Nach Einfahrt zwischen Riffen und Ankern auf Sandboden, Besuch in einem Dorf (wo Betreten erlaubt ist)

10 beim Dorf
Gepflegtes Ambiente, saubere Strassen, (weisser Sand), schöne Häuser, freundliche Leute, aufgestellte Jugendliche

11 Jugendliche beim Volleyballspiel
… halt echtes Malediven-Feeling

12 Abend im Dorf
In Kulhudhuffushi sind wir im Kommerzhafen mit SY Flomaida DE und SY Caduzeus UK willkommen – gehen einkaufen – diese jungen Damen weisen uns den Weg zum Geldautomaten

13 Kommerzhafen Kulhudhuffushi 14 weisen uns den Weg
Praktisch täglich tauchen Delfine auf – meist am Ankerplatz zu unserer Begrüssung!?


15 Delfine zur BegrÅssungAnkern ist oft wie erwähnt nicht einfach – an diesem Ort am Morgen vor Wegfahrt bzw. Anker auf, nochmals mit Schnorcheln Situation geschaut – mit sorgfältigem Vorwärts- dann Rückwärts- und nochmals leichtem Vorwärtsfahren unter ständigem Heben des Ankers war es schliesslich kein Problem frei zu kommen.

16 Kette in Nacht bei Tidenwechsel um 2 Stîcke
… passieren diese Idylle

17 passieren Hebadhoo
… und ankern bei einem kleinen namenlosen und unbewohnten Inselchen, wo ich auf den Mast stieg um einen Check am Windmesser vorzunehmen, bei welchem sich etwas Korrosion an den Kontakten gebildet hatte

18 Check Windmesser
… statten dem Traumflecken mit dem Beiboot noch einen kurzen Besuch ab – die Vegetation ist undurchdringlich, so dass es bei einem Spaziergang auf Sand am Strand bleibt

18 19 Erkundung der Insel
Nach Verlassen des einen und Einfahren in ein weiteres Atoll, dem Faadhipollhu-Atoll (;-) gehen wir bei einem Resort wo Yachties willkommen sind an eine Boje, – die Gäste kommen und verlassen den Ort mit dem Wasserflugzeug – alles ist gut überwacht – trotzdem hat uns ein Sicherheits-Mann nicht gesehen als wir mit dem Beiboot zum Ufer kamen – er geriet in Aufregung – wie konnte ihm das passieren… wir müssen ihn fast trösten – er telefoniert zuerst eine Zeit lang – dann wird gewünscht, dass wir vor Anker gehen – die Boje ist für einen Touristen-Segler (ohne Segel) reserviert, der später kommt – als wir dann wieder mit dem Beiboot zum Steg kommen, werden wir gleich von vier Sicherheitsleuten erwartet und zur Rezeption geführt, wo uns wiederum vier Angestellte gleichzeitig in Empfang nehmen – es war ein tolles Resort und wir erhielten ein gediegenes Dinner – alles zu einem „einmaligen Preis“ , der es uns wert war.

20 Wasserflugzeug beim Kuredoo-Resort 21 am Pool
Vom nächsten Ort den wir nach nur 12 sm anfahren gibt’s leider kein Foto – aber der Ankerplatz auf weissem Sand in ca. ½ Seemeile vom Ufer entfernt, erhält von uns 10 Punkte in Bezug auf einmaliges Malediven-Feeling: eine kleine einsame Insel mit unendlich langen weissen Sandbänken die sich in der Ferne zur nächsten Insel hinziehen – soooo schööööön, dass es für mich schwierig ist dies zu beschreiben – man muss es (sorry) selber erleben.

Am folgenden Tag dann zwei Probleme die uns zu schaffen machen, bzw. den Wunsch aufkommen lassen nach unproblematischen Tagen z.B. zu Hause! – sollen uns doch die Malediven… – der Karten-Plotter setzte wie schon in Summatra aus – also Zugriff auf Backup-System – wird es möglich sein

dies hier evtl. in der Hauptstadt Male zu rep. oder … das Problem konnte später mit einem Reset rel. leicht gelöst werden – im Weiteren legten wir, weil kein Wind, eine grössere Strecke unter Motor zurück, um dann mit leicht aufkommendem Wind doch noch zum nächsten Ankerplatz zu segeln – in dessen Nähe dann wieder Motorstart… doch nichts tat sich… somit schwieriges Ankern unter Segel über steil abfallendem Korallenboden mit Sandflecken – einige Zeit danach (Ursache unbekannt) löste sich das Problem wie von selbst – aber wird dies wieder geschehen???

