Zur SE-Spitze Sizilien – Überfahrt nach Malta – H. und A. müssen nach Hause
Mehrmals Ankerkontrolle in der letzten Nacht – gegen Morgen wurde es ruhiger.
Erreichen bei schönem Wetter und 25°C Syracusa und fahren wegen Starkwind-ansage in die geschützte Marina statt in den Porto Grande. Wir erhalten ein besorgtes SMS aus Finnland: im Finn. TV wurde von einer Finn. Segelyacht berichtet (memo: wir fahren auch unter Finn. Flagge), welche im Ionischen Meer in Seenot geriet. Wir können beruhigen, hörten auf Kanal 16 am Vortag tatsächlich einen Hilferuf, wobei dieser offenbar bereits von andern Funkstationen „bearbeitet“ wurde.
Wir bleiben, da gut im Zeitplan und ungeeigneter Wind vorherrscht, noch einen Tag hier.
Am nächsten Morgen können wir sofort Segel setzen und mit achterlichem Wind geht’s südwärts. Bevor wir den Spinacker – in dieser Saison zum ersten Mal – setzen können, gab’s wegen neuer Schotführung etc. einiges zu tun. Dann herrliches Spi- Segeln in den nächsten Stunden bis Porto Palo dem südlichsten Hafen von Sizilien.
Gehemit dem Dingi noch auf Fotopirsch im Hafen mit den vielen Fischerbooten (…so viele Fische gibt’s gar nicht…mehr).
Am 1.Mai – es ist zugleich Auffahrt – verlassen wir Italien um 0340 Uhr und erreichen mit raumem Wind aus NE und 4 -6 Bf nach 57 sm Malta. Anmeldung über Funk bei Erreichen der 12 sm-Grenze, Flaggenwechsel, dann erst 1.5 sm vor Valletta wird die Stadt im Dunst erkennbar: imposant! Nochmals über Funk melden, dann Fahrt zur Msida-Marina, wo Leena bei der Steganfahrt, wegen des abkippenden Dingis ins Wasser fällt – ausser schmerzender Rippe ist nichts passiert – sie nimmt’s gelassen!
Problemloses Einklarieren. Leider weiter trübe Nachricht aus Finnland: der Zustand von Leenas Mutter wird schlechter.
Wir wollen hier etwas verbleiben, machen Arbeitsrunde am und im Boot, Stadtbe-sichtigungen – Valletta ist eine eindrückliche Stadt und Malta ist historisch sehr spannend. Die jüngere englische Vergangenheit ist deutlich spürbar. Hier ist für Herbert und Arja auch Endstation – mit ihnen haben wir an 10 von total 16 Tagen 520 sm zurückgelegt. Am Sonntag um 0300 Uhr verlassen sie uns und werden per Taxi zum Flughafen geführt, wo sie via London nach Zürich fliegen.
Impressionen – Woche 18 / 28. April – 04. Mai 2008: