Woche 7 / 11. – 17. Feb 08

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Sonntag 17.2.08. 1730, 2° C, starker bissiger Nordwind, 20 Min Schneetreiben

Es ist ein ganz besonderer Moment für Marmaris’sche Verhältnisse: es schneit! Athen und Istanbul haben chaotische Winterverhältnisse mit starken Schneefällen, während Zentraleuropa unter einem riesigen Hoch ist.
Den ganzen Sonntag über haben 2 Handwerker den Bootsrumpf geschliffen. Sie verdienen sich damit einen wesentlichen Zustupf zu ihrer Arbeit, die sowieso schon  6-Tage pro Woche dauert.
Wir wurden überraschender Weise zum Nachtessen bei der Familie des Segelmachers eingeladen und sollten mit 2 Rollern abgeholt werden. Da es zufällig schneit, was hier nicht alle Jahre vorkommt, und nicht alle Familien ein Auto besitzen, hat unser Kontaktmann Ulvi, der auch eingeladen ist, extra ein Auto organisiert.
Weil wir erstmals bei einer türkischen Familie eingeladen sind, waren wir entsprechend gespannt was uns erwarten würde. Wir erlebten einen äusserst gastfreundlichen und lustigen Abend im Kreise der Familie mit ihren drei Kindern. Gegenseitig gaben wir einander Einblicke in die Lebensweise hier und dort, was offensichtlich für alle sehr bereichernd war. Sie offerierten uns im Haus zu schlafen, weil sie meinten dass es kalt sei auf unserem Boot. Als wir ihnen erklärten, dass es
auf dem Boot eine Heizung gebe, trauten sie der Sache noch nicht so recht und wollten uns einen Elektroofen mitgeben. Schliesslich liessen sie uns ziehen und wir mussten „Gaye Nur“, Name der einen Tochter versichern, dass wir zu ihrem baldigen Geburtstag wieder kommen würden.

Erst seit letzten Mittwoch hier, haben wir schon einiges erlebt. Nach einem Flug mit prächtigem Wetter und Sicht auf die Alpen – siehe Foto oben – landeten wir in Istanbul, wo es zu schneien begann. Zu unserer Überraschung mussten wir für den Weiterflug vom asiatischen zum europäischen Flughafen wechseln – dies bedeutete 75 Km mit dem Taxi quer durch die 12 Millionenstadt – einige sprechen von 16 Millionen Einwohnern mit jährlich ca. 100’000 Zuwanderern aus dem ländlichen Ostteil der Türkei. Bei der nächtlichen Ankunft bei unserem Boot wurden wir herzlich von den zwei Hauptakteuren, welche am Boot arbeiteten, empfangen und welche uns halfen unser umfangreiches Gepäck an Bord zu hieven.
Nach tiefem Schlaf  konnten wir dann anderntags die neue Decksbeplankung – Kunsthandwerk von der feinen Sorte – bestaunen.
Sofort ging’s in den folgenden Tagen an all die grösseren und kleineren anstehenden Arbeiten mit Abklärungen, Planung, Reinigung, Besorgungen, Instandstellungen.
Dies nahm und nimmt uns wohl auch in nächster Zeit voll in Anspruch und ist auch interessant.

Aktuell
Fotos bei den letzten zwei Berichten ergaenzt.

19.10.2013

Nachrichten
Indonesien – von Flores nach Bali 19.10.2013
Von Australien über die Timorsee nach Indonesien 03.10.2013
Darwin – letzter Ankerplatz in Australien 27.08.2013

 

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