Bericht Mai bis Juli 2012
Fidschi / Fiji

Hibiskus – „Nationalblume“ von Fiji
Wo Landfall in Fiji?
Wohin segelt man eigentlich, wenn man ein Land wie Fiji mit 2 Hauptinseln und etwas über 300 weiteren kleinen Inseln besucht – nun da gibt es vor allem die Einklarierungsfrage zu klären – es sind wenige Orte wo dies möglich ist und es ist bekannt, dass die Behörden in Savusavu einen guten und effizienten Umgang mit Yachtbesuchern pflegen. Bis zum Einklarieren an einem der vorgeschriebenen Orte ist es bei hoher Busse untersagt, vorher andern Orts anzulegen.
Erster Kontakt ist in unserem Fall die Waitui-Marina in Savusavu, welche das Einklarierungsprozedere organisiert, uns schon mal willkommen heisst und Zettel mit hilfreichen Hinweisen / Knigge für das neue Land und dessen Kultur abgibt, falls man das noch nicht wissen sollte.
Unter Seglern spricht sich vieles natürlich schon vorher herum und Tipps für alles Mögliche werden weitergereicht.
Geschichte und Reiseland:
Im Rückblick betrachtet waren die Fiji-Inseln bis Mitte 19.Jahrhundert als Kanibalen-Inseln verschrien – es erfolgte der Zustrom europäischer Siedler, an deren eingeschleppten Krankheiten mehr als die Hälfte der einheimischen Bevölkerung starb. Unter englischer Krone wurden für den Zuckerrohranbau über 50‘000 indische Kontraktarbeiter ins Land geholt – die Inder gelten als tüchtig mit Geschäftssinn – die Fijianer sind mehr der Familie und dem Dorf verpflichtet – die daraus entstandenen ethnischen Konflikte sind bis heute spürbar – dennoch, die vielfältige Inselwelt und das breite Touristen-Angebot besonders auf der südlichen Hauptinsel Viti Levu machen Fiji zum Reiseland erster Güte, besonders auch für Segler, sind doch viele Inseln und ruhige einsame Ankerbuchten fast nur mit dem Segelboot erreichbar. Freundliche Menschen, klares warmes Wasser und eine reiche Unterwasserwelt die zum Schnorcheln einlädt, gehören zu den Top-Anziehungspunkten.
Nach Ankunft auf der nördlichen der 2 grossen Inseln (Vanua Levu)
09. Mai 2012:
nach unserer Ankunft gestern hier in Savusavu, gibt’s heute einiges zu organisieren. Wir haben relativ gut geschlafen – irgendwie aber die Wellen vermisst, die uns in den letzten 10 Tagen bei der Überfahrt von Neuseeland jeweils in den Schlaf schaukelten.
Die Quarantänefrau kommt; Tel. nach Hause; europäische Gasflaschen hervor holen – können hier gefüllt werden; Funk, E-mails, Wäsche, mit Carsten (Electronic-Spezialist) von der SY Forty two, alte Elektronikteile ausgemistet – dabei alten, aber noch funktionierenden Computer einer überglücklichen Uni-Studentin, welche in der Waitui-Marina ein Praktikum absolviert, verschenkt und Programme gezeigt – Kesa hat bereits Computer-Erfahrung und kann ihn gut gebrauchen.
Carsten hilft Tuner zu reaktivieren, sowie Programme auf Computer zu installieren – super!
Die „Forty two“ ist von Tonga hierher gesegelt und schon eine Woche hier – sie legen morgen Richtung „untouristisches, ursprüngliches Fiji“, d.h. ostwärts ab.

Mit der Ankunft in Fiji finden wir nach Wochen vieler Arbeit und nach der teilweise etwas rauen Überfahrt von Neuseeland, langsam einen erholsamen Rhythmus.


Savusavu ist ein schönes Städtchen in ebensolcher Umgebung, in 5 Min zu Fuss erreichbar, wo es praktisch alles gibt was man so fürs tägliche Leben benötigt – alle Einheimischen – hier fast nur Fijianer – sind sehr freundlich und hilfsbereit – wir geniessen das Ambiente – selbst die Polizei kommt auf einen zu, just to say bula – willkommen – und „how do you like Fiji?“ und es ist echt – keine aufgesetzte oberflächliche Freundlichkeit.
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Ein geschäftstüchtiger indisch stämmiger Taxifahrer offeriert uns eine Tour für 150 FI$ nach der „Zucker-Stadt“ Labasa – zugleich Hauport der Insel auf der Nordseite gelegen – wir interessieren uns mehr für die Busfahrt dorthin – man ist dabei viel näher am Puls bei den Einheimischen.

die fast 3 stündige spannende Fahrt über die Berge und später 3 Std zurück kostete nur gerade 25 FI$ für uns beide
Labasa ist indisch geprägt – heute lebt hier etwa die 5. Generation seit die englische Krone die Inder als tüchtige Arbeiter für den Zuckerrohranbau ins Land holte. Viele Geschäfte sind fest in indischer Hand.

Es herrscht dynamisches Kommen und Gehen der Leute, welche aus nah und fern mit den Bussen für Einkäufe hierher kommen

wir besuchen den grossen Obst-, Gemüse- und Fischmarkt – kaufen noch Kavawurzeln, welche als Geschenk dem Dorfchef beim Betreten eines neuen Dorfes übergeben werden (weitere Ausführungen folgen) – ansonsten gibt es kulturell nicht viel zu sehen und es ist heiss.
Haben im Bus noch die Benimm-Regeln im Reiseführer gelesen, die besagen, dass es unfreundlich sei, einen (Sonnen-) Hut oder –Brille zu tragen (wir haben beides), ausserdem soll man nichts auf den Schultern (wir haben Rucksäcke) sondern in den Händen tragen – na ja, wir halten uns daran, obwohl uns die Sonne sehr zusetzt, aber schliesslich sind wir Gäste hier.
Als wir auf der Rückfahrt durch die Berge wieder auf die Südseite gelangen regnet es in Strömen – dies war wohl fast den ganzen Tag so, denn das Dingi ist zu mehr als einem Drittel voll und muss bei starken Regen zuerst geleert werden, um dann aufs Boot zurück kehren zu können.
Hören Funk ab, um zu erfahren wie es unsern Freunden unterwegs ergeht.
Inzwischen kommen täglich ein paar Segelyachten von Neuseeland hier an – eine Norweger-Yacht hatte 23 sm ausserhalb Savusavu einen Motorausfall und wurde von einer andern SY bis hierher in Schlepp genommen – der Eignrer erklärte uns später, dass beim schweren Seegang Wasser durch den Auspuff in den Motor gelangte… was alsdann hier behoben werden konnte.
3 „Locals“ am Steg laden mich zum Gespräch und zum Fischen ein, geben mir unbedingt ein Bier und zeigen mir wie man auf einfachste Weise vom Steg aus Fische bekommt.
Inzwischen hatten wir auch Zeit einen Entscheid zu fällen, wie es in dieser Saison weiter gehen soll – nämlich westwärts Indonesien… oder noch eine Saison hier im Pacific
Wir hatten uns bereits für weiter westwärts entschieden und Planung sowie Vorbereitung darauf ausgerichtet als uns die Heiratseinladung unserer Tochter erreichte… also wieder mal Planänderung…
Zuerst komisches Gefühl, aber jetzt freuen wir uns sehr, bald wieder in der Schweiz zu sein, und haben plötzlich erst noch mehr Zeit im Pazifik – werden diese Saison somit voraussichtlich noch in Fiji bleiben und nach der Rückkehr aus der Schweiz später nach Vanuatu, evtl auch nach Neukaledonien segeln und uns dann für die Hurrikan-Saison nach Australien absetzen… vorausgesetzt, es gibt keine neuen Pläne … seien es selbst- oder fremdgemachte…
Nach einer Woche an der Mooring zieht es uns weiter – weil wir ja jetzt mehr Zeit zur Verfügung haben und obwohl vorerst mit Wind auf die Nase zu rechnen ist, wollen wir Richtung Osten segeln.
Segeln abseits vom Tourismus: von Savusavu aus Umrundung des Nordostens der Insel Vanua Levu bis Malau
Anmerkung: der Reiz dieser Route liegt in der Ungewissheit was uns erwartet, gibt es doch offenbar wenige SY die schon da waren und kaum Infos über Erfahrungen. Wir wollen die Sache vorsichtig angehen wegen der Riffe und einiger Fragen wie: stimmen Seekarten? Riffe !? Seezeichen? Eignung Ankermöglichkeiten? Wie reagiert die Bevölkerung? Können wir ohne weiteres an Land gehen? Und?…
Am Vorabend treffen wir bei einer speziellen Fiji-Mahlzeit, welche für Yachtcrews in der Marina angeboten wurde, eine Crew welche ähnliches vor hat wie wir – also trifft man sich dann (voraussichtlich) am ersten vereinbarten Zielort.
15.5. von Savusavu nach Fawn Harbour

35 sm, Anker-Pos 16°43.6’S – 179°43.5’E, Respekt vor langer Riffpassage – Seezeichen stimmen gemäss Seekarten – drinnen in der Lagune ist es absolut still und idyllisch – am Abend kommt auch die SY Beyond UK vorsichtig ins innere Becken.

am nächsten Morgen beim Verlassen des geschützten Ankerplatzes und Ausfahrt aus der Riffstrasse – weiter ostwärts
16.5. zur Viani Bay
20 sm, Anker-Pos 16°45.7’S – 179 °54.0’E – wir sind 3 SY – die andern zwei kehren später nach Savusavu zurück – ein Amerikaner der dort lebt, kommt rudernd zu uns – er bietet alles mögliche an: Bushwalk, Snorkeling… wollten am nächsten Tag mit ihm beim Riff Schnorcheln gehen– mussten aber wegen strömendem Regen verzichten – wir segeln weiter
17.5. „um die Ecke“ zur Buca Bay

12 sm, Anker-Pos 16°40,4’S – 179°49,6’E,
Etwas unruhig am Anker bei viel Wind
18.5 am Anker Buca Bay

mit Dingi an Land – gelangen auf der Küstenstrasse zu einer grosszügig angelegten, modernen und gepflegten Schule, der „7th day adventist-school“

es kommt zwar nur alle 2-3 Stunden ein Bus oder Lastwagen…

Besuch bei Ismeli der uns aus dem Geäst eines Brotbaumes einlud zum Haus zu kommen – riesige Freude über unsern Besuch im blauen Haus unweit Ankerplatz – mussten ihm versprechen, andern Yachties zu sagen, dass man bei ihm vorbeischaut! – machen wir gerne. Haben dann noch einen interessanten Abend mit der „Beyond-Crew“, welche sich morgen auf den Rückweg nach Savusavu macht.
19.5. von der Buca Bay – Umrundung Manukasi – zum Manukasi Point
20 sm, Anker-Pos 16°28.5’S – 179°53.9’E
Haben diesen NE-Inselkopf innerhalb der Riffe umrundet – dies war in unserem Falle ein heikles Unterfangen wegen Markierungspfosten die nicht der Seekarte entsprachen, sowie wegen „verschobener Karte“ (0.2 sm = 360 m wie ein späterer Vergleich mit Google earth zeigt.
Spezielle Vorsicht (Riffe, Untiefen) bei Anfahrt zum Ankerplatz und bei diesem selbst!

Einheimische kommen zum Boot – sie fragen ob sie an Bord kommen dürfen und bringen Kokosnüsse – kein Problem – Einladung ins Dorf am nächsten Tag
20.5. am Anker Manukasi Point – im Dorf


wieder Besuch beim Boot –– am Nachmittag erwartet uns das halbe Dorf – Einladung beim Dorfchef – dafür werden wir speziell gekleidet – etwa 25 Personen sind im Haus des Dorfchefs zur Kava–Zeremonie versammelt, zu welcher wir erwartet werden – stolz zeigt man uns die Schule – die Freundlichkeit der Menschen ist kaum zu beschreiben und hinterlässt prägende auch nachdenkliche Eindrücke.
21.5. Abschied und Umrundung NE-Punkt Vanua Levu – nach Nukusa

zum Abschied kommen ein paar Dorfbewohner mit einem Boot vorbei

nach 46 sm rassigen Segelns erreichen wir Nukusa auf 16°11.1’S – 179°52.5‘E
Es ist ein heikler Ankerplatz im freien Seeraum – Anker auf 4.5m am Riff wo es abfällt auf 35m – Ankercheck (Schnorcheln) – hatten ganze Zeit viel SE (Landwind) daher kein Problem – könnte bei Seewind durchaus eines werden
Besuch von Fischern aus dem Dorf – neugierig, interessiert, waren noch nie auf SY – kommen gerne an Bord – kein Problem
22.5. am Anker vor Nukusa
20 – 28Kn SE-Wind und starke Böen zerren am Boot – bleiben an Bord
23.5. weiter am Anker vor Nukusa bei schönem Wetter und viel Wind

Gehen am Vormittag bei Hochwasserstand an Land – ein bereits bekannter Fischer macht eine „Führung“ durchs Dorf – der Dorfchef heisst uns willkommen – da wir sehen dass er raucht, geben wir ihm „krumme Villiger“ als Gastgeschenk, welche dieser gerne annimmt.
Wie überall macht das einfache Dorf einen gepflegten Eindruck. Die Menschen heissen uns willkommen und die Kinder wollen fotografiert werden.

Werden am Nachmittag von 4 Jungs mit Motorboot abgeholt um mit Ihnen zur ALSO-Insel zu fahren – sie wollen nur das Benzin bezahlt haben (2 Galonen) – wir lohnen es anderweitig.

Also-Island hat den Namen von einer amerikanischer SY – vor 8 Jahren ist Jim mit seiner japanischen Frau hier her gekommen und sesshaft geworden – die Yacht wurde bei Hurrikan Thomas vor 2 Jahren ans Ufer geworfen – liegt jetzt als Wrack dort – Jim hat die Insel „gemietet“ (75 Jahre-Vertrag) – mehrere Leute leben dort – es gibt einen Shop -– baut offene Boote und hat Idee für Backpacker-Resort – findet, dass weil wir schon so eine Tour hier abseits machen, wir eigentlich zusammen passen würden, falls wir sesshaft werden möchten… – wollen wir aber nicht…
24.5. weiter am Anker Nukusa – immer noch viel Wind und heftige Böen

fahre dem mit Dingi zu einem Fischer, der mit Schnorchel und Harpune seit über 2 Std im Wasser ist – er hat, wie er erklärt, nur gerade 2 Fische, 3 Seegurken und eine Languste im Fass, das er an langer Leine nachzieht – er will mir die Languste (bestes Stück!) schenken – winke dankend ab – er sagt später dann noch, dass der Fang zubereitet und den Kindern in die Schule gebracht wird – bringe ihn, nachdem ich eine Weile mitgeschnorchelt bin, zum Dorf zurück – er hätte schwimmend noch weitere 30-40 Minuten gebraucht.
Morgen soll Wind etwas nachlassen, was die Riffausfahrt und das Seefahrerleben erleichtert
25.5. von Nukusa nach Malau


Nukusa by by – die Riffausfahrt ist problemlos – Segel setzen – Fahrt mit raumem SE-Wind und 18 Knoten Windstärke weiter westwärts – später hart am Wind durch die breite Riffpassage nach Malau.
Nach 53 sm „Bilderbuchsegeln“, so die Bordfrau, Anfahrt Ankerplatz bei „Busstation“ zwischen Zucker- und Holzmühle – Pos. 16°21,7’S – 179°21.6‘E

Begegnung am Ufer von Malau

Fahren mit Bus zum zweiten Mal nach Labasa zum Einkaufen, diesmal von der Nordseite her – Labasa wäre von hier auch mit dem Dingi flussaufwärts erreichbar – mit 6 sm jedoch etwas weit weg. Zu Beginn der Fahrt füllt der Chauffeur am alten Gefährt neues Kühlwasser nach – auf der Rückfahrt muss er anhalten und den Auspuff mit Draht wieder befestigen – dauerte knappe 10 Minuten

An Pfingsten erfolgte eine Einladung in die (Methodisten-) Kirche – schöne vielstimmige Gesänge –- speziell namentliche Begrüssung für uns zwei Ausländer – eine „Prediger-Predigt“ z.T. mit direkter Zuwendung an uns: „as you know Peter and Leena, there is only one Good for all of us…“ und dann…. eine Aufforderung an mich, dass ich den Anwesenden sicher etwas sagen möchte… Überraschung… also stehe vom Schneidersitz auf und halte eine kurze improvisierte Rede… Dankesgemurmel… nach der Predigt sind wir zum Sonntagsmahl beim Assistent-Prediger eingeladen… ein feines, vielseitiges Essen, das im Schneidersitz (schon wieder – au unsere Knochen) und mit den Händen gegessen wird.

Für die nächste Nacht hüpfen wir 3 sm weiter zu unserem letzten Ankerplatz auf der grossen Nordinsel Vanua Levu – es gäbe noch unzählige – wir wollen weiter zur Yasawa-Inselgruppe. Damit verlassen wir eine wenig vom Tourismus berührte Gegend mit vielen feinen Erinnerungen im Gepäck.
Die Yasawa-Islands

Bei absolut ruhiger See und bedecktem Himmel fahren wir unter Motor durch die grosse Riffpassage der offenen See entgegen

bald umfahren wir in weitem Bogen die Insel Nananukukura, welche von einem Riff umgeben ist, das jetzt bei ruhigem Wasser nicht auszumachen ist.

auf der Karte – gleiche Schiffsposition wie vorheriges Foto – wird das Riff (gruen)in 3 sm Abstand zum Boot sichtbar.
nach einer Tag- Nachtfahrt von 122 sm erreichen wir die Yasawas. Die westlich der zwei Hauptinseln gelegene Inselgruppe gehört zum Muss für Fiji-Segler. Bei Tagesdämmerung kommen wir in Sichtweite der Inseln – über Funk erfahren wir, dass die „Forty two“, die eine Woche vor uns in Savusavu gestartet ist, in der Nähe vor Anker liegt. – inzwischen sind fast 5 Wochen verstrichen.

Am Ankerplatz gibt es ein freudiges Wiedersehen bei einem von Mercedes fein zubereiteten Sushi – übrigens das Beste das ich je genoss – zugegeben ich hatte erst 3 Mal Gelegenheit dazu, aber besser ist kaum denkbar. Natürlich gab es viel zu erzählen über Route, Begegnungen und Erlebnisse, u.a. dass sie oft Fische gefangen haben – wir dagegen blieben diesbezüglich glücklos.

Landgang – der Landstrich erinnert etwas an Mittelmeergebiete – ausser dass wir Strand und das ganze Insegebiet praktisch für uns alleine haben – was wir sonst nicht tun: ausnahmsweise nehmen wir 2 Kokosnüsse mit aufs Schiff und dies auch nur deshalb, weil viele davon auf den Strand und ins Meer fallen, ohne dass sie jemand pflückt. Dies die Entschuldigung – leider gibt es einige Yachties die der Spezies „klaue überall alles was du kannst“ angehören, um so billig ihren Speiseplan zu ergänzen. Dass sie der Reputation der Segler enorm schaden, kümmert sie kaum.

14 geschenkte frisch gefangene Tintenfische… müssen zubereitet werden, was mich für 1 ½ Std bei höchster Konzentration in Anspruch nimmt… und wobei viel Tinte fliesst… die Bordfrau machte daraus ein richtiges Festmahl… noch nie war Tintenfisch soooooo fein…
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Eine Bergwanderung mit Carsten, derweil die Frauen auf den Booten blieben, bleibt in starker Erinnerung – einerseits weil der ganze, recht steile Aufstieg im mannshohen Gras, das alle Inseln bedeckt, erfolgte und zum andern die Aussicht von der Krete der lang gezogenen Insel auf die derzeit ruhige See.
Am Mittag sind wir zurück – ein Motorboot bringt ein junges Paar an den einsamen Strand – die beiden Begleiter stellen ein weisses Sonnenschirmchen auf und lassen die beiden mit einer Kühlbox zurück – am Abend bevor sie die beiden abholen kommen die beiden Resort-Angestellten bei uns vorbei und erklären uns strahlend, dass es sich um ein Honeymoon-Pärchen aus Neuseeland handelt, das sie vom 8 sm entfernten Resort hierher brachten – nebenbei fragen sie scheu nach Alkohol – vor der Abgabe an Locals wird von behördlicher Seite her streng gewarnt – wir halten uns daran und geben ihnen statt dessen Fruchtsaft, was auch sehr geschätzt wird.
Wir wollen weiter und dies sowieso in Erwartung von Wind aus Richtung offener See. Da bietet sich die geschützte Bucht beim Dorf Nabukeru an. Als wir beide Boote ablegen und unter Segel gehen, hat die „Forty two“ sofort die Angel ausgelegt, die sich prompt an unserem Kiel verfängt – um den teuren Köder nicht durch Abreissen zu verlieren, fahren wir unter Segel ein Bord an Bord-Manöver, Carsten übergibt uns die Angelrute – später am Anker war es eine einfache Sache tauchend die Angel mit dem künstlichen Köderfisch zu lösen.

Bei der Anfahrt der Bucht gab es Böenspitzen bis 35 Knoten und der Ankerplatz mit tiefem Ankergrund erwies sich nicht so geschützt wie erwartet.




Die Umgebung mit bizarren Felsen, vorgelagerten Riffs, die jetzt bei Vollmond bzw. Springniedrigtide sogar trocken fallen, ist von beeindruckender Schönheit, was auch Seekayak-Touristen und andere anzieht – eine Grotte in welcher man zuerst hinabsteigen und dann schwimmen und tauchen muss, ergänzen die märchenhafte Landschaft.

Im nahen Dorf Nabukeru treffen wir wie überall auf freundliche Menschen – am Abend ruft der Dorfpriester mit dumpfen Trommelschlägen zum Kirchgang – jemand führt uns zu einem defekten Aluminiumboot und fragt ob wir evtl. ein Aluminiumblech hätten für die Reparatur – ja hatte ich – ein echtes Problem, wenn man wie diese Leute abgelegen auf einer Insel wohnt – es freute sie und mich, dass ich mit Werkzeug und Know-how bei der Reparatur helfen konnte – Adressentausch – ich verspreche ihnen noch Fotos zu senden.

Zusammen mit der „Forty two“ steuern wir die Malakati-Bay an – „die mit dem schiefen gelben Haus am Strand“ – wie üblich werden wir beim Landgang zum Dorfchef geführt, der ungewohnt trocken, fast mürrisch wirkte, unser Kavageschenk entgegen nahm, uns noch fragte ob wir ein Cruising-Permit hätten und uns verabschiedete… am Strand begegnete uns wieder das „Gesicht der Kokosnuss“ (Samoanisches Märchen), welches uns aus dem Sand anschaute. Mit einem alten Dorfbewohner vereinbarten wir den Kauf von 5 Papayas für 10 FI$ (ca. 5.- CHF), abzuholen am nächsten Morgen um 07:00…! – als ich mich dann in aller Hergottsfrühe (es ist erst seit knapp ¾ Std hell) mit dem Dingi dem Strand nähere, wartet er bereits dort und mehrere Kinder rennen lachend und fürsorglich ins Wasser, um das Dingi bei der Landung im Wellengang zu halten. Er brachte statt 5 gleich 10 Papayas und gab den Bastkorb als Geschenk gleich mit – wunderbar!

Nur 7 sm weiter südlich gelangen wir zur berühmten Blue Lagoon –die Anfahrt zwischen den Riffen ist nicht ganz einfach – eine australische SY ist ebenfalls da – die Bay ist ein Touristen-Mekka – in der Umgebung gibt es ein paar schön gelegene Resorts, die sich kaum sichtbar hinter Bäumen am Ufer befinden und aus einem Restaurantbetrieb und verstreuten einfachen Bungalows bestehen.- ein Linien-Catamaran bringt und holt Touristen – selbst dieser mit sehr wenig Tiefgang kann wegen den Untiefen nicht zum Strand fahren, weshalb bei Ankunft viele Wassertaxis zum draussen wartenden Catamaran ausschwärmen und Gäste abholen oder bringen. Bald kommen 5 weitere SY in die Bucht, auch ein Wasserflugzeug dröhnt ab und zu über uns hinweg. Bevor wir nach 3 Tagen weitersegeln, decken wir uns bei einer entfernt liegenden Plantage mit Gemüse und Bananen ein – es handelt sich um einen Familienbetrieb, welcher die Resorts mit Gemüse versieht – der Waren-Transport erfolgt mit einem kleinen Segelboot.
Während die „Forty-two“ noch in der Umgebung bleibt, zieht es uns weiter zur Somosomo-Bay – es kündigt sich Schlechtwetter an – es regnet Bindfäden – Sicht am Anker noch knappe 50 m – danach dreht der stark aufkommende Wind, so dass wir uns an einen geschützteren Ankerplatz verlegen müssen.
Dank guter Sicht ist die die Weiterfahrt zur „Mantaray-Passage“ zwischen Riffen kein besonderes Problem – die Passage kann mit Segelbooten wegen Untiefe selber nicht passiert werden, ist aber ein unerhört prächtiger Schnorkelspot



mit einer Neuseeländer-Familie geht es auf die Suche nach den häufig sich hier aufhaltenden Rochen – von den Einheimischen ist zu hören, dass sie selber darauf warten, dass die Mantas wieder kommen – von Seglerkollegen erfuhren wir, dass es viele gebe – nicht so jetzt – dafür entschädigt die prächtige Unterwasserwelt. Weil ich erwartete, dass ich länger im Wasser bleiben würde, suchte ich nach meinem lange nicht benützten Neoprenanzug – Überraschung: eine schlagsicher im Neopren verstaute Flasche feiner Ruhm, die wir 1 ½ Jahre zuvor in Panama kauften, kam zum Vorschein – unbewusst schmuggelten wir diese in den inzwischen besuchten Ländern am Zoll vorbei.
Von der Yasawa-Inselgruppe nach Viti Levu der Hauptinsel

Am 18. Juni, nach einem schönen Weekend am Südende der Yasawa-Inseln, motoren wir mehr als wir segeln, nach Lautoka, zum Festland von Viti Levu, der Hauptinsel von Fiji.
Wir kommen hierher zum Einchecken, wie im Cruising-Permit vorgeschrieben, das wir in Savusavu erhalten hatten. Inzwischen wurden die Regeln „vereinfacht“, wie man uns freundlich mitteilt. Ob wir deshalb so lange warten müssen, bis die Papiere erledigt sind, entzieht sich unserer Kenntnis.

Lautoka ist eine Industriestadt. Ausser einem Tempel gibt es kaum Sehenswürdiges. Zuckerrohrverarbeitung, Holzchip-Verlad für Japan und Fischerei sind vorherrschend. Im Hafen schwimmt einiger Unrat, das Wasser ist schmutzig grün und ziemlich übelriechend.
Nach Besorgungen legen wir bereits einen Tag später wieder ab zur modernen Denerau-Marina. Dort bleiben wir 2 Nächte um zu erfahren ob diese sich eignet, um die Nicone dort 2 Monate zu stationieren, wenn wir schon bald in die Schweiz zur Hochzeit unserer Tochter fliegen würden. Die Marina bietet zwar jeden nur denkbaren Luxus, ist jedoch beinträchtigt von Baulärm, Wellenschlag, Motorenlärm, viel Touristenverkehr und relativ teuer – da wollen wir uns später noch vor Ort die bedeutend ruhigere und als sehr sicher geltende Vudapoint-Marina ansehen.

Unser nächstes Ziel ist die grosse Momi-Bay. Gemäss Wetterprognosen sollte das Wetter eigentlich miserabel sein, mit Frostdurchgang!, Regenfällen und starken Windböen – statt dessen segeln wir bei herrlichem Segelwetter zur sicheren Segelbucht und erleben einen eindrücklichen Abend am Anker. Vorerst sind wir alleine da – kurz vor Sonnenuntergang kommt noch eine deutsche Yacht in die Bucht.
Am folgenden Tag ist weiter Starkwind aus SE und draussen Wellen von 3.2 m aus S angesagt – wir wollen zur 12 sm südlich gelegenen Robison-Insel, so der Resort-Name, segeln – es könnte also etwas rauh werden beim Am- Wind-Kurs – wir wollen es bewusst versuchen, ansonsten umkehren.

Als wir aus der Bucht durch die grosse Riffpassage segeln – es herrscht Prachtswetter -nimmt der Wind stark zu – ausserhalb kommt er voll auf die Nase und das Boot kämpft gegen schwere See – wir verzeichnen 34 – 38 Knoten Windgeschwindigkeit – also lassen wir nach 2 sm Vernunft walten – wir müssen ja nicht… und kehren um, wir werden es später bei besseren Bedingungen erneut versuchen.

Die Rückfahrt mit Wind und Wellen war dann eine rassige Fahrt und ein herrliches Erlebnis, auch deshalb weil eine SY, die uns mit dem Wind entgegen kam, uns vorerst überholen wollte als wir wendeten und die wir dann „in Schach hielten“ bis sie innerhalb des Riffs einen andern Kurs segelte – wieder mal war mein Race-Fieber ausgebrochen (;-) – nicht besonders zur Freude der Bordfrau, aber zur grossen Befriedigung von mir selbst.

Nach einer weiteren Nacht in der Momi-Bay – es herrscht immer noch „very rough sea“ ausserhalb des Riffbandes – segelten wir zur nordwestlich gelegenen „Musquet-Cove“, einem sehr bekannten wunderschön gelegenen und geschützten Ankerplatz. Hier treffen wir auf die Schweizer-Boote „Balena“, „Dream-Time“ und „Dream-Catcher“ – zwei Crews von ihnen kennen wir von Whangarei Neuseeland, wo wir in der selben Marina lagen.

Bevor wir wieder südwärts segeln, um im 2. Versuch zur Robinson-Crusoe-Insel (richtiger Name Likuri-Island) zu gelangen, segeln wir zur Vudapoint-Marina, wo wir einen Augenschein nehmen und fragen wollen, ob eine Reservation für unsere etwas spätere Schweiz-Abwesenheit möglich ist – es handelt sich um einen sehr sympathische Marina.

Etwas behinderlich sind bloss die kurzen festen Stege, weil es bei 2 m Tidenhub teilweise schwierig ist an oder von Bord zu gehen – wir bleiben ein paar Tage und werden eine Woche später vor unserer Reise in die Schweiz die Nicone definitiv hier stationieren.

Die Marina-Anlage verfügt auch über eine halbmondförmig angelegte Werft – die Spezialität: – sie wird auch „Grave-Yard“ (Grab-Werft) genannt – ist die Hurrikan-Sicherheit – die Boote werden mit dem Kiel in eine Grube versenkt.

Auf dem Weg südwärts zur Likuri-Insel machen wir einen Zwischenhalt in der bereits bekannten Momi-Bay und geniessen wiederum einen unbeschreiblich prächtigen Abend am Anker.
Dieses Mal haben wir weit weniger Gegenwind als beim ersten Versuch dorthin zu gelangen.

Entlang dem ca 10 sm langen Aussenriff mit entsprechender Brandung gelangen wir zur Einfahrt durch die heikle Riffpassage.

