Marquesas

Mai – Anfang Juni 2011

IMG0783 Plan Marquesas Inseln a_thumb.jpg

Mit der Ankunft auf der Insel Fatu Hiva, einer Perle auf den Marquesas, sind wir nun in französisch polynesischen Gewässern – die Polynesische Flagge zeigt einen Südsee-Katamaran – Symbol für die Geschichte grosser Polynesien – Seefahrer.

Die fünf Inselgruppen Gesellschafts-Inseln,Tuamotu, Austral,Marquesas und Gambier-Inseln – insgesamt 118 Inseln und Atolle – sind über 5 Millionen km2 Ozean gerstreut, haben indes selber nur eine Landfläche  von 4’200 km2.

 

Fatu Hiva 15. Mai 2011

IMG_0830a mystische Stimmung in der Jungfrauenbucht auf Fatu Hiva_thumb.jpgBei unserer Ankunft erwartet uns eine prachtvolle Ankerkulisse   – chaotische Vulkanstein -Türme umgeben von Palmen und steil ansteigenden Berghängen die z.T. Wolkenverhangen sind – ja, Hanaveva die Jungfrauenbucht ist wohl einer der eindrücklichsten und schönsten Ankerplätze der Welt !

5 SY sind da und die uns bekannte New Morning begrüsst uns – Fay kommt mit dem Dingi herbei und gibt uns erste Informationen vor Ort.

Vorerst aber ganz marginale Dinge wie Zeitumstellung: Marquesaszeit = UTC minus 9.5 h – Differenz zu Schweiz (mitteleurop. Sommerzeit) = 11, 5 h – z.B. Morgen 07:00

Marquesas = 18:30 abends in der Schweiz bzw. Mittel-Europa.

IMG_0784 nach 3000 Seemeilen ist die Wasserlinie voller Entenmuscheln_thumb.jpgWas uns bis jetzt verborgen blieb – das Freibord ist von der langen Seereise teilweise gelb und voller Entenmuscheln – es kommen noch 2 weitere SY – sie sehen gleichermassen schmutzig aus… das gibt Arbeit!

Kontakte mit zu Hause und andern SY.

Beginnen mit Vorbereitungen für morgigen Landgang

Später feines Nachtessen am schön gedeckten Tisch (statt aus dem Körbchen auf den Knien) und ebenso feines Dessert… noch aus den Bordvorräten.

 

Paradiesische Insel

IMG_0839 a der Mast zeigt auf die Jungfrau welche der Bucht den Namen gab_thumb.jpgDie Jungfrau welche der Bucht den Namen gab, schaut auf uns herab – Gut geschlafen – keine Wache – relativ ruhig in der Ankerbucht – eine der wenig ruhigen auf den Marquesas, wie sich noch zeigen sollte – mit 22° C ist es morgens um 07:00 frisch – der Wind kommt von den steilen Bergen herunter.

3 SY verlassen die Bucht – Morgen soll das Zollboot kommen und SY die von Galapagos hier angekommen sind werden zum Einklarieren weggeschickt – kann nur auf den Inseln Hiva Oa oder Nuku Hiva erledigt werden.

Wir beginnen den Tag mit div. Arbeiten, die nach langer Reise anstehen – ein Polizeiboot kommt vorbei – es ist der Dorfpolizist der in seinem alten T-shirt und kurzen Hosen so gar nichts Autoritäres an sich hat. Er fragt uns nach einer vermissten US-SY – der Mann hätte seine Frau auf Hiva Oa abgesetzt – das Boot und er selbst werden seither vermisst… eine Woche später erfolgte noch ein Aufruf über Sailmail… doch nicht alles paradiesisch…

IMG_0841 die Ziege ersetzt die Gartenschere und wird dem Zaun entlang gefuehrt._thumb.jpgLandgang und Spaziergang durch das sehr saubere und schöne Dorf mit hübschen Häusern und gepflegten Gärten. Die am Zaun entlang geführte Ziege ersetzt die Gartenschere…

