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Gemäss uns vorliegenden Informationen haben wir neugierig gemischte Gefühle was uns erwarten wird in Suriname.
Nach einer schönen Woche bei den Palmeninseln von Iles du Salut, legen wir am 16. Oktober um 02.00 ab. Mit Leichtwind geht’s durch die sternklare Nacht. Am folgenden Mittag dümpeln wir dahin – aushalten oder Motor – wir entscheiden uns für gemächliches Weitersegeln. Die Wetterprognosen meldeten auch für den nächsten Tag mehr Wind als es tatsächlich gab – was sie nicht voraussagten war eine sich schnell nähernde schwarze Front – also stark reffen und langsam weiter – unsere neue Regenhutze bewährt sich dann bei etwas Turbulenzen und starkem Regen. Etwas schwierige Verhältnisse in der Folge: wenig Wind, drehend, auf Nase, viel Wind., Regen ohne Wind, dafür Welle… nicht gerade das aus dem die Seglerträume sind.
Mit der Anfahrt des Paramaribo-Rivers am Tag darauf wird das Wasser immer brauner und der Wind nimmt ständig zu. Plötzlich müssen wir gegen Wind von 27 Knoten sowie gegen enorme Strömung und Wellen ankämpfen. Dies hat zur Folge dass wir mit dem Boot 45° vorhalten müssen und in der betonnten Seestrasse kaum vorwärts kommen.
Da lässt man sich fast 200 sm von gemächlicher Fahrt einlullen und wird dann zum Schluss noch ganz anspruchsvoll gefordert.
Wir ankern in der Nähe anderer Segelyachten in Paramaribo – die freundliche Harbor-Police kam vorbei, füllte selber das Registrierungs-Formular aus! Werden dann noch gebeten, das Boot doch etwas zu verlegen, da wir (unbeabsichtigt) direkt vor dem Präsidentenpalast geankert hatten – klar kein Problem – bevor die Polizisten wieder in ihr Boot hinüber wechselten, bedankten sie sich für unsere Cooperation!
Mit Visabeschaffung und Taxifahrten zwischen Botschaft und Immigrationsbüro vergehen fast zwei Tage. Die MAS (Maritime Authorithy Suriname) brachte noch ein Formular vorbei – wir sollen es ausfüllen und dann zum nahen MAS-Büro bringen – machen wir – als wir dort eintreffen: 2 Sicherheitguard diskutieren, dann schickt uns ein weiterer Sicherheitsposten zum besagten Büro – drei weitere Personen beschäftigen sich mit unserem Formular das den Stempel ihres Büros trägt – niemand weiss etwas damit anzufangen – einem Franzosen erging es ähnlich – er meinte lapidar: „Folklore eben“
Paramaribo ist holländisch geprägt und viele Bauten und Strassen zeugen von der früheren Kolonialherrschaft. Wir verbringen alsdann in Domberg ca 10sm flussaufwärts unbeschwerte Tage in angenehmer Gesellschaft von ansässigen Holländern und mehreren holländischen Yachties, die viele Tipps und Hinweise geben, u.a. dass praktisch neben unserem Boot in der Ufervegetation ein kleines Krokodil lebe und es auch Piranhas gebe – beides aber ungefährlich – baden kein Problem was ich auch tue – denn es ist schon etwas besonderes – der Fluss hat hier oben Süsswasser, was auch für die Selbstreinigung des Unterwassers der NICONE sehr praktisch ist.
Impressionen – Von Franz. Guyana nach Suriname:
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