Woche 41 / 06. – 12. und Wo 42 / 13. – 18. Oktober 2008

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Vulkanlanschaft Timanfaya

Wir bleiben vorderhand im Hafen Puerto Calero / Lanzarote

Nach etwas hektischer Zeit  vor und nach dem Ablegen in Gibraltar, sowie vorgesehener Änderungen und Ergänzungen am Boot, wie auch geplanter weiterer Tests mit der Windpilotanlage, wollen wir uns etwas Zeit gönnen. Nicht zuletzt gibt es ein paar Arbeiten, welche von Spezialisten ausgeführt werden müssen, und die wir hier ausführen lassen können und wollen.
Da wir vom 18. – 29. Okt. in die Schweiz reisen, beschliessen wir vorerst bis Anfangs November in der Marina Puerto Calero zu bleiben, wo das Boot auch in unserer Abwesenheit unter guter Aufsicht sicher am Steg liegt. Für einen ganzen Monat Aufenthalt gibt’s 20% Rabatt plus zusätzliche 5% Ermässigung für Trans-Ocean-Mitglieder in der Nobelmarina, wo jeden Freitag sämtliche Messingpoller poliert werden! Ob wir hier richtig platziert sind?
Ursprünglich sollte uns die Insel Lanzarote nur als relativ kurzer Zwischenaufenthalt dienen, weil wir bereits vorher einen provisorischen Termin mit einem Funkamateur in Las Palmas vereinbart hatten. Dazu kommt es vorläufig nicht, ist es doch praktisch unmöglich, dort wegen des Atlantik–Rallys (ARC) mit 220 gemeldeten Segelbooten einen Platz zu erhalten. Diese sammeln sich auf Gran Canaria und starten dann von Las Palmas aus über den Atlantik mit Ziel St. Lucia in der Karibik.
Für unseren Teil wollen wir vorerst etwas zu den verschiedenen Kanarischen Inseln
segeln und erst im Verlaufe dieser Zeit beschliessen, wohin die Reise weiter gehen soll. In dieser Beziehung ist noch alles offen – wir sind ja nicht auf der Flucht  (;-).
Das kann bedeuten – Winter (kann man von Winter reden bei ca. 18°C?) auf den Kanarischen Inseln, bzw. südwärts zu den Kap Verden mit Ziel Brasilien – oder Ablegen Richtung Karibik – oder allenfalls zurück ins Mittelmeer.
Vieles muss dabei stimmen – von Crew, Boot, Gesundheit, über Fragen der Sicherheit, Familienmitglieder zu Hause, allenfalls wie weiter auf der anderen Seite des Atlantiks – zurück ist wie bekannt schwieriger – dies alles will gut überdacht sein – ihr werdet es erfahren.

Vorerst gibt es einiges zu tun, wie bei den meisten Seglern, welche in dieser Zeit vom Mittelmeer in den Atlantik kommen – praktisch keiner ist „ungeschoren“  davon gekommen – wie wir vernehmen – meistens Wetter- oder Materialprobleme und/oder Kampf mit der Müdigkeit.
Also: – Schiff und Kleider trocknen – Erfahrungsaustausch mit den Finnen Eva und Claus, welche mit ihrer X-Yacht (eine Rennziege mit überlangem Mast, der zusätzlich verstagt werden muss) über den Atlantik wollen – wenn das nur gut geht –  Segelmacher auftreiben, der unser Besansegel repariert (Sturm an marokkanischer Küste) – Wanten ausmessen – wir wollen diese ersetzen (es sind noch die Originalwanten vorhanden) – gibt ein besseres Gefühl auf Hochsee so im Sinne „was nützt eine gute Versicherung wenn im Sturm weitab jeglicher Hilfe der Mast herunter kommt“ (was übrigens des öftern geschieht) – Achterstag am Besanmast mit Running-Backstag ersetzen, Davits ändern, damit die Windpilotfahne freien Weg hat – weitere Ausfahrten und Tests verliefen zuversichtlich – abklären  ob gewisse alte elektronische Geräte ersetzt werden sollen: what is need and what  is nice to have!? Die Finanzchefin – ich selber kann dort nicht auch noch Fehler machen – wird es richten!

Zur Ablenkung von Eigen- und Fremdarbeit unternehmen wir einen Ausflug über die Insel. Lanzarote hat vieles zu bieten und ist stark geprägt von der grandiosen Vulkanlandschaft Timanfaya einem beeindruckenden Naturschutzpark, sowie durch Cesar Manrique einem Künstler, der die sieben wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Lanzarote entworfen hat. Auffallend ist, dass es auf der ganzen Insel nur ein einziges Hochhaus hat, welches in der Hauptstadt Arrecife steht, wodurch die Insel, obwohl auch durchsetzt mit Feriensiedlungen, ihren urbanen Charakter beibehalten hat.

Dann geht es bereits ans Packen zur Abreise in die Schweiz, darauf freuen wir uns sehr – vorher noch alles regeln mit Handwerkern, welche zwischenzeitlich diese und jene Spezialarbeiten erledigen sollen – wird wohl klappen – schliesslich ist es eine deutsche Firma mit gründlichem Arbeitsplan.

Impressionen – Woche 41 /  06. – 12. und Wo 42 / 13. – 18. Oktober 2008:

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