Wir werden von vielen Leuten freundlich angesprochen – ob wir was brauchen oder hätten das wir selber nicht mehr brauchen – die Versorgung der Insel ist spärlich – erwünscht sind Kleider, Seile, alte Segel, Spirituosen, Parfum, Zeichnungsmaterial für Kinder – wir fragen nach Früchten und bekommen riesige herrlich schmeckende Pampelmusen ab Baum, Zitronen
ebenfalls ab Baum, obwohl der Boden übersät ist von guten Zitronen, dann noch Ziegenfleisch mit Anleitung wie es am IMG_0824 a hier normal grosse Grapefruit_thumb.jpgbesten zubereitet werden kann –  was es koste? Sie möchten kein Geld – was sollen sie auch damit hier auf einer abgelegenen Pazifikinsel – also bezahlen wir mit einem Seil aus unseren Bordbeständen, und etwas entgegen unseren Prinzipien mit einer kleinen Flasche Whisky. Ein Fischer möchte unbedingt Bier für
2 frische Fische – später fragen wir nach Bananen – irgendwer hat sicher solche anzubieten – war aber nichts, dafür nochmals Grapefruites – wie viele er mir denn für mein Seil geben wolle – es handelte sich  um ein Seil von 10 Meter Länge – er misst es ungefähr ab – sagt es sei ca. 9 Meter lang – also 9 Grapefruites! – ok, Handel muss sein.

IMG_0809 Rhythmus-Post geht ab_thumb.jpg  IMG_0815a Tanztraining mit Hueftenschwung_thumb.jpg
Am zweiten Abend wird im Gemeindehaus für ein bevorstehendes Fest geübt – eine 10 Mann starke Gruppe schlägt  mit ohrenbetäubendem Lärm auf Trommeln verschiedener Grössen und Schlaggeräten einen elektrisierenden Rhythmus – Damen jeglichen Alters und Umfangs, die wir vor kurzem noch im Dorf gesehen hatten, tanzen mit den typischen heftigen Hüftbewegungen dazu – einzelne Kinder tanzen mit – haben den Rhythmus im Blut und gehen ab und zu zur tanzenden Mamma um etwas zu fragen oder von ihr ermahnt zu werden – niemanden stört’s.

Wie letzte Nacht kann es ganz schön blasen, wenn von den nahen steilen Bergen Fallböen hinuntersausen – dazu heftiger Regen, der andauerte. Der Bergbach verwandelte die Bucht in eine braune Brühe.

Nach 4 Tagen verlassen wir  die Bucht – der Eigner des vor uns liegenden Catamarans muss extra früh aufstehen, um das Boot zur Seite zu fahren, da es über unserem Anker liegt. Wir lassen die schöne, jetzt Wolken verhangene Insel hinter uns und erreichen nach rassiger Fahrt norwärts Atuona auf  Hiva Oa, wo wir ausserhalb des Wellenbrechers bei 3 andern SY ankern. Es wäre innerhalb wegen des Schwells bedeutend angenehmer, aber es ist etwas überfüllt mit Booten und es braucht wegen Platzmangel einen Heckanker, was etwas aufwändig sein kann.