Da ist man an einem wunderschönen Ort – kann es aber nicht geniessen, weil das Ungewisse nagt…

Bevor wir am nächsten Morgen wegfahren kommen unzählige Fische zum Boot

22 Fischbesuch am Morgen
Ziel ist das 32 sm entfernte, Gaafaru-Atoll, von welchem wir Morgen zum Nord-Male-Atoll weiter wollen.

Das kleine ringförmige Gaafaru-Atoll mit 10 Km Durchmesser hat drei Durchbrüche, wo man einfahren kann – wir haben mässige, etwas milchige Sicht – das Atoll ist erst eine halbe Seemeile vorher zu erkennen und das auch nur an der helleren Farbe des unter Wasser liegenden Korallen-Rings – weil es keinen Wind hat gibt es auch keine Wellen wie sie sonst an Riffen zu sehen sind – dann noch die Einfahrt suchen – die Karte ist versetzt – im Atoll drinnen dann 2 Delfine die herankommen – toll – etwas später kommt auf der Nordostseite die SY Caduzeus ebenfalls ins Atoll wie auf dem AIS zu sehen.

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Von hier aus wollen wir in zwei Etappen nach Hulumale einer Lagune nördlich der Hauptstadt Male gelegen – in Male selbst ist es praktisch unmöglich zum Ankern – nach der ersten Etappe treffen wir am Ankerplatz wieder die beiden SY Flomaida und Caduzeus – auch an diesem Tag konnten wir etwas segeln – zuckelten aber in drei Stunden gerade mal 5 sm weit, von 32 die es zurück zu legen galt – also mit Motor weiter – perfid wie schon ein paar Mal an den Tagen zuvor, setzte kaum am Ankerplatz, eine schöne Brise ein die auch nachts anhielt und natürlich mussten wir am nächsten Tag wieder den Motor bemühen – nach ruhigen Zeiten ist es dann vorbei – je näher wir nach Hulumale und Male kommen desto mehr Schiffsverkehr, Resorts, Touristenbetrieb und Versorgungsschiffe gibt es – u.a. begegnet uns dieser kopflastige Fischer-Kahn

23a Fischer nach linbks fahrend  iost etwas kopflastig
Es gibt schönere Ankerplätze als die In der Lagune von Hulumale – hier herrscht viel Fährbetrieb, grosse Fischerboote, Motoryachten, Tauchboote, kleine Frachtboote und ein paar Segelboote finden sich hier ein und damit auch der Verkehr von den Booten zum Ufer – zusätzlich der lärmige Flugverkehr des internationalen Flughafens– aber es ist ein geschützter Ort.

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Kehrrichtverbrennung bei der Einfahrt in die Lagune

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Die Hauptstadt Male wo fast alles erhältlich ist, ist von hier in Hulumale mit der Fähre in 20 Minuten zu erreichen – Kosten 5.5 Rufies / Person (35 Cents)

Viel Betrieb in der Fährstation – die Fähren kursieren im 20 Min. Abstand und sind praktisch immer mit ca 50 Personen besetzt
(Bild 27, wird nachgeliefert)
Auf knapp 2 Quadrat-Km Fläche leben in Male auf kleinstem Raum 130‘000 Personen, das ist fast ein Drittel der Maledivenbevölkerung – für junge Leute nahezu die einzige Chance, Arbeit zu finden

28 Anfahrt Male mit FÑhre
Die Metropole beherbergt den Präsidentensitz und ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum

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Neben Emsigkeit, hier beim Früchte- und Gemüsemarkt, nehmen diese Männer ein Time-out für ein Spiel auf dem Gehsteig

31 emsige GeschÑftigkeit beim Fisch- und GemÅsemarkt 32
Am 22. März verlassen wir nach 5 Tagen das „Mittelfeld“ der Malediven und ziehen weiter südwärts

Nach einer geschäftigen Zeit hier mit Lösen von technischen Fragen zusammen mit Freunden, Diesel bunkern, Einkäufen in Male sowie Austausch von Informationen unter den Seglern beim Sundowner verlassen wir Hulumale.

