Woche 9 / 25. Feb. – 2. März 08

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wieder auf dem Wasserliegeplatz in der Marina

Die Hauptereignisse diese Woche:
Schönes und bis zu 20°C warmes Wetter hat sich eingestellt.
Schaffe, schaffe … die Arbeitsliste der letzten Woche schafften wir trotz 10 – 12 Std-  Arbeitstage nicht und neue Punkte, die sich aus bestehenden ergaben, kamen hinzu (davon später mehr). Es war jedenfalls interessant. Dass es die „Knochenarbeit“ ist, die uns etwas zusetzt, spüren ältere Semester wie wir dann abends schon – der Versuch im Bett noch zu lesen endete regelmässig schon im Anfangsstadium.
Vorerst waren weitere Rumpfanstriche angesagt – Leena verrichtete einen Grossteil davon und erklärte den sich interessierenden Türken, dass sie schon 3 Häuser innen gestrichen habe und ganz gerne und gut damit zurecht komme.
Der Einwasserungstermin nahte – also alles was das „Unterwasser“ betrifft, musste geprüft bzw. fertig gestellt werden: Zinkannoden an Welle und Kiel montieren, Echolot  ok, Ruderanlage ok, Propeller geschliffen, mit Spezialfarbe gestrichen, montiert und gesichert, Bugstrahlpropeller montiert ok … bleiben noch die 10 Auflageflächen (von den Stützen auf dem Trockenplatz) und der Flügelkiel zu bearbeiten. Dazu fährt der kleine Bootslift zum engen Trockenplatz und hebt das Boot an – fährt damit unter den grossen Lift, wo die NICONE umgeladen wird – dann bleibt das Boot dort bis zum nächsten Morgen hängen, sodass wir die 10 weiss gebliebenen Flecken und die Flächen des Flügelkiels von unten bearbeiten können. Diese Übung kostete eine Flasche beste Qualität Raki (türk. Anisschnaps) für den Chefkranführer. Da ein Helfer erst spät abends kommen konnte, mussten wir selber zur Schleifmaschine greifen – eine staubige, anstrengende und nicht ganz ungefährliche Angelegenheit war es schon, so mit Staubmaske, Handschuhen, Brille, den Kiel von unten glatt zu schleifen – jetzt nur keinen Arbeitsunfall bauen –  wegen der angebrochenen Dunkelheit arbeiteten wir schon mit Licht – aber die SUVA hätte die hellste Freude an unserem Werken gehabt. Dann noch 2 Anstriche und Morgen um 07.00 Uhr geht’s weiter, damit um 09.00 Uhr eingewassert werden kann. Inzwischen ist es 22.00 geworden. Leena geht „tauchen“ (douchen, schlafen), während ich beim Kranführer und paar seiner Arbeitskollegen noch zu feinem Oktopus und Raki eingeladen bin…
… dann andern Tags ist es soweit – nach 3 _  Monaten Landluft wird die NICONE wieder in ihr Element gesetzt: Check ob nirgends Wasser eindringt (besonders Seeventile) – dann erwartungsvolle Minute ob der Motor noch läuft – tut er – der Mast wird erst 2 Tage später gesetzt – also Leinen los und ab zum Liegeplatz. Die Leinen sind los aber wo ist das Steuerrad – noch im Schiffsinnern aufgehängt, wo es am Landplatz aus dem Weg geräumt, auf aktivere Zeiten wartete  … nun jeder blamiert sich so gut er kann – gelacht haben wir schon und montiert war es schnell!
Ein gutes Gefühl stellt sich ein wieder auf dem Wasser zu sein! Als dann der Mast noch gestellt war, ist der stolze Schwan schon fast perfekt… aber eben nur fast – viele Dinge die nicht sichtbar sind wollen noch erledigt werden.

Impressionen – Woche 9 / 25. Feb. – 2. März 08:

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