Treffen hier die Elbe, welche mit uns Galapagos verliess und andere vom Funk her bekannte Boote.  Atuona ist Einklarierungsort – als Schweizer müssten wir, wie andere Nicht-EU-Bürger, eine Kaution in Höhe des Preises für einen Flug nach Hause hinterlegen, der dann bei Verlassen von Franz. Polynesien in ihrer Währung! zurückerstattet wird – alles etwas kompliziert – auf Hinweis von NZ-Segelfreunden  hin sind wir den „Pacific-Puddle-Jumper“ (Pazifik-PfützenHüpfer) beigetreten – einer grossen Organisation, welche die Segler beim Pacific.Crossing unterstützt. Wir bezahlen damit eine Agentin (ca 170$), müssen keine Kaution hinterlegen, bzw. bei Ausreise nicht dem Geld nachrennen und haben Vorteile wie, zollfreien Diesel etc. Die Agentin erwartet uns beim Dingidock nimmt Kopien von unseren IMG_0871 Polynesische Postbeamtin_thumb.jpgPapieren entgegen und sagt, dass es heute schon etwas spät sei (Freitag 09:30!?) – sie werde alles vorbereiten und uns am Montag 07:30 hier abholen – dann würden wir zur Gendarmerie fahren – wunderbar.  Wir erledigen Bank, Einkäufe, Post – es gibt hier fast alles zu haben – die Läden sind „französisch“ bestückt und haben europäische und höhere Preise – der franz. Einfluss ist deutlich spürbar.

Legen dann zur Nachbarinsel Tuahata ab, welche ein viel besseres Ambiente als das hiesige verspricht. Dort liegen wir in einer besonders schönen Bucht mit klarem Wasser – ideal für einen Check des „Unterwassers“ und ausprobieren der neuen Unterwasserkamera – beides ok.

IMG_0859 Check Unterwasser ok_thumb.jpg  IMG_0858 Bekannte die wir vor 3 Jahren erstmals in Gibraltar trafen kommen zum Boot_thumb.jpgDass es hier sehr schön ist, wissen natürlich auch andere Segler und so treffen wir wieder Altbekannte, die wir vor 3 Jahren in Gibraltar kennen lernten. Erfahren auch Neuigkeiten bei Kaffee und Kuchen auf der Abora und später beim Sundowner mit NZ – and US-people. Machen selber kurzfristige und mittelfristige Pläne, und stellen fest, dass eigentlich gar nicht allzu viel Zeit verbleibt, wenn wir all die vorgesehenen Orte besuchen und wie die meisten Segler wegen der Hurrikansaison bis November in Neuseeland sein wollen.

Es kam der Sonntag, den wir mit kurzer Fahrt zurück nach Atuona und dann mit Lesen und Schlafen geniessen wollten – vorerst funktionierte die Ankerwinsch nur IMG_0876 dichtgedraengte SY hinter Wellenbrecher  Heckanker obligatorisch_thumb.jpgbedingt – ein korrodiertes Kabel war die Ursache und kostete Zeit. Nicht genug damit  – beim Ankern in Atuona – wegen beschränkten Platzverhältnissen  muss auch ein Heckanker gesetzt werden – riss das Band am kurzen Stück Ankerkette – Anker  ahoi? – was tun? Wieder hinaus vor den Wellenbrecher fahren, dort kann man ohne Heckanker liegen, dafür mit viel Schwell – mit Dingi wieder zurück und den Boden mit dem Dingianker im Schlepp absuchen – nach kurzer Zeit verfing sich die Kette – zur grossen Freude konnten wir den Heckanker bergen – zurück zum Boot – wieder  neuer Anlauf hinter den geschützten Bereich des Wellenbrechers und neu ankern, dies Mal ohne Problem. Die Ursache war übrigens ein während Jahren der Sonne ausgesetztes und deshalb geschwächtes Bandende, das lange nicht in Gebrauch war und uns statt eines geruhsamen einen arbeitsintensiven Sonntag verschaffte.

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IMG_0902_thumb.jpg   IMG_0903 a Kuestenstrasse _thumb.jpg

Das Einklarieren erfolgte problemlos und noch ein Tag später unternehmen wir zusammen mit Edy und Claudia einen Ausflug diagonal über die Insel und steile Küstenstrassen zu beindruckenden Kullturstätten mit Tikis.

