Woche 17 / 21. – 27. April 2008

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Vom Stiefelabsatz nach Sizilien

Montag: Hafentag in St. Maria di Leuca – ausschlafen –  Besichtigung Dorf und die von Mussolini gebaute Treppe, genannt „Tor zu Italien“, ebenso den grossen Leuchtturm. Überall wird für einen Pabstbesuch im Juni renoviert neben. Am Abend Crewbesprechung weitere Route, Wetter und besonders morgiger Tag.

Dienstag: Querung des Golfe di Taranto  nach Crotone / 84 sm
0330 Tobias und Peter erster Kaffee, Start bei gutem Wind aus WNW. Hebu und Arja erleben wegen des starken Wellenganges, etwas „Trampolin –Schlafen.“ Tobias steuerte viel – er wollte es ausnützen, bevor er sich morgen verabschiedet. Leena verpflegt uns alle die ganze Zeit auch bei starkem Seegang mit warmen Speisen und Getränken. Die letzten 10 sm mussten noch verdient werden: Hart am Wind gegen steile kurze Wellen und Anlegen bei Seitenwind. Wir belohnen uns mit feiner Pizza für den langen, harten Tag.

Mittwoch: Toby unser Supermatrose muss nach Hause und geht (leider) von Bord. Wir selber haben einen relativ „kurzen Schlag um die Ecke“ geplant, aber die Fahrt ums Kap forderte uns: schon bald 2 Reff in Genua, später noch weiter Reffen, hartes Aufkreuzen, müssen Motor zu Hilfe nehmen und schliesslich Segel bergen. Es wurde hart bei 8-9 Bf und dem 3 sm entfernten Ziel in Sicht; hohe Wellen, Wind auf Nase, Sprünge des Bootes, Ausfahren der Wellen, indirekte Anfahrt nötig – Alternativen waren bereits vorher vorgesehen, aber wir wollten Le Castella erreichen, was nach 28 sm auch gelang.

Donnerstag: Querung des Golfo di Squillace nach Rocella-Ionica
Bei konstantem angenehmen 3-5Bf können wir 34 sm segeln plus 20 sm Motor wegen zu leichtem Wind.

Freitag: zur Stiefelspitze und Überfahrt nach Sizilien: die eigentliche Absicht bestand heute zur Stiefelspitze zu segeln. Nach Leichtwind steigerte sich dieser entlang der Stiefelspitze auf 5-6 Bf , fast ohne Welle, so dass wir kurz entschlossen nach Sizilien übersetzten: eine Superfahrt mit 8.3 – 8.5 Kn Speed (merke: die  max. Rumpfge-schwindigkeit beträgt 7.9 Kn. Die Coastgard überwacht unsere Traversierung der Seestrasse an der Stiefelspitze. Es gibt viele Fracht- und Kreuzfahrtschiffe. Gehen nach 79 sm mitten in der Bucht „San Andrea Cove“ in Taormina als einziges Boot vor Anker. Ein grosser Moment nach diesem Tag.

Samstag: Besichtigung des prächtigen Ortes Taormina hoch und steil über dem Meer. Es gibt hier bereits viele Touristen. Während die andern noch weitere Besichtigungen machen, gehe ich zurück aufs Boot, erledige ein paar Punkte der „to do-Liste“ und geniesse das Ambiente in der schönen Bucht.

Sonntag: entlang der E-Küste im Anblick des leicht rauchenden Aetnas erreichen wir nach 41 sm Brucoli (ca. 17 sm nördlich von Syracusa). Hebu kämpft mit Fieber- und Magenproblemen. Telefonische Informationen aus Finnland in Bezug auf die Gesundheit von Leenas Mutter sind beunruhigend…
Wir ankern und müssen feststellen, dass nach Eindunkeln starker Schwell in die Bucht steht; es kommt mehr Wind auf; ich setze das gereffte Besansegel, womit ein spürbare Stabilisation der Rollbewegungen eintritt. Trotzdem dürfte es eine unruhige Nacht geben.

Impressionen – Woche 17 /  21. – 27. April 2008

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