Wir lassen uns über Funk zum Ankerplatz vor Likuri-Island leiten, bekannt für sein Robinson-Resort, das einfach und schön angelegt ist und an gewissen Tagen eine äusserst sehenswerte Fiji-Tanz-Show zeigt, die weit herum berühmt ist – dies der Grund weshalb wir hierher segelten.

Gäste des Resorts werden mit Motorbooten hierher gebracht und beim Anlanden mit Gesang empfangen

Ein Landgang hat immer Entdeckungs-Charakter
Eine Fischerfamilie kehrt nach einem langen Tag vom Fischfang zurück – heute war ihre Beute sehr bescheiden

hier ein Feuertanz – eine unvergessliche Fiji-Tanz-Show mit Rhythmus und artistischem Bewgungs-Ausdruck waren ein weiterer Höhepunkt unserer Fiji-Reise .
Die Fahrt zurück zur Vudapoint-Marina verlief via diversen Ankerplätzen bei Schönwetter und wenig Wind unspektakulär.

die Nicone wartet nun dort, betreut von Bharos dem Inder mit viel Erfahrung und sogar Auszeichnung in der Bootsaufsicht, auf Position 17°40.83‘ S – 177°23.19‘ E auf unsere Rückkehr aus der Schweiz.


Am 23. März – der Tag verspricht schön zu werden – kann die Nicone nach 5 Wochen Trockenstandplatz wieder in ihr salziges Element zurück – etwas nervös sind wir schon – letzte Vorbereitungen – an alles gedacht? – schon manches Boot musste gleich wieder ausgehoben werden, weil etwas am Unterwasser oder im Bootsrumpf innen vergessen wurde – aber alles ok – kein eindringendes Wasser – dann Momente der Wahrheit betreffend neuem Motor – anlassen – „guter Sound“ (;-) – einige Checks und Tests durch Grant den Chefmechaniker – kurze Testfahrt – wow – alles bestens – Mehrschub spürbar.
Neues Verdeck und Bimini in Zusammenarbeit mit Ronny, der einen ausgezeichneten Einmannbetrieb führt und mit Ideen und Begeisterung ans Werk geht – in Zukunft haben wir im Cockpit eine abschliessbare „Kuchenbude“, die uns auch bei Schlechtwetter (von achtern) schützt.
Hälfte derselben über Bord – steige sofort ins nur 2m tiefe aber sehr dreckige Wasser – der Boden ist zudem voller Schlick … und finde das Teil nicht mehr – gut möglich, dass es auch noch weggetrieben wurde, weil der Motor zu diesem Zeitpunkt lief und einige Strömung produzierte… werde von allen Seiten bedauert… vor allem wegen des Schmutzbades – na ja … ein Neuteil ist nicht aufzutreiben, also beginne ich bereits eine Skizze für eine Spezialanfertigung zu kreieren – tel. noch Paul und Marie-Therese, die uns von Opua aus besuchen wollen – er fragt noch beim dortigen Rigger nach – dann Surprise: er werde mir das Teil morgen bringen – uns fällt ein Stein vom Herzen – hätte sonst gedauert und sehr teuer werden können.


Eines Abends lernen wir den Trans-Ocean-Stützpunktleiter von Whangarei kennen – ich kannte Otwin von früherem E-Mail-Verkehr – er schrieb einen interessanten Artikel über Erfahrungen mit einem Jordan Series Drogue (lange Leine mit vielen kleinen Fallschirmen, welche bei Schwerwetter zu Wasser gelassen wird und das Boot bremst) – wir freuten uns über seinen Besuch und dass er unseren selbstgefertigten JSD mal „ansehen“ wollte – noch mehr freuten wir uns über seinen Kommentar – schliesslich aus dem Munde eines sehr erfahrenen weitgereisten Seglers dem ich grossen Respekt zolle – er hatte nur lobende Worte und gab uns noch ein paar Tipps für die Handhabung.




… ihm fehlt wohl jedes Verständnis für das geschäftige Tun der Segler da unten am Steg – die Nachosterwoche ist ziemlich hektisch geprägt – es fehlen noch wesentliche Teile wie Windgenerator, und anderes – die Handwerker und Lieferanten „haben teilweise wohl immer noch Ostern“ (;-)





Am Mittag landet ein müde aussehender Vogel (Schwalbenart) auf dem Boot und will unbedingt unter das schützende Verdeck – nach einigen Minuten fliegt er weg, kommt aber später nochmals für eine ganze Weile zurück.
Seit Mitternacht konstant gute Fahrt am Wind – 06:45 herrlicher Sonnenaufgang – tagsüber wenig Wind aus NNE – somit praktisch auf Nase – für ein paar Std ist deshalb Motorsegeln angesagt – Erreiche über UKW die SY Norsa UK – sie ist nur 10 sm neben uns (nicht zu sehen) – Kontakt via Satellitentelefon mit Paul (SY Mabuhay CH), der noch in Opua ist – er sorgt dafür, dass wir von Winfried (Wetter-Service auf Deutsch) morgen das Wetter für unser Seegebiet und die folgenden Tage erhalten – tipp topp – nach Check des Tuners scheint es, dass wir unser KW-Funkproblem nicht selber lösen können und dieses deshalb bis Fiji warten muss.