IMG_0904 Tikikultur_thumb.jpg   IMG_0905 Tiki_thumb.jpg

IMG_0906 Tiki_thumb.jpg   IMG_0907 Siedlung der Ur Suedseeinsulaner_thumb.jpg

IMG_0908 a _thumb.jpg   IMG_0877 6er Ausleger-Kanu beim Training_thumb.jpg  

In der Bucht von Atuona herrscht reger Betrieb – ganze Schulklassen trainieren mit Auslegerkanus – weitgereiste neu angekommene  Segelyachten erkennt  man am schmutzigen Boot  – mehrere SY legen in verschiedene Richtungen ab  wir segeln bei hohen Wellen vor dem Wind durch den Pass zwischen Hiva Oa und Tahuata – auf der Nnordwestseite (Leeseite) von Hiva Oa stellt der Wind ab und wir erreichen mit der Cul8r (See you later) die Bucht Hanamenu, wo wir noch einen Tag bleiben  – im Dorf werden Kokosschalen verbrannt, der durchs Dorf ziehende Rauch vertreibt die „Nonos“ (lästige Mückenart, welche eiternde Beulen hinterlassen kann). Edy und ich werden von freundlichem Paar eingeladen und aufgefordert im legendären „Swimmingpool“ mit Quellwasser zu baden, was wir gerne tun. Am Abend kommen weitere 5 SY in die Bucht – 3 davon kennen wir – alle auf dem Wege zu verschiedenen Inseln.

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IMG_1016 Wellen bei der Ueberfahrt von Hiva Oa nach Ua Huka_thumb.jpg  IMG_1029 Wellen bei der Ueberfahrt von Hiva Oa nach Ua Huka._thumb.jpg  IMG_1045 Wellen bei der Ueberfahrt von Hiva Oa nach Ua Huka._thumb.jpg  

IMG_1055 Wellen bei der Ueberfahrt von Hiva Oa nach Ua Huka._thumb.jpg  IMG_1064 Wellen bei der Ueberfahrt von Hiva Oa nach Ua Huka._thumb.jpg
Trotz mässigen Wetterprognosen (Regen, E-Wind 18 – 19 Kn) legen wir am nächsten Morgen noch in der Dunkelheit ab zur 58 sm entfernten Insel Ua Huka – die Anne X wartet noch – sie legt grundsätzlich nicht an einem Freitag ab – sie hat in diesem Fall dank „Aberglauben“ das bessere Ende in den Händen, wie sich zeigen sollte – mit nicht zu knappem Halbwind geht’s nordwärts – nach einer Std 2 Reff im Gross – nach weiteren 30 Min auch 2 Reff in Genua – haben jetzt 27 – 30 Kn aus Ost und eine weitere Std später müssen wir wegen eines Frontendurchgangs mit 35 – 41 Kn, sowie  4m Wellen die Genua ganz bergen – später gibt’s noch eine 2. etwas schwächere Front.

Bereits am frühen Nachmittag gelangen wir in die „best geschützte Bucht“ der Haavei Bay auf Ua Huka – Regen, Böen, Wellen, Flugwasser kommen so quasi um die Ecke in die Bucht hinein. Wieviel Wind es ist wissen wir nicht – später stellen wir fest, dass es den Windmesser abgerissen hat – Was tun? – es gibt keine Alternativbucht – Ankern problematisch – nächste Möglichkeit wäre die Insel Nuku Hiva, welche wir aber erst nachts erreichen würden – auf See bleiben? – wir sind müde und wollen es mit ankern versuchen – auf 8 m Tiefe zuerst 40m dann 50m (Kette immer noch voll durchgestreckt) und schliesslich 60 m Kette gesteckt  – müssen aufpassen um noch Reserve zum nahen Ufer zu haben – für den Fall dass der Anker nicht halten sollte, lassen den Motor mitlaufen solange der Sturm anhält… – um 18:00 lässt der Wind etwas nach, aber erst um 23:00 wird es ruhiger.