… passieren vorerst einige Tanker und grosse Frachtschiffe, danach eine Insel der ständig viel Rauch entsteigt, wo offenbar Abfälle verbrannt werden – erreichen bald das Süd-Male-Atoll, wo es ruhig wird und sich mehrere Hotelinseln befinden

… ankern bei absolut ruhigen Bedingungen „in der Prärie“ im Nirgendwo an der Ostseite des Südmale-Atolls

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… erleben einen prächtigen Sonnenuntergang – immer von Neuem eine feine Sache

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… während fast gleichzeitig im Osten der Mond aufsteigt

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Am folgenden Morgen starten wir früh zum 42 Seemeilen entfernten Süd-Ari-Atoll, wo wir die Schweizer-Crew der „Mabuhay“ treffen werden – das Wasseroberfläche ist ruhig wie in einem Dorfteich – die Sicht ist milchig und mässig, so dass Himmel und Wasser ohne Kontur in einander fliessen – also Fahrt mit zwar klarem Ziel jedoch verschwommener Zukunft…

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Wie diese aussieht in einem späteren Bericht

Aktuell Februar 2016

Galle Stadt im Süd-Süd-Westen von Sri Lanka

Absicht: 3 – 4 Wochen Aufenthalt in Sri Lanka – Boot bleibt so lange am Steg in Galle, da es sonst an der gesamten Küste praktisch keine Marinas oder sichere Ankerbuchten gibt (Ausnahme Trincomale an der Ostküste) – dann weiter zu den Malediven.

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Im Hafen: wir liegen mit Bug-Anker und Heckleinen an einem mässig Vertrauen erweckenden Steg aus Plastik-Elementen – alles immer in Bewegung – zur Zeit ist bis ca. Anfang April Nordost-Monsun, d.h. der Steg-Platz ist relativ gut geschützt – letztes Jahr ist bei einem West-Monsun-Sturm der Steg samt Booten an das Ufer geworfen worden – ein demoliertes Segelboot auf dem Pier zeugt noch davon

Das Einklarieren war ähnlich dem in Sumatra (siehe Januar Bericht) – jedoch mit Erleichterung dadurch, dass ein obligatorisch angeheuerter Agent die hauptsächliche administrative Angelegenheit erledigt –  jedes Mal wenn wir das Hafengelände verlassen oder wieder betreten, müssen wir uns am Kontrollpunkt ausweisen und oft die Taschen öffnen und fast jedes Mal fragen die Beamten ob wir etwas für sie haben…

1a
Ein paar Fischer bevölkern mit ihren Auslegerbooten die Bucht – die Bauweise der Boote  ist typisch für Sri Lanka, wo die sehr schmalen Boote sonst am Sandstrand liegen und beim Ablegen die ankommenden Wellen durchbrechen müssen ohne zurückgeworfen zu werden.

Am Rand der Bucht liegen einige vor sich hinsiechende Boote – etwas weiter werden Frachter mit Zement entladen und verbreiten je nach Windlage entsprechend schmutzige Luft – neben uns befinden sich Sicherheitsboote, welche mit den Tankern und Frachtern in der Seestrasse vor Sri Lanka in Verbindung stehen und täglich ausfahren. Unweit wird ab und zu an der neuen Marina gebaut – seit 2013 „under construction“

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Am Ufer werden Kokosnüsse gepflückt, wobei die Fussgelenke des Pflückers mit einem Riemen verbunden sind und er mit „Hüpfbewegungen“ die Palmen besteigt –

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Einladung: am selben Tag unserer Ankunft wurden alle Segler-Crews zum BBQ auf dem Pier bei diesem Pracht-Segler eingeladen, eine 56 m lange Ketsch mit 10 Crew-Leuten sowie zusammen mit 14 Crew-Leuten einer riesigen Motor-Yacht – totale Luxusboote – eine andere Welt – die Eigner der Yachten sind nicht da – kommen irgendwann irgendwohin – dann muss das Schiff vor Ort sein – herzliche Begrüssung durch den Kapitän und die flotte junge Crew – neben feinem Essen und Trinken zeigt uns ein Deck-Matrose (angehender Schiffs-Ingenieur) das ganze Schiff – alles vom Feinsten – mit unglaublicher Elektronik und Ausrüstung – nebenbei: die Eigner-Kabine hat fast die Ausmasse unseres Bootes und ist jedenfalls breiter.

3 Old Gate

in der Stadt Galle:

wie üblich in den nächsten Tagen sind wir zu Fuss und mit dem Drei-Rad-Taxi unterwegs – vorerst mit Joseph, einem Tour-Organisator, der uns ständig Vorschläge macht, was wir tun sollten – es wird uns lästig, gegängelt zu werden – z.B. seinen Bruder zu besuchen, weil er sich mit uns gerne auf Deutsch unterhalten wolle, ist wie sich erst dann herausstellt in Wirklichkeit ein Juwelier… etc.

4 auf der Fortmauer
Eindrücklich die Altstadt, einem ehemals portugiesischen Fort das von den Holländern erobert und ausgebaut wurde, bis 1796 die Herrschaft der Engländer begann wovon das heutige Altstadtbild geprägt ist.

