Panamakanal Kurzgeschichte
Mit Auszügen aus “The Panama Explorer“ und „The Panama Cruising Guide“
To be able to navigate through the Isthmus! That was the dream of kings, conquistadores, pirates, adventurers, businessmen and scientists. Later - a point of conflict between nations and empires - today, a pride of all the Panamanians”
Die Geschichte des Panamakanals ist natürlich auch die Geschichte Zentralamerikas besonders ab dem XVI Jahrhundert
Es begann als Panquiaco Sohn vom Indianer-Chief des Comagre-Stammes überraschend Vasco Nunez de Balboa mitteilte, dass die Spanier bei ihrer Begierde nach Gold - es gäbe davon viel bei der „anderen See „ - dort nachsehen sollten.
Memo: 1502 navigierte Christoph Columbus auf seiner vierten Reise an der mittelamerikanischen Küste - heute Panama, Provinz Colon (Spanisch: Kolumbus) - auf der Suche nach einer schnelleren Route zu den West Indies.
1513 traversierte Vasco de Nunes Balboa mit einer Expedition den Isthmus von Nord nach Süd - genau da wo heute der Kanal ist - und sah als erster Europäer die Weite der Südsee. Die Idee von einem schnellen Verbindungsweg war geboren.
Der Spanische Kaiser Karl V dachte bereits damals über eine Verbindung der beiden Ozeane nach.
Balboa pflegte gute Beziehungen mit den Indianern - hatte er doch auch eine Indianerin als Freundin - eine Ur-Ur-Ur-Ur usf -Grossmuttter der heutigen Kuna Indiens. - Dies änderte sich drastisch als Pedrarias Davila, königlicher Erbe, auf dem Isthmus ankam - Mord und Vergewaltigung vieler Indianer gehörten zu seinen despotischen Regeln. Er gilt als Gründer von Panama City.
Francisco Pizarro, Eroberer des Inca Imperiums trat auf den Plan, um die Reichtümer von Süd- und Zentralamerika zu den Häfen Nombre de Dios und Portobello zu transportieren. Dabei wurden die Indianer weiter dezimiert. - das Gold das die Spanier mit ihren Galleonen-Flotten ab dem geschützten und mit zwei Forts befestigten Hafen Portobello tonnen- und abertonnenweise nach Spanien abführten, wurde damals mühsam auf dem Landweg, vor allem von den Flüssen Perus mit Maultieren über den Isthmus gebracht.
Plünderungen durch Piraten waren an der Tagesordnung und konstant in den Jahren 1572 bis 1680 (Francis Drake, William Parker und Henry Morgan als bekannteste unter vielen z.T. mit Adelstiteln der Englischen Krone!)
1671 eroberte Henry Morgan den stark befestigten Hafen von Portobello und zerstörte Panama Viecha auf der Pazifikseite.
Daneben belagerten Räuber und Diebe den „Las Cruces“ Pfad, der das heutige Colon mit Panama City verband und überfielen Reisende, Händler und Fremde, die mit Reichtümern von Pazifikländern heimkehrten.
Im 18. Jahrhundert - der Raubbau an den Reichtümern von Peru und Zentral Amerika war langsam erschöpft - wurde Panamas Rolle im Welthandel unbedeutend.
1752 wurde Panama Teil vom spanischen Neu Grenada, zu dem auch Kolumbien, Venezuela und Equador gehörten.
1821 war Panama eine stagnierende Provinz von Kolumbien, das seinerseits von Simon Bolivar von den Spaniern befreit wurde.
1855
wurde nach Verzögerungen und grossen Problemen, sowie 10'000 Opfern,
die Panama Railway
eröffnet. Einmal fertig, war es eine gute Finanzquelle und wurde an
der New Yorker Böse zeitweise mit dem höchsten Profit gehandelt.
Zwischen 1856 und 1866 passierten allein 400'000 Personen den
Isthmus, was wohl auch Visionaire veranlasste einen Kanal zu bauen.

Es begann eine zum Teil leidvolle Ära für den Bau eines Kanals
Erste Studien, einen Kanal zu graben, datieren schon aus dem XVI Jahrhundert, als im Auftrag Kaiser Karl V der Rio Chagres erforscht wurde. Es wurden erste Karten
hergestellt.
Anmerkung: der Rio Chagres ist der grösste und längste Fluss auf dem Isthmus und beeinflusste somit wesentlich die Kanalpläne.
Es dauerte noch drei Jahrhunderte bis Ferdinand de Lesseps im Jahre 1879 - er baute zuvor den „sea-level“ Suez-Kanal - die „Compagnie Universelle du Canal Interoceanic de Panama“ gründete. Kolumbien stellte das Land zur Verfügung und sollte im Gegenzug vorteilhafte Bedingungen nach Inbetriebnahme erhalten.
Harte und unüberwindliche geografische und klimatische Probleme waren gefolgt von überdimensionalen Kosten, bzw. dem finanziellen Ruin für den geplanten „sea-level“ Panamakanal.