Anmerkung: Eigentlich war die Fahrt trotz anspruchsvollen Bedingungen hierher ok – erst als sich der best geschützte Platz bei allen Winden als untauglich erwies, wurde es etwas ungemütlich…

IMG_1080 Ua Huka Beruhigung in der Bucht am naechsten Morgen _thumb.jpg  IMG_1082 unterschiedliche See und Wetterbedingungen von Ua Huka nach Nuku Hiva _thumb.jpg
Am nächsten Tag legen wir ab nach Nuku-Hiva als die Elbe die Bucht anfährt – via Funk tauschen wir Neuigkeiten aus – sie waren nachts unterwegs und wollen hier trotz der hohen Wellen ankern – als wir eine Stunde später nachfragen, hatten sie den Anker wegen den mässigen Bedingungen bereits wieder gelichtet und waren unterwegs zur Insel Ua Pou. Für sie wie für uns können die heutigen besseren Segelbedingungen, wenn auch weiter unterschiedlich, so doch als Belohnung für die Mühen der letzten 24 Stunden gesehen werden.

IMG_1097 Anfahrt Ostbucht Nuku Hiva_thumb.jpg   IMG_1103 tueckisches Riff bei der Anfahrt_thumb.jpg

Jedenfalls meint die Bordfrau „nun stimmt die Welt wieder“.

In der Ostbucht, wo auch der Autor Melville (u.a. „Moby Dick“) eine Zeitlang lebte, treffen wir auf lauter bekannte Boote – Claudia und Edy welche ihren Kurs direkt hierher abgesteckt hatten, kommen zum Kaffee und zum „Tratschen“ wie sie in Wien sagen. In der relativ ruhigen Bucht Begutachtung der „Sturmschäden“ – steige auf den Mast, um festzustellen, dass sich der Windmesser „verabschiedet“ (abgebrochen) hat – das Topplicht (Tricolore) funktioniert nicht mehr – das Gross-Segel hat einen 30 cm langen Riss und 1 Mastreiter ist defekt.

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Draussen segeln 7 grosse Polynesische Segelkatamarane vorbei – sie sind im Rahmen eines Millionen-Projektes auf grosser Fahrt – leider verpassten wir das Fest in der nächsten Bucht, wo es ein Festmahl und polynesische Tänze gab.

IMG_1150 Ankerbucht in Taiohae Hauptort der Marquesas Insel Nuku  Hiva_thumb.jpgWeiterfahrt nach Taiohae dem Hauptort der Marquesas auf Nuku Hiva, wo wir ein paar Tage bleiben wollen – die meiste Yachten machen hier Station vor ihrer Weiterfahrt westwärts – es sind ca. 40 SY in der grossen Bucht – Anmeldung bei Polizei – Einkäufe – Internet (das nicht funktioniert) – Gas auffüllen lassen – Diesel besorgen (5 Bidons bei rollender See mit Dingi transportiert) – habe erfolgreich Leenas Haare geschnitten – wieder Wasserlinie reinigen – erhalte von Wolfgang (Abora) das Slacktime-Computerprogramm, das später auf den Tuamotus für die Passagen in die Atolle wichtig wird – im Spital gibt man uns gratis Tabletten gegen „Elefantitis“ – eine Krankheit mit sehr stark geschwollenen Gliedern, welche durch Mücken übertragen wird – via Sailmail erfolgt eine neue Vermisstmeldung, wiederum eines Einhandseglers, der Acapulco am 5. April mit ziel Marquesas verliess… seither nichts… dann kommt noch ein Polizeiboot vorbei und meldet, dass wir das Boot wie 5 andere SY auf die andere Buchtseite verlegen müssen – weshalb bleibt unklar.

IMG_1160_thumb.jpg  IMG_1162 Landausflug auf Nuku Hiva_thumb.jpg  IMG_1168 Landausflug auf Nuku Hiva_thumb.jpg

IMG_1172 Landausflug auf Nuku Hiva_thumb.jpg  IMG_1179 Seglerinnen unter sich_thumb.jpg  IMG_1197_thumb.jpg

IMG_1204  Goetterfigur mit Paddel a_thumb.jpg  IMG_1215 Tiki_thumb.jpg

Mit andern Seglern unternehmen wir mit 2 Mietautos einen Tagesausflug über die Insel mit Besuch von Kulturstätten und einer Wanderung auf einen Pass (218 m), von wo es eine famose Weitsicht auf die im Südosten gelegene Auona-Bay gibt. Auf dem Rückweg decken wir uns alle mit Mangos ein die hier sonst verrotten würden.

