Woche 24 / 9. – 15. Juni 2008

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Fischerhafen Beni Khiar  – Magenprobleme

Seit Samstag sind wir im Fischerhafen von Beni Khiar, wo es zur Zeit neben all den Fischerbooten nur 2 Segelboote gibt. Neben unserem Boot ist noch der schwedische Segelcat „Fun Too“ am Pier.
Da der Wind in den nächsten Tagen praktisch dauernd aus NE bläst, d.h. Gegenwind, falls wir weiterfahren, beschliessen wir einige Tage an diesem freundlichen Ort zu verweilen – nicht ganz freiwillig, wie sich später herausstellen sollte – gab’s doch Magenprobleme von der ganz schlimmen Sorte, sowohl für Peter wie auch nachfolgend für Leena.
Montag / Dienstag „war die Welt noch in Ordnung“:
Lange Fussmärsche, Strand-, Stadt- und Marktbesuch. Hier eine kleine Rückblende auf den Markt: sehr gross, viel Gedränge, lebendig und marktschreierisch. Wir werden nicht bedrängt wie in den Touristenorten. Die vielen Kleiderstände machen etwas den Eindruck von Second Hand- bzw. Hilfswerk-Kleidern. Es gibt eine riesige Auswahl an frischem Obst und Gemüse – wir bezahlen folgende Preise:

– 1 Kg feinste Erdbeeren 1 Dinar =
Fr 0.90- Äpfel, Pflaumen, Birnen  zus. ca 3.5 Kg
3 Dinar =
Fr 2.70- 1 Kg Rüebli
0.3 DT =
Fr 0.25- Kartoffeln, Peperoni, Tomaten, Oberginen
1.2 DT =
Fr 1.10- 1 Melone (Touristenpreis (;-))    1.2 DT =
Fr 1.10- 1 Topfpflanze Basilikum (für Leenas Garten)
1.2 DT =
Fr 1.10- 1 Rundbrot
0.3 DT = Fr 0.25 Total
Fr 7.40
Natürlich sind wir sehr zufrieden und bringen die vielen Sachen für so wenig Geld
zur Nicone – notabene mit dem Taxi (hier häufiges Transportmittel), das für die 3 Km 2 Dinar kostet. Bei Taxis ist etwas Vorsicht angebracht: zum einen wegen Touristenpreisen und zum andern, weil sie oft gleichzeitig andere Fahrgäste mitnehmen…
Anmerkung: nach unserem Wissensstand verdient ein Handwerker 10 – 20 Dinar pro Tag. Die Preise sind, überall wo es Touristen gibt wie in Marinas, Ferienorten etc., je nach Ware 3 bis 8x höher. Für ein Lacoste-Leibchen (Kopie) wollte ein Händler zuerst 60, dann 40, dann 25, dann 20 inkl. 1 Tee und schliesslich 18 Dinar! Bei 40 sagte er mir leise ins Ohr, weil er ein Herz habe für mich als Schweizer!

Mittwoch – Samstag:
„those where the days my friend”… mit Erbrechen, Durchfall, Rückfall, etc. – obwohl wir grösste Sorgfalt auf Hygiene legen, hat’s uns erwischt… na also…
Am Donnerstag gab es ein halbstündiges reinigendes Gewitter. Am Freitag, es war wieder mal der 13.! wollten wir weiterfahren, als es auch Leena erwischte… diesmal pflege ich die Krankenschwester… am Samstagabend – ich bin wieder zwäg, war kurz am Strand und auf dem Markt – hat die Bordfrau wieder etwas Farbe und leichten Appetit und lässt folgenden Spruch (aus dem finnischen Wortschatz des Schwagers) fallen:
„Suolet huokaa, tuokaa ruokaa, vatsa hankaa, selkärankaa“ – „Gedärme seufzen, bringt das Essen, Magen scheuert an der Wirbelsäule“
…also bastle ich Gschwellti…

Impressionen – Woche 24 /  9. – 15. Juni 2008:

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