1894 entstand aus der Asche der ersten eine zweite französische „Compagnie Nouvelle du Canal de Panama“. Die techn. Kommission empfahl, wegen den Hochwassern des Chagres Rivers, die Konstruktion eines Schleusen-Kanals. Leider konnte nicht genug Privat-Investment aufgetrieben werden. Wegen erneutem Bankrotts kam das Projekt zum Stillstand.
Die Amerikaner - entschlossen in der Region einen Kanal zu bauen - setzten eine Kommission ein: Die US Isthmian Canal Commission startete 1900 ihre Forschungen und kam zum Schluss, dass der Kanalbau bevorzugt in Nicaragua statt Panama erfolgen sollte. Doch dann nahm die Geschichte wieder eine Wende als die Canal Commission eine Briefmarke von Nicaragua erhielt, welche einen aktiven Vulkan zeigte. Ein Kanal in Nicaragua war dann doch zu riskant. Die franz. Companie wollte ihre Rechte den Amerikanern verkaufen und überzeugte sie, den Kanal in Panama zu bauen. Es folgten Streitigkeiten zwischen USA und Kolumbien wegen zu hohen Geldforderungen seitens Kolumbiens bei einer Kanaleröffnung.
Alsdann wurde ein Vertrag ausgearbeitet, welcher aber einmal mehr vom Columbian Congress zurückgewiesen wurde. Dies wiederum ärgerte die Panamesen, welche schon lange die Unabhängigkeit von Kolumbien wünschten.
1903 erfolgte Panamas Unabhängigkeit von Kolumbien und im selben Jahr wurde ein Vertrag abgeschlossen, welcher den USA den Bau und Betrieb des Kanals übertrug. Im Gegenzug garantierten die Amerikaner die Unabhängigkeit der Republik von Panama und bezahlten 10 Millionen $, sowie eine jährliche Summe von 250'000 $
Es
brauchte 10 Jahre, 75'000 Männer und Frauen und 400 Millionen $ für
dieses einmalige Bauwerk. Nie dagewesene Aufgaben mussten bewältigt
werden, wie ständige Erdrutsche, die Grösse der Schleusen, enorme
Grabungen. Der letzte Nagel musste importiert werden. Um den Zeitplan
einzuhalten war eine nie zuvor gesehene Organisation notwendig, die
auch mit der medizinischen Kontrolle des Gelbfiebers und Malaria
gefordert war. Spezielle Wohnstätten und das ausser ordentlich
wichtige Zugsystem für den Abtransport des Aushubmaterials im
besonders schwierigen Landschaftseinschnitt des sog. Gaillard Cuts
mussten bewältigt werden.

Am 15. August 1914 öffnete der Kanal - das erste Schiff, der Dampfer „SS Ancon“ passierte den Kanal
Dann mit der Zeit nach und nach, waren die Panamesen enttäuscht wegen missbräuchlichem Verhalten einiger in der Region stationierter Militärs der USA: eine Überwachung von Wahlen 1908 in Chiriqui endete mit einer Okupation; wegen Arroganz und unhöflichem Benehmen hoher Militärs gegenüber panamesischen Anliegen und Behörden, erwachte eine Abneigung gegen die amerikanische Regierung. 1920 wurden auf Intervention der panamesischen Regierung Truppen zurück gerufen; ebenfalls 1920: die amerik. Kanalbehörden meldeten die Absicht die Insel Taboga zu übernehmen - der Protest der Bevölkerung nahm erst ab, als der damalige Präsident von Panama, Ernest T. Lefevre erklärte, dass kein Inch Heimaterde abgegeben werde; 1931: die nordamerik. Armee drohte mit einer bewaffneten Intervention von Panama falls die „White ruling“ betreffend der Grenzen zwischen Panama und Costa Rica nicht akzeptiert würden….
Täglich wuchs der Widerstand gegen die USA und ebenso der Wunsch für panamesische Souveränität . Es folgten weitere Verträge zwischen den beiden Partnern. Die US-Präsidenten wünschten sich ebenfalls mehr Ruhe in Panama.
1979 bis 1999 operierte der Panama Kanal gemäss Richtlinien des Carter-Vertrags, welcher auch die Übergabe des Kanals an die Republik Panama am Mittag des 31. Dezembers 1999 beinhaltet.
Und so geschah es!
Seit der Eröffnung des Kanals erfolgten über 850'000 Transits durch den Wasserweg. Der Kanal wurde vertieft, erweitert und gut gepflegt. In den letzten 10 Jahren wurden rund 100 Millionen $ pro Jahr für Rationalisierung, Verbesserungen und Unterhaltsarbeiten aufgewendet.
Heute sind weitere Vergrösserungen inklusive grössere Schleusen im Bau.
Anmerkung:
Der Schreibende hatte bereits das Vergnügen und spezielle Erlebnis, den Kanal als „Linehandler“ auf einer SY zu befahren (siehe Bericht)