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Die neue Stadt ist voller Lärm, Verkehr bzw. einem „chaotischen Gewusel“ mit vielen Polizisten und Wachpersonal – dauernd wird man angesprochen oder es wird versucht direkt etwas zu verkaufen –
beim Fischmarkt ist es etwas ruhiger – wir beobachten während einer Stunde wie über zwei Dutzend  Locals ein weit draussen in der Bucht ausgelegtes Fischernetz an Land ziehen – das Resultat ist deprimierend – viel Arbeit für wenig Beute: ein Barakuda, einige Kleinstfische und viel Plastikmüll

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Inlandreise ins Hochland

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Mit Zug, Auto, Bus, stundenweise zu Fuss und in einem Nationalpark mit Fahrrädern, unternehmen wir zusammen mit unsern Boots-Nachbarn Rita & Werner eine von den beiden  vorgeschlagene, selbst organisierte Landreise – hier ein paar wenige Eindrücke:

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seltsame Klänge in einem Hindu-Tempel in Colombo

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Leena unterzeichnet einen Vertrag (Gästebuch) in einem Ratszimmer mit den damaligen holländischen Kolonialherren in der Hauptstadt Colombo

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weiter mit dem Zug im angehängten Aussichtswagen von Colombo nach Kandy, dem ehemaligen Königreich – die abenteuerliche Fahrt geht nach einer gewissen Zeit aufwärts durch Dschungelgebiet und schlängelt sich durch Tunnels und an steil abfallenden Hängen entlang ins Bergland, wo es bedeutend kühler, auch angenehmer ist, als auf Meereshöhe –

12a Königspalast von Kandy
der Königspalast, ein buddhistischer Tempel in welchem die Reliquie des linken oberen Eckzahns von Buddha aufbewahrt wird (;-) – acht Könige regierten hier bis die Engländer das Zepter übernahmen

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„Kandy-Dance“ war eine sehenswerte Tanz-Show begleitet von Trommlern, welche eine unglaubliche Fertigkeit zeigten

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beim Elefanten-Camp

13b 13c 13d
in Sigiriya (Schlund des Löwen) ersteigen wir den von Lustgärten umgebenen Felsen mit steilen Treppen und schliesslich prächtiger Aussicht
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im archäologischen Bezirk von Polonaruwa sind wir mit dem Miet-Fahrrad im weiten heiligen Viereck unterwegs – eine spannende Kulturunternehmung verbunden mit Fitness

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Teeplantagen im Hochland (1900 müM) – einer der schönsten Gegenden Sri Lankas wie wir bei einer Fahrt von Nuwara Eliya nach Ella sehen konnten und viel über den aufwändigen Teeanbau erfuhren

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nach einer Woche ging’s in sechs stündiger Busfahrt, davon eine Stunde stehend im gedrängten Bus, südwärts nach Galle zurück – Anmerkung: die interessante, eindrückliche und volksnahe Fahrt kostete 280 Rupien pro Person (ca. 2.-CHF)!

Umgebung der Südküste

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Nach unserer Inland-Tour mussten wir feststellen dass die Krähen sich offenbar wohlfühlten auf unserem Boot  in unsere Abwesenheit – zu sehen an der Hinterlassenschaft, lies Vogeldreck –  eines der wenigen Gewitter hier half bei der Reinigung – es gibt Tausende und abertausende Krähen besonders in Galle – manchmal erfüllt ein unglaubliches Gekrächze die Abendstunden.

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unweit an der Südküste können in uralter Tradition die Stelzenfischer bewundert werden

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mit Pahan „unserem“ fast täglichen Tuk-Tuk-Fahrer (3-Rad-Vehikel) hatten wir viel Glück  – er ist ein freundlicher offener und bescheidener Mann, dem wir vieles zu verdanken haben – er zeigte uns abseits der Touristenplätze vieles was Normaltouristen nicht zu sehen bekommen und lud uns auch in sein Haus bei seiner Familie zum Essen ein – wir wussten dies ausserordentlich zu schätzen und uns auch zu revanchieren – sein früheres Haus wurde beim Tsunami 2004, der selbst hier starke Verwüstungen hinterliess, zerstört – der Staat half mit für ein neues Haus, nun an einem etwas sichereren Platz.

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Mit vielen neuen Erlebnissen, Begegnungen und Eindrücken zu Lande, wenden wir uns wieder der See zu und verlassen am 27. Februar 2016 Sri Lanka – ausnahmsweise zu dritt – Wahid ein Maledivianer (sagt man so?) ist vor ein paar Tagen mit einem Segelboot, das von den Malediven kam und gegen den Wind zu kämpfen hatte, hier angekommen – statt zurück zu fliegen wird er nun uns begleiten – mehr darüber nächstes Mal