Dann sind wir da – werden, nachdem wir uns über Funk angemeldet haben, bereits an einer Mooring der Waitui Marina erwartet – sie organisiert auch das Prozedere des Eincheckens, das unkompliziert verläuft – die Beamten kommen an Bord: 1. Gesundheit – 170 FI$ irgendwann nächste Tage beim Spital bezahlen – 2. Zoll und Immigration (viel Papier) – ansonsten keine Kontrolle – dafür freundliches Bula – willkommen – morgen komme dann noch die Biosecurity…

Am dritten Tag ist endlich der Ersatz für das verloren gegangene Ruder aus Deutschland eingetroffen. Wir können es beim Cargo des Zollamtes abholen. Mit Taxi, Wassertaxi und Dingi bringen wir das Paket auf das Boot. Peter und ich benötigen den Rest des Tages für den Zusammenbau und die Montage.







-Bergfest: Heute haben wir halbe Distanz geschafft.












Nach vier Tagen Landgang brechen wir auf, um die „Bay of Islands“ zu erkunden. Unser erster Stopp ist Russell der ersten Hauptstadt Neuseelands. Mit dem Dingi gehen wir an Land. Früher wurde es als „Höllenloch des Pazifiks“ bezeichnet, galt der Ort doch als Zentrum der Walfänger. Stetig wuchs die Bevölkerung, bestehend aus desertierten Seeleuten, entflohenen Gefangenen, Schnapshändlern und Walfängern. So bekam die Siedlung den Ruf als gesetzloser Hafen.

















verabschiedet und uns noch Infos für die nicht ganz einfache Riffpassage der Inselzufahrt gibt – Minuten nach dem Ankern giesst es 2 Std wie aus Kübeln – Sicht null – Glück gehabt wegen Sicht in der Passage – dann kommt schon bald die Zolldame und der Immigrations–Offizier an Bord – sie wurden von einer andern SY, die soeben einklariert hatte, per Dingi zu uns gebracht – der Skipper hatte die beiden an Land abgeholt und über Funk fragten die Beamten den Skipper, ob er ihnen nicht Regenzeug bringen könnte…klar kein Problem.







Wir starten – 3 SY, die Elbe, Sail away und Nicone in einen schönen Abend – hier die Sail away gleich auf kurz nach Start in Niuatoputapu – jedoch bereits 5 Stunden später ist fertig lustig – zunehmende Bewölkung mit stark drehenden, zu- und abnehmenden Winden, dazu Squolls mit Böen und Regen – Fortsetzung am nächsten Tag mit wenig Wind – trimmen – umtrimmen – als der Wind endlich etwas stabiler ist, wird er zunehmend stärker und kommt auf die Nase – mit Motor und gegen die Wellen geht es in die zweite Nacht – die Elbe meldet über Funk, dass der Motor zeitweise aussetzt – wir verlangsamen und bleiben in unmittelbarer Nähe um allenfalls Schlepphilfe leisten zu können – Werner von der Sail away, die etwas voraus ist, gibt Ratschläge via Funk – das Problem „verstopfter Feinfilter“ konnte gelöst werden – noch bleibt die Elbe direkt neben uns bis klar ist, dass der Motor keine weiteren Aussetzer hat. Inzwischen haben Wind und Wellen gegen an weiter zugenommen – sollen wir weiter die ganze Zeit (ca 18 Std) motoren?













Es wurde ein geselliges Treffen am Strand mit Liedern am Lagerfeuer in vielen Sprachen – die beteiligten Nationen waren u.a. aufgefordert ein Lied aus der Heimat vor zu tragen – das ergab ein lustiger Mix – mit „es Burebüebli mag i ned…“ nur erster Vers, dafür laut – und es verstand es ja niemand sonst – lösten wir entgegen meinen Befürchtungen etlichen Beifall aus – bleibt anzufügen, dass ich im Gegensatz zu Leena kein Sänger bin, aber was nicht ist …(;-). Es ist auch etwas Melancholie im Spiel – geht doch für viele Weltumsegler in NZ ein jahrelanges Seefahrerleben zu Ende – dies wird noch durch einen Iren verstärkt, der hervorragend Gitarre spielt und ein begnadeter Sänger und Interpret ist. Ein gelungenes Fest!
Mehrere Segler haben in den letzten Tagen direkt vor der Küste Wale gesichtet – wir fahren hinaus und haben Glück – es ist schon ein Schauspiel diese Meeresriesen, teils mit Nachwuchs zu beobachten – bald werden sie wieder auf Wanderschaft südwärts gehen, nachdem sie hier in den warmen Gewässern ihre Jungen zur Welt gebracht haben.
es folgte eine heftige und andauernde Front und brachte die Boote am Anker zum Tanzen, weshalb wir den Tag und eine weitere Nacht dort verbringen, derweil es draussen stürmt und die Wellen ganz schön übers Riff hereindonnerten. Mache mit Schnorchel noch einen Ankercheck bei der Nachbaryacht und bei uns – sieht gut aus.


Am 18.10. trifft mit dem Abendflug aus Auckland Neffe Tobias ein – kaum angekommen , schon beim Schnorcheln am Wrack – er wird uns nach Neuseeland begleiten – es wird seine dritte und bisher längste Seereise mit der Nicone sein – mit Tobias erreichen uns neben persönlichen Nachrichten und Fotos von zu Hause auch feine Sachen – schon lange gab’s keine oder keine gute Schockolade mehr – jetzt ist sie da und im nu verringert sich die Anzahl der edlen, mit Kirsch gefüllten „Luzärner-Rägetröpfli“… (;-)