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Nach einer ausgefüllten Zeit, oft mit andern Yachties zusammen, beschliessen wir zu dritt, die Fahrt nach Panama zur Shelterbay-Marina, in der Nähe der Schleusen zum Pazifik anzutreten.
Mit der Morgendämmerung, am 14.4. legen wir, die 3 SY „Genesis“, „Forty-Two“, beide BRD und die „Nicone“ ab. Bei der Buchtausfahrt taucht eine Schildkröte auf und ab Südspitze der Insel begleiten uns lauter kleine Delfine fast eine Stunde lang. Die seit Tagen schwachen Winde aus Nord-Ost bleiben uns, vorerst wie erwartet bis Mitternacht des 2. Tages erhalten. Dann gibt es ein paar Knoten mehr Wind, jetzt 10 – 14 Knoten sowie etwas Mitströmung und kaum Welle, so dass wir die letzten 70 der 260 Seemeilen, entgegen Wettervorhersage, mit unerwarteten 6 – 7 Kn Geschwindigkeit zurück legen können. Unsere persönliche Taktik erübrigte sich deshalb: Gemäss Prognosen hätte der Wind vor der Küste Panamas weiter abnehmen sollen, weshalb wir einen mehr östlichen Kurs einschlugen, um dann das prognostizierte windarme letzte Drittel mehr räumlich und unter Spi zu segeln.
Unterwegs hatten wir zu bestimmten Zeiten Funkkontakt und wussten somit Position und spezielle Vorfälle von jedem der 3 Boote. Bei der „Genesis“ ist der autom. Pilot „ausgestiegen“, benützte dann die ebenfalls vorhandene Windfahnensteuerung – Die „Forty-two“, welche ebenfalls über AIS (Autom, Identifikations System) verfügt, beobachtete, dass wir uns mitten in der ersten Nacht in kritischer Position befanden, als uns ein Tanker in nur 0.4 sm achtern mit 19 Kn Speed, sowie ein Frachter 5 Min später in 1 sm Distanz mit 14 Knoten Speed, vor dem Bug passierte,. War kein Problem, wir hatten genaue Kontrolle, dennoch sind es etwas mulmige Gefühl, wenn man sich zwischen den mehr oder weniger beleuchteten Riesen befindet. Andererseits meldete die „Genesis via Funk“, dass wir der „Forty-Two“ ein paar Delfine von den ca 40 Stück! abgeben könnten welche die „Genesis“ und die „Nicone“ (zu diesem Zeitpunkt nur ca 300 m voeinander entfernt) begleiteten – sie selber sahen keine.
Shelterbay-Marina / am Tor zum Pazifik:
Bei der Anfahrt zum Panamakanal bzw den Wellenbrechern und der dahinter liegenden Marina, konnten wir im Dunst, in 6 sm Distanz voraus, 2 grosse Pötte ausmachen – Das AIS zeigte zu diesem Zeitpunkt 34 Tanker und Frachter, welche sich ausser- und innerhalb der Anfahrt zum Panamakanal befanden und auf ihre Abfertigung warteten – die meisten am Anker.
Alle 3 Boote erreichten im Laufe des 3. Tages die Shelterbay-Marina. Sie befindet sich innerhalb der langen Wellenbrecher nahe der Zufahrt zum Panamakanal mit den Gatunschleusen. Ein emotionaler Moment am Tor zum Pazifik zu sein, obwohl wir noch nicht durch den Kanal fahren werden. …und wen treffen wir hier wieder nach Guadeloupe – unsern Freund Roland aus dem Nachbardorf in der Schweiz! Er hat alles arrangiert und kann in 3 Tagen durch den Kanal in den Pazifik fahren – er sucht noch nach Linehandlers , die für die Passage vorgeschrieben sind – gerne melden wir uns.
Dass die Marina unmittelbar vom Dschungel umgeben ist, merkt man vorerst vor allem morgens und abends wenn die Brüllaffen ihr dumpfes Herdengeschrei von sich geben.
Wir geniessen den Luxus der Marina mit wunderbaren Douchen, einem Pool, der geschützten Lage, Gratisbus nach Colon etc.
Impressionen – Von Providencia Island nach Panama:
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