IMG_1237 gut geschuetzte Westbucht_thumb.jpg  IMG_1260 Kulisse bei der Anfahrt von Ua Pou_thumb.jpg
Nach Weiterfahrt zur westlichen Hakatea-Bay, wollen wir einen Tag später zur Insel Ua Pou – dort erwartet uns nach einer herrlichen Überfahrt von 25 sm eine gewaltige  Ankerkulisse mit hohen Vulkanpenis, – ist die „Jungfrau von Fatu Hiva“ deshalb dort geblieben (;-)? Am Abend ein Sonnenuntergang wie wir ihn schon lange nicht mehr gesehen haben – die Sonne versinkt am klaren Horizont im Meer – wir bergen die Nationale! – bereits um 20:30 versinkt auch der Mond an gleicher Stelle wie die Sonne, dafür bleibt ein prächtiger Sternenhimmel.

IMG_1355 seit langem wieder mal nicht hinter Wolken_thumb.jpg

Hakahetau liegt auf der Westseite von Ua Pou ist ein schönes gepflegtes Dorf – Tal aufwärts gelangt man zu einem Wasserfall dessen Becken zum Baden einlädt.

IMG_1271 Kirche von Hakateau auf Ua Pou_thumb.jpg   IMG_1272 Kirche von Hakateau auf Ua Pou_thumb.jpg

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IMG_1273 a Brotbaum_thumb.jpg   IMG_1275 a_thumb.jpg

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Wir treffen einen jungen Mann, der uns mit Tomaten, Bohnen Salat, Zitronen und Orangen versorgt – das meiste aus seinem Garten beim Elternhaus – sein Vater lädt uns ein, mit ihnen bei ihrem 2. Sohn Atai zu Mittag zu essen. Dessen Familie wohnt in einem Haus direkt an der Dorfstrasse und so kommen auch die 2 Crews, der in der Bucht liegenden Franzosenboote dorthin.

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Es ist eine grosse Grillparty unter einem Mangobaum – es geht laut und lustig zu und her  – gegessen wird alles mit den Händen – nebenbei erfahren wir so einiges über das Inselleben, über den Einfluss Frankreichs, Sprachprobleme etc – Atai ist ein Kanute (Polynesien-Aslegerboot), seines Zeichens Champion und Trainer. Ich darf später sein Boot ausprobieren – er hatte vorher wohl etwas Bedenken ob dies gut gehe – als er sieht wie ich das Boot handhabe, will er mich ins Team aufnehmen (;-). Anmerkung: diese Boote werden sitzend mit einem Stechpaddel gefahren, das nach einigen Schlägen auf die andere Seite gewechselt wird – im Gegensatz zu unseren Regattakajaks, die mit Doppelpaddel gefahren werden, sind sie wegen des Auslegers natürlich bedeutend stabiler.

IMG_1311 Atai Kanutrainer_thumb.jpg  IMG_1312_thumb.jpg  IMG_1356_thumb.jpg
Ua Pou ist auch ein geeigneter Ausgangspunkt für die Weiterreise zu den 500 Seemeilen entfernten Tuamotus – wir studieren das Wetter – es könnte etwas „heavy“ werden, wenn wir jetzt lossegeln –  andererseits möchten wir nicht eine Woche (dann Schwachwind) abwarten.

Drei erlebnisreiche Wochen auf den Marquesas gehen zu Ende – wir haben 6 Inseln besucht und dabei 300 sm versegelt – das Wetter war durchzogen, wurde aber durch die Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Insulaner bei Weitem aufgewogen.

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