Woche 12 / 17. – 23. März – Ostern – 2008

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Wir verlassen die Tuerkei mit Ueberraschungen!

Die Arbeiten dauerten bis zur unmittelbaren Abfahrt an – Ulvi montierte noch schnell eine Bücherleiste – für die Motorhalterung an der Reling hat die Zeit den Handwer-kern nicht mehr gereicht – wir wollen nicht länger warten.
Dann ist es so weit: wir verabschieden uns von Stegnachbarn – bei der Ausfahrt werden wir mit Salut-Schüssen aus „Hopp de Godis“ Signalpistole überrascht. Unter Motor und Wind auf die Nase geht’s Bucht auswärts. Marmaris wird kleiner und kleiner…
… nach Erreichen des Kaps Motorstottern, dann Stille und lange Gesichter…
Mit Wind von achtern segeln wir diesmal in die (andere) Yachtmarina zurück, wo Ulvi bereits über Handy einn Motorenspezialist organisiert hat. Wie sich herausstellt, ist die elektr. Dieselförderpumpe voller „Dieselschlamm“.
Frohgemut starten wir am folgenden Morgen und es ist kaum zu glauben, praktisch an der gleichen Stelle, d.h. nach knapp 10 Seemeilen stellt der Motor wieder ab!
Diesmal hat es kein Wind und die zufällig von Rhodos ankommende Schweizeryacht „Queen Nadine“ nahm uns ins Schlepptau zurück in die Yachtmarina, wo sie ebenfalls stationiert war. Wir bedankten uns bei einem interessanten Ankertrunk und erfuhren, dass sich die Eigner, nach Verabschiedung aus dem Arbeitsleben anschickten, um auf Langfahrt zu gehen. Mit dem Motorfachmann ersetzten wir den alten kleinen Vorfilter durch ein grosses neues Filtersystem. Der Test bei laufendem Motor, bei welchem das Boot an der Mooringleine fixiert blieb, war bis zum Moment als sich die Leine im Propeller verfing… erfolgreich. Dies bedeutete für mich, bei eindunkelnder Nacht und nicht eben warmer Wassertemperatur zu tauchen und die Leine zu lösen bzw. abzuschneiden.
Am nächsten Morgen starteten wir zum 3.Mal mit sehr gemischten Gefühlen. Diese verstärkten sich zunehmend, als das Kap erreicht wurde, wo der Motor schon 2 x streikte. Diesmal aber nicht – wir hätten Segeln können, der Wind stand gut, wollten aber auf sicher gehen ob nun alles ok sei mit dem Motor. War es und wir setzten Segel.
Etwas später telefonierte Heinz alias „Hopp de Godi“ und erzählte uns folgende Story: Da er wusste dass wir in der anderen Marina waren fuhr er mit seinem Beiboot mit einem andern Stegnachbarn zur kleinen Insel hinaus um uns zu überraschen und um ein paar Dosen Bier (weshalb eigentlich Bier?) mit auf den Weg zu geben, wenn wir dann vorbeifahren würden. Da wir aber nicht kamen bzw. die Insel auf deren Rückseite passierten fuhren sie zur Marina, wo ihnen mitgeteilt wurde, dass wir abgefahren seien; also machten sich die beiden auf den Rückweg, kamen aber nicht weit, weil das Benzin ausging und mussten dann eine ansehnliche Strecke heim paddeln J.
Unterwegs nach Rhodos Gastlandflaggenwechsel, als ein SMS von der NZ-SY Saliander eintraf. Wir haben sie ein halbes Jahr nicht gesehen und jetzt teilen sie uns mit , dass sie unterwegs nach Rhodos sind und wo auf der Welt wir denn seien. Unsere Freude ist gross: da sieht man sich lange nicht und dann sind beide Boote am selben Tag mit selbem Ziel unterwegs. Es kam noch besser: Beide Yachten, wir sahen uns schon seit ca. 4 Seemeilen, die Saliander von Osten und wir von Norden kommend, trafen im selben Moment unter Volltuch bei 6 – 7 Beaufort und gutem Speed in Rhodos ein. Welch ein Moment!
Der nächste Tag: 21.03. – Karfreitag und Frühlingsbeginn – wir starteten, obwohl Wind und See recht rauh waren,  zusammen mit Saliander und mit Ziel Kreta zu einer längeren Fahrt. Die Saliander wählte einen Kurs nördlich von Rhodos, wir auf der Inselsüdseite. Die ganze Zeit hatten wir es mit starken Winden und entsprechen-der See zu tun. Es war Leenas erste Nachtfahrt inkl. Wache schieben, was die Bordfrau mit Klasse meisterte. In’s Logbuch schreibt sie: „es ist gut gegangen und macht mir Mut für weitere…“  Nach 162 Seemeilen erreichten wir Siteia auf  Kreta, wo wir die Saliander wieder trafen. Wegen Funkproblemen – haben noch nicht herausgefunden bei welchem Boot – hatten wir keinen Kontakt unterwegs.
Ostern: wir verbleiben noch hier – es herrscht Starkwind mit ausserordentlichen Böen – trotzdem ist es mit dem Wind aus Süden sehr warm und zugleich bringt er Sand mit sich. Die Boote sind schmutzig rotbraun. Nochmals Reinigung des Dieselvorfilters – es hat immer noch Dieselschlammreste – ansonsten alles ok – Telefon mit den Lieben zu Hause – Nachtessen und interessante Gespräche mit Peter and Reawon auf unserem Boot.

Impression – Woche 12 /  17. – 23. März – Ostern – 2008:

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