Mit Leichtwind und Kurzstrecken von Almerimar nach Balmadena
Montag:
Leichtwindangewöhnung für Jürg und Camille bis Adra. Dort verlegen wir das Boot vom „Fischerplatz“ in den Hafen. Im vollen Clubhafen macht man uns freundlicher Weise auf engem Raum Platz, damit wir längs anlegen können.
Dienstag:
Wieder mal verkehrte Windansage – also aufkreuzen – immerhin sind wir froh, dass es zwischen 6 – 12 Knoten Wind gibt. Ankern im Hafen von Motril mit zwei weiteren SY. Landgang mit Dingi.
Mittwoch:
Wieder verkehrte Windansage – was denn sonst – wie hier in Südspanien seit Tagen, gibt es am Vormittag kaum und später Leichtwind, der auch noch aus der für uns falschen Richtung, nämlich aus West statt prognostizierter SE-Richtung kommt.
Als Trost werden wir im schönen Hafen Puerto Marina del Este herzlich empfangen – bei der Anmeldung werden wir mit einer Flasche Rotwein versehen. Walk zum Strand um sich in der Badebucht abzukühlen und später am Abend feines Nachtessen im Restaurant, zu welchem wir von Jürg und Camille eingeladen sind. Der Tisch war direkt vor unserem Boot in ca. 6m Abstand zur Bootsspitze – gut für den „Heimweg“ (;-).
Donnerstag:
Wie so oft in den letzten Wochen: feuchtwarme Nacht, dazu Schwell im Hafen – zum Glück schlafen unsere Gäste besser als wir selbst. Jürg winscht mich in den Mast hinauf, damit ich die Ankerlichtbirne mit einer LED-Birne ersetzen kann, was noch 1/10 des bisherigen Stromverbrauchs bedeutet! Am Nachmittag legen wir endlich mit Wind (2-4Bf) gemäss Prognose aus der richtigen Richtung (SO) ab und erreichen Vélez- Malaga nach 18 sm.
Freitag:
Lassen uns vom leichten SO-Wind westwärts treiben und versuchen den Windpiloten in den Griff zu bekommen – aber so einfach ist die Sache nicht – dann fällt der Wind zusammen und nach einer weiteren Std legen wir in Balmadena an – Gang zum Strand und baden in der Brandung – wow. Unser Chefkoch Jürg zaubert ein feines Risotto mit Sellerie und Mascarpone bei Laternenlicht auf den Nachttisch (nach spanischer Sitte um ca. 21.30Uhr).
Samstag:
Jürg und Camille wollen nicht mehr ausfahren – sie treten morgen Sonntag ab hier die Heimreise an: Somit bleibt Zeit zum Ausschlafen, Lesen, Schiffsarbeiten, Tapas essen am Mittag, Baden am Strand und Abendspaziergang bzw. Nachtessen.
Sonntag:
Schwell im Hafen, der die ganze Nacht und auch jetzt weiterhin anhielt, mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen wie mässiger Schlaf, Schaukelbewegungen, Geräusche vom eigenen Boot, besonders aber von den anderen Dauerliegern, welche mit quitschenden Stahlfedern an den Festmachertauen versehen sind.
Jürg und Camillle verabschieden sich und machen sich auf zum Heimflug.
Wir besteigen den Bus nach Malaga – fühlen uns dort auf den Spuren unserer Tochter Petra, welche nach der Matur hier ihre Sprachkenntnisse in Spanisch vertiefte. Besichtigung der Kathedrale – während des Gottesdienstes für Touristen zugänglich! – Piccasso-Museum – Strassenmusikanten – Zentrumsbesichtigung – Internetcafé – Strassenkaffee – Karten schreiben …
Negativ-Überraschung bei Rückkehr zum Boot: beim anhaltenden starken Schwell ist ein Anbindetau gerissen inkl. elektr. Kabel – ansonsten nichts passiert – statt baden fast 3 Std Reparaturen – Verlust „nur“ 1 Schockabsorber, 1 Tau und ein Stecker.
Wochenrückblick:
– An den Badestränden ist es etwas weniger touristisch geworden.
– Der Wind war launisch, die Prognosen ebenfalls hier an der Südküste Spaniens.
Am Vormittag kein oder sehr wenig Wind und nachmittags war 3 x SO angesagt;
effektiv gab es W-Wind, wovon ein Mal W 4-6 Bf statt SO 2-3.
Ein Tiefdurchgang zeigte keine Veränderung am Barometer.
– Dennoch genossen wir mit unseren Gästen die Zeit nach dem Motto „Carpe Diem“
Impressionen – Woche 35 / 25. – 31. August 2008: