![]()
Am 3. Juni 0530 Dingi auf Deck und Aussenbordmotor unter Deck räumen und nach Kaffee und Sonnenaufgang nehmen wir Kurs nach Cartagena, knappe 200 sm ost-nordöstliche Richtung.
Wir rechnen mit variablem Wetter – „es findet statt“ – mehr schlecht als recht, wie sich herausstellen sollte. Segeln bei Schwachwind meist hoch am Wind, können aber beim Weg über Grund von 77° und nordöstlichen Winden (angesagt waren südöstliche) den Kurs nur mit leichter Motorunterstützung bewältigen.
Träge Delfine begleiten uns kurz – etwas später treibt ein Einbaumwrack knapp an der Wasseroberfläche 2 Bootslängen neben uns vorbei – nach dem Eindunkeln setzt sich ein Vogel aufs „blaue Band“ und bleibt bis in die Morgenstunden dort sitzen, was auch an seiner Hinterlassenschaft auf dem Deck zu sehen ist. Eigentlich war diese Fahrt mit dem weiteren Verlauf nichts Erhebendes – in der Nacht im vorderen Halbsegment überall Wetterleuchten – am Tag bei Schwachwind und schralender Tendenz wieder Höhe verloren – verstärke am Hals des stehenden Besansegels eine Naht, es funktioniert am besten auf diese Weise und geht so: Nadel mit Spezialwerkzeug von einer Seite her durch mehrere Lagen Segeltuch einstechen – sich bücken und unter dem Besanbaum auf die andere Seite wechseln – Nadel und Garn mit Zange durchziehen – neuer Einstich etc. – Dauer 2 h für knapp 60 Stiche – gute Fitnesslektion auf schwankendem Boot.
Nach 2 Nächten kommt in den frühen Morgenstunden am Horizont im Dunst die Skyline von Cartagena in Sicht – von denn Strohhütten zu den Wolkenkratzern – was für ein Kulturwechsel – leider auch Abschied von glasklarem Wasser zu schmutzig grüner Lagune – aber sonst ganz ok! In der grossen Bucht liegen ca. 40 SY vor Anker und bei unserer Ankunft kommen gleich unsere öesterreichischen Nachbarn zur Begrüssung herbei und geben uns erste Infos über was, wie und wo – tipp-topp.
Beeindruckende und beleuchtete Skyline in der Nacht – gut eschlafen – liegen verkehrt herum am Anker – das Boot sollte noch oft und manchmal heftig drehen – wie in den San Blas Islands ist auch an dieser Küste mit plötzlich drehenden Winden zu rechnen. Sind froh, den schwereren Anker unten zu haben.
Impressionen – Von den San Blas Islands Panama nach Cartagena